thumbnail Hallo,

Vier Tore durch Ibrahimovic, zwei Treffer für Ronaldo: Die Superstars haben wieder einmal ihre Ausnahmestellung unterstrichen. Einer wird bei der WM 2014 in Brasilien aber fehlen.

Brüssel/Madrid. PSG-Superstar Zlatan Ibrahimovic bekam bei seiner Vier-Tore-Gala sogar Applaus von den gegnerischen Fans, Cristiano Ronaldo versöhnte indes mit seinem Doppelpack die Fans von Real Madrid. Ganz offensichtlich hat die beiden Ausnahmekönner das drohende Aus für die WM noch einmal zusätzlich angestachelt. Ihre spektakulären Auftritte in der Champions League hatten schon fast etwas von einer gegenseitigen Kampfansage.

Denn in den Play-off-Spielen am 15. und 19. November kämpfen Ibrahimovic mit Schweden und Ronaldo mit Portugal im direkten Duell um das Ticket nach Brasilien. Einer von beiden muss im kommenden Jahr definitiv mit einem Platz vor dem Fernseher vorlieb nehmen. Und natürlich will jeder, dass es der andere ist.

Ibrahimovic: "Eine große Ehre"

"Vier Tore schießt man nicht jeden Tag", sagte Ibrahimovic nach dem 5:0 (3:0) von Paris Saint-Germain beim RSC Anderlecht mit einem Lächeln. Zumal der exzentrische Schwede mit seinem Traumtor zum zwischenzeitlichen 3:0 aus fast 30 Metern sogar die Heimfans zu Beifall hinriss. "Als die Fans mir zujubelten, habe ich Gänsehaut bekommen. Es war eine große Ehre für mich, dafür möchte ich mich bedanken", sagte der 32-Jährige: "So etwas passsiert nicht oft." Schon seinen zweiten Treffer hatte er per Hackentrick erzielt.

Als zehnter Spieler schoss Ibrahimovic in der Königsklasse vier Treffer in einer Begegnung, in der ersten Hälfte erzielte er in nur 19 Minuten sogar einen Hattrick. "Er ist in exzellenter Verfassung, er schießt eine Menge Tore", sagte auch PSG-Trainer Laurent Blanc. Das Team aus der französischen Hauptstadt steht mit drei Siegen aus drei Spielen unangefochten an der Tabellenspitze der Gruppe C und bereits mit mehr als einem Bein im Achtelfinale.



Zwar darf Real Madrid mit neun Punkten ebenfalls schon für die Runde der letzten 16 planen, doch die Stimmung ist bei den Spaniern vor dem Clasico am Samstag beim FC Barcelona alles andere als entspannt. Vor dem 2:1 (2:1) gegen Juventus Turin hatte es bei Real wieder einmal kräftig rumort. Die Kritik an der Transferpolitik der Vereinsführung strahlte erneut auch auf den 91-Millionen-Neuzugang Gareth Bale aus. Und zwar so stark, dass sich Ronaldo gezwungen sah, mit deutlichen Worten für seinen Teamkollegen Partei zu ergreifen.

Streicheleinheiten für Gareth Bale

"Die Leute setzen ihn wegen der Ablösesumme sehr stark unter Druck. Aber das ist nicht gut für ihn. Lasst ihn einfach machen, ich bin sicher, dass er es gut machen wird", hatte Ronaldo erkärt: "Unsere Aufgabe ist es, ihm zu helfen." Das erledigte der Portugiese gegen Juve höchstselbst. Seine beiden Tore verschafften dem Klub - und auch Bale - zunächst wieder etwas Ruhe.



Der Waliser wurde nach seinen Rückenproblemen erneut nur eingewechselt und musste von Trainer Carlos Ancelotti nach dem Spiel verteidigt werden. "Er kam erst auf den Platz, als die Luft aus dem Spiel war. So, wie das gesamte Team gespielt hat, konnte er auch gar nicht das Beste zeigen", sagte der Italiener.

Ronaldo hingegen schreibt weiter an seinem Kapitel in den Geschichtsbüchern. Seine Tore gegen Turin waren bereits seine Treffer sechs und sieben in der diesjährigen Champions-League-Saison - im erst dritten Spiel, wohlgemerkt. In der ewigen Torschützenliste überholte er den Niederländer Ruud van Nistelrooy und liegt mit nun 57 Treffern auf dem dritten Platz. Nur Raul (71) und Weltfußballer Lionel Messi (63) haben häufiger getroffen.

EURE MEINUNG: Wer fährt mit zur Weltmeisterschaft - Ronaldo oder Ibrahimovic?

Bleibe am Ball und sei Teil des größten Fußball-Netzwerkes der Welt: Folge Goal auf
oder werde Fan von Goal auf !

Dazugehörig