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Der BVB hat die Pleite in Neapel mit einem Top-Auftritt gegen Marseille vergessen gemacht. Damit wurden die Befürchtungen entkräftet, dass es wie vor zwei Jahren laufen könnte.

Aus Dortmund berichtet Daniel Buse

Dortmund. Torwart vom Feld, Trainer auf die Tribüne und das Spiel verloren: Der Auftakt in die aktuelle Saison der Champions League hätte für Borussia Dortmund vor zwei Wochen beim SSC Neapel nicht schlimmer laufen können. Doch mit einem 3:0 (1:0) gegen Olympique Marseille kehrte der Deutsche Vizemeister am Dienstag in die Erfolgsspur zurück – und vertrieb gleichzeitig die bösen Erinnerungen an den Verlauf der "Königsklassen"-Saison vor zwei Jahren.

Nicht mehr die Premiere

Damals stand ebenfalls am zweiten Spieltag die Aufgabe Marseille für die Borussen auf dem Programm – und es wurde beim 0:3 in Frankreich ein ganz bitterer Abend für die Truppe von Trainer Jürgen Klopp, die sich mit haarsträubenden Fehlern selbst um den Erfolg brachte. Nuri Sahin hatte den BVB kurz zuvor in Richtung Madrid verlassen, ist aber inzwischen wieder auf Leihbasis bei den Westfalen gelandet. "Vor zwei Jahren war es für fast alle das erste Jahr in der Champions League", nannte er nach dem Abpfiff in der Mixed Zone den Hauptunterschied zum ersten – missglückten – Versuch gegen OM.

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Erfahrungswerte

"Ich habe mir damals das Spiel in Marseille zusammen mit Hamit Altintop angeschaut, der jahrelang Champions League gespielt hat. Er hat gesagt: ‚Unterschätz die Erfahrung in der Champions League nicht.’", berichtete Sahin. In der vergangenen Saison sammelte die Borussia auf dem Weg bis ins Endspiel reichlich Erfahrung in der "Königsklasse" und die positiven Auswirkungen zeigten sich nun am Dienstag.


"Taktik aufgegangen"

"Wir haben heute Morgen eine ganz kurze Taktikeinheit gehabt und die ist zu hundert Prozent aufgegangen. Olympique wollte sein Spiel, das wir heute im Training analysiert haben, durchziehen, aber wir waren darauf sehr gut vorbereitet und hatten unsere Mittel dagegen", freute sich Sahin. Am Ende stand ein 3:0 – und damit die Revanche mit exakt demselben Ergebnis wie vor knapp zwei Jahren. Damals schied die Borussia schon nach der Gruppenphase als Vierter aus, während OM ins Achtelfinale marschierte. Aus Sicht der Westfalen soll es in diesem Jahr nun genau umgekehrt laufen.

Die Heimspiele gewinnen

"Du musst in der Champions League in der Gruppenphase deine Spiele zu Hause gewinnen. Dann hast du schon neun Punkte – und wenn du dann auswärts einen Punkt oder drei Punkte holst, dann muss das eigentlich reichen", rechnete Sahin den Weg in die Runde der letzten 16 vor. Der erste dieser Schritte ist nun gemacht. Und der deutliche Sieg hat auch das Signal an die Konkurrenz gesendet, dass der aktuelle BVB viel eher wie die letztjährige Final-Mannschaft auftritt und nicht wie das Team, das davor sang- und klanglos in der "Königsklasse" die Segel streichen musste. Oder wie es Sahin formulierte: "Wir sind auch nicht ohne."

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