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Mourinho: "Ich bin verantwortlich für diese Niederlage"

Die Favoriten starten größtenteils souverän in die Champions-League. Mourinho spricht angesichts der Niederlage gegen Basel von ungenügender Reife, zeigt sich aber kämpferisch.

Hamburg. Sieg für Mesut Özil, Dreierpack von Lionel Messi, Blamage für den FC Chelsea: Während die Favoriten größtenteils problemlos die erste Hürde der Königsklasse meisterten, stolperte ausgerechnet der große José Mourinho.

Blamage bei Rückkehr

José Mourinho stand mit versteinerter Miene auf dem Rasen der legendären Stamford Bridge. Was als triumphale Rückkehr auf die große europäische Fußball-Bühne geplant war, endete für den Trainer und seinen FC Chelsea im Desaster. Doch anstatt nach Ausflüchten für das peinliche 1:2 gegen den kleinen FC Basel zu suchen, nahm "The Special One" die Heimpleite auf seine Kappe.

Nicht genug Reife

"Wenn wir verlieren, spreche ich nicht über meine Spieler. Ich spreche über meine Verantwortung. Ich bin verantwortlich für diese Niederlage", sagte Mourinho nach dem ernüchternden Champions-League-Auftakt der Blues. Nach dem sensationellen Scheitern in der Gruppenphase der Vorsaison geht beim FC Chelsea plötzlich die Angst vor dem erneuten Vorrunden-K.o. um.

Trotz des vergleichsweise hohen Alters seiner Startelf gegen Basel (27,36 Jahre), stellte Mourinho fest: "Ich denke das Team hat nicht die Reife und den Charakter, mit einem gewissen Druck in einem Spiel umzugehen. Das haben wir in Everton gesehen, als sie (Everton) vor der Halbzeit trafen und das haben wir heute wieder gesehen. Wenn der erste negative Moment kommt, ist das der Auslöser dafür, dass das Team ein wenig wackelt." Mourinho versprach: "Wir gehen traurig nach Hause, aber morgen wachen wir auf und werden daran arbeiten."

Mourinho entschlossen

"Wir haben drei Punkte verloren, die wir uns jetzt irgendwo wiederholen müssen", sagte Mourinho, der im Sommer als Heilsbringer und Hoffnungsträger zu den Londonern zurückgekehrt war. Wahrscheinlich müsse sein Team nun das Rückspiel in Basel gewinnen, um die Pleite zu kompensieren, sagte Mourinho: "Ich glaube noch immer sehr fest daran, das Achtelfinale zu erreichen." Fakt ist: Nach dem ebenfalls verhaltenen Saisonstart in der Liga (sieben Punkte aus vier Spielen) gerät der Portugiese allmählich unter Druck.

Gegen den Schweizer Serienmeister tat sich der Europa-League-Gewinner von Beginn an schwer. Zwar traf der Brasilianer Oscar (45.) zur Pausenführung, doch Mohamed Salah (71.) und der Ex-Stuttgarter Marco Streller (81.) drehten das Spiel zugunsten Basels. Vor allem die Nicht-Berücksichtigung des deutschen Nationalspielers André Schürrle und von Spaniens Superstar Fernando Torres sorgte für Diskussionen, zumal Neuzugang Samuel Eto'o bei Schalkes Vorrundengegner erneut nicht überzeugte.

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