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Klopps Wutausbruch in der Königsklasse ist weiterhin Gesprächsthema. Kahn, einst selbst als Vulkan berüchtigt, kennt solch Momente - und rät Klopp, bei seiner Art zu bleiben.

Dortmund. Jürgen Klopps Ausraster beim Auftakt von Borussia Dortmund in die Champions-League-Gruppenphase beim SSC Neapel sorgt weiter für Diskussionen. Nun hat sich Ex-Profi Oliver Kahn eingeschaltet. Klopp sei in einem Dilemma, dürfe seinen Charakter nun aber nicht hinten anstellen.

"Klopp hat sich mit seinem Ausraster in ein Dilemma hineinmanövriert", schrieb Kahn in seinem eigenen Blog auf Bild.de. Dem früheren Welttorhüter zufolge sei das aber "leicht zu lösen. Klopp muss bleiben wie er ist. Er würde sich einer seiner außergewöhnlichen Stärken beschneiden, wenn er die heftigen Vorwürfe zu nah an sich heranlassen würde."

Der 44-Jährige argumentierte mit dem sportlichen Wert, den Klopps Art dem BVB verleiht. "Es ist ein häufig zu beobachtendes Phänomen, dass Mannschaften die Stärken und Eigenschaften ihres Trainers übernehmen. Beim BVB ist dieses Phänomen deutlich zu sehen", so Kahn, der die Charakteristika "Tempo, Leidenschaft" und "Emotion" Klopp zuschrieb.

Klopp soll "keine Fälschung seiner selbst" werden

"Man kann nur hoffen, dass Jürgen Klopp keine Fälschung seiner selbst wird, sondern bleibt wie er ist", stellte sich der langjährige Bayern-Torwart hinter den zweimaligen Meistertrainer der Borussia. Kahn erinnerte dabei zudem an seine eigenen Wutausbrüche während seiner aktiven Laufbahn.

"Solche Szenen später von sich selbst im Fernsehen zu sehen, ist nicht angenehm", so der Ex-Nationalspieler: "Zum einen, weil man weiß, dass Millionen Zuschauer Zeuge dieser Entgleisung waren, zum anderen, weil man sich mit der Frage auseinander setzen muss, wie es zu diesem Kontrollverlust gekommen ist."

BVB-Trainer Jürgen Klopp wurde in Neapel von Schiedsrichter Pedro Proenca auf die Tribüne verbannt, nachdem er den vierten Offiziellen bedrängt und verbal angegangen hatte. Grund waren die Vorkommnisse vor dem 0:1, als Innenverteidiger Neven Subotic nach einer Behandlungspause erst Sekunden vor dem Gegentor wieder den Platz betreten durfte.

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