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Schalke 04 kritisiert Polizeieinsatz: "Völlig unverhältnismäßig"

Die Königsblauen haben den massiven Polizeieinsatz in der Schalker Fankurve stark kritisiert. "Dieser Vorfall muss unbedingt aufgearbeitet werden", heißt es aus dem Vorstand.

Gelsenkirchen. Fußball-Bundesligist Schalke 04 hat den massiven Polizeieinsatz in der Fankurve während des Play-off-Hinspiels zur Champions League gegen PAOK Saloniki (1:1) heftig kritisiert.

 "Völlig unverhältnismäßig"

"Dieser Einsatz war völlig unverhältnismäßig. Wir können dies absolut nicht gutheißen und bringen dafür nicht das geringste Verständnis auf", sagte Vorstandsmitglied Peter Peters. Der Einsatz sei weder mit dem Klub abgestimmt gewesen, noch wäre er in dem Fall "auch nur ansatzweise" gefordert oder gutgeheißen worden.

In der zweiten Halbzeit hatten Dutzende Polizisten den Block gestürmt, in dem sich hauptsächlich Mitglieder der Ultras Gelsenkirchen aufhalten, und dabei Pfefferspray eingesetzt. Zuvor war im Block eine mazedonische Flagge gezeigt worden, die angeblich die Griechen provozierte. Die Schalker Ultras sind mit Anhängern des mazedonischen Erstligisten Vardar Skopje befreundet. "Allein das Zeigen der roten Fahne erfüllt den Tatbestand der Volksverhetzung", sagte eine Polizeisprecherin der ARD.

Nach dem Zeigen der Flagge hätten die griechischen Anhänger mit einem "Angriff" auf die Nordkurve gedroht. Die Schalker Fans weigerten sich jedoch, das Banner zu entfernen, daraufhin entschied sich die Polizei zu dem Einsatz. "Wir sehen dringend Gesprächsbedarf. Dieser Vorfall muss unbedingt aufgearbeitet werden", sagte Peters.



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