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Kellers FC Schalke 04 hat das Minimalziel erreicht und dem Coach damit etwas Luft verschafft. Überzeugend war der Auftritt jedoch nicht - und nun herrscht auch noch Stürmermangel.

Saloniki. Mit Ach und Krach hat sich der FC Schalke 04 mit einem 3:2 (1:0) bei PAOK Saloniki für die Gruppenphase der Champions League qualifiziert. Will man dort bestehen, ist jedoch eine klare Leistungssteigerung vonnöten. Zu allem Überfluss bekommen die Schalker allmählich ein echtes Stürmerproblem.

"Gott sei Dank hat es trotz aller Fehler noch gereicht", resümierte Schalke-Coach Jens Keller im ZDF nach dem Zittersieg gegen die Griechen vor weitestgehend leeren Rängen. Und Fehler gab es auf Schalker Seite einige: In der Offensive ging wenig, die Abwehr wirkte gegen die biederen Griechen alles andere als sattelfest.

Der ohnehin schon enttäuschende Jermaine Jones setzte dem in der 64. Minute die Krone auf, als er nach einem unnötigen Foul die Gelb-Rote Karte sah und Kellers Team beim Stand von 1:1 gehörig in die Bredouille brachte.

Draxler und Szalai retten Schalke

Aus der befreite schließlich der agile Julian Draxler seine Mannschaft, indem er das 2:1 nach großartiger Vorlage des Kurzzeitarbeiters Max Meyer selbst erzielte (67.) und das 3:2 mit einer starken Einzelleistung vorbereitete (90.). "Wir konnten keinen Zauberfußball erwarten, doch wir sind Gott sei Dank mit Hängen und Würgen in die Champions League eingezogen", zeigte sich der 19-Jährige nach der Partie erleichtert.

Adam Szalai verletzt

Neben Draxler überzeugte vor allem Stürmer Adam Szalai, der den verletzten Klaas-Jan Huntelaar mit Bravour vertrat. Zwei Tore gelangen dem Ungarn, das zweite in der Schlussminute wird allerdings wohl für mindestens acht Wochen das letzte bleiben: Szalai, der schon mit einer bandagierten Hand auflief, wird wegen Verdachts auf Kahnbeinbruch wohl knapp zwei Monate ausfallen.

Da Huntelaar noch bis voraussichtlich Mitte September wegen eines Teilrisses am Innenband fehlt, ist Teemu Pukki der einzige noch einsatzfähige nominelle Mittelstürmer - und der steht eigentlich zum Verkauf.

Verstärkung dringend nötig

Da kommen die 20 Millionen Euro, die Schalke für das Erreichen der Gruppenphase  einplanen kann, wie gerufen. Neben einem Stürmer könnte davon auch Dennis Aogo verpflichtet werden. Nach den bislang durchwachsenen Leistungen von Christian Fuchs in dieser Saison wäre der HSV-Spieler eine weitere Option für die linke Seite. Heldt hielt sich diesbezüglich noch bedeckt: "Dazu kann ich nichts sagen. Wir haben noch bis zum 2. September Zeit."

Die hat nun wohl auch Jens Keller, der nach dem Fehlstart in die Saison bereits angezählt wurde. Das Erreichen des Minimalziels CL-Gruppenphase hat dem 42-Jährigen etwas Luft verschafft, den hohen Schalker Ansprüchen dürfte jedoch eine Leistung wie die gegen das Team des Jahrhunderttrainers Huub Stevens nicht genügen - und ebenso wenig denen der Champions League.

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