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Der Champions-League-Sieger von 2001 hat sich über den Bayern-Kader, Trainer Pep Guardiola und seinen Landsmann Franck Ribéry geäußert.

München. Willy Sagnol, der 2001 als Rechtsverteidiger mit dem FC Bayern München die Champions League gewann, sieht beim FC Bayern momentan nur ein potenzielles Problem am Horizont. Der Konkurrenzkampf muss laut dem Franzosen gesund bleiben, damit die Bayern eine Saison hinlegen, die der Letzten ähneln kann. 

Bayern heute vs. Bayern Mitte der 70er

Sagnol sieht den FC Bayern der 70er Jahre auf einem Niveau mit den heutigen Spielern: "1974, 1975, 1976 war der Klub dreimal in Folge Sieger im Europapokal der Landesmeister, das war schon etwas ganz Besonderes. Aber was die Mannschaft im letzten Jahr geleistet hat, und besonders die Konstanz über das ganze Jahr, das war schon sensationell", so der Franzose im Interview mit Eurosport.

Der Konkurrenzkampf könnte aus der Sicht des kleinen Ex-Verteidigers "das einzige Problem werden. Denn Talent haben die Bayern, einen guten Trainer und gute Spieler ebenfalls. Wenn der Konkurrenzkampf gesund bleibt, wird Bayern wieder eine tolle Saison absolvieren. Aber wenn ein bisschen Frustration von der Bank kommt, dann kann es schwierig werden."

Guardiolas erstes Interview auf Deutsch überraschte Sagnol

Überraschend für Sagnol war vor allem der Antritt von Trainer Pep Guardiola: "Dass er als Spanier nach einem Monat schon ein Interview auf Deutsch geben kann, sagt viel. Er ist clever, hoch motiviert und bereit, sich in ein langfristiges Projekt zu integrieren. Das ist super."

Noch keine Aussage über Guardiolas Spielweise möglich

Zur neuen Spielweise unter Guardiola vermag Sagnol noch nichts zu sagen, denn "es ist noch zu früh, darüber zu urteilen. Sicher ist, dass Guardiola seine ganz eigene Idee vom Fußball hat. Die Frage ist, wird seine Idee erfolgreich sein? Er ist jedenfalls clever genug, Dinge zu verändern, falls es nicht gut laufen sollte." Dabei traut er dem FC Bayern nicht nur die erstmalige Titelverteidigung des Champions-League-Titels zu, sondern er hofft es auch für die Bayern.

Ribery auf einem Niveau mit CR7?

Im Vergleich mit Cristiano Ronaldo und Lionel Messi sieht Sagnol seinen Landsmann Franck Ribery übrigens in interessanter Position: "Vielleicht ist er so gut wie Ronaldo, aber ich denke, dass Messi immer noch sehr weit weg ist." Für die Wahl zum Fußballer des Jahres gibt er aber zu bedenken, dass "nicht immer der beste Spieler" Fußballer des Jahres wird, "sondern der mit der besten Saison, und ich denke deshalb, dass Franck eine gute Chance hat."

Ribery in Frankreich mehr geschätzt als zuvor

Riberys Ruf in Frankreich, der gerade nach der WM 2006 sehr schlecht war, hat sich verbessert. "Die Leute haben jetzt erkannt, dass Franck einfach der beste französische Fußballer ist. Und wenn wir auf internationaler Ebene irgendwas gewinnen wollen, dann brauchen wir Spieler wie ihn." Doch die Franzosen vergessen nicht. "Ich glaube, dass die Fans nicht alles komplett vergessen haben, aber sie sind ihm gegenüber nicht mehr so kritisch."

Deutschland besseres Sprungbrett als England oder Spanien

Deutschland ist für Sagnol das ideale Sprungbrett für Spieler aus der Ligue 1, wie zuletzt auch Pierre-Emerick Aubameyang unter Beweis stellte. "Die französischen Spieler haben eine ganz besondere Qualität. Sie können sich überall anpassen und integrieren, ob in Deutschland, England oder Spanien. Für einen französischen Spieler, der mit Liebe und Leidenschaft dabei ist, ist Deutschland aber das beste Land, denn hier wird sehr offensiv gespielt, die Leute wollen Tore sehen. Und das passt am besten zu unserer neuen Philosophie [in der Nationalmannschaft]."

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