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Stephane Chapuisat holte mit Borussia Dortmund die Champions League und zwei Meisterschaften

Was macht eigentlich... Stephane Chapuisat?

Stephane Chapuisat holte mit Borussia Dortmund die Champions League und zwei Meisterschaften

Bongarts

Aus den Augen, aus dem Sinn? Nicht bei uns! Wir verraten Euch Woche für Woche, wie sich die Ex-Bundesliga-Stars im Ausland schlagen.

Berlin. Goodbye Deutschland! Spieler kommen und gehen, Spieler wechseln in die Bundesliga und Kicker verlassen Deutschlands höchste Spielklasse. Aber wie geht es den Profis, die nun im Ausland auf Torejagd gehen? Sind sie aufgeblüht oder nur noch Bankdrücker? Haben sie sich prächtig entwickelt, oder folgte ein Karriereknick?

Jeden Dienstag stellt Euch Goal im Rahmen von "Was macht eigentlich..." drei Ex-Spieler der Bundesliga vor und zeigt, wie es ihnen an anderer Wirkungsstätte ergeht.

Willy Sagnol
In der Bundesliga: Von 2000 bis 2009

Vereine in Deutschland: FC Bayern München

Einsätze:
184

Tore:
7

Erfolge:
Dt. Meister 2001, Doublesieger 2003, 2005, 2006 und 2008, Champions-League-Sieger 2001, Weltpokal 2001, Ligapokal 2000, 2004, 2007
Unrühmliches Ende mit Hitzfeld

Mit Ottmar Hitzfeld auf der Bank feierte Willy Sagnol große Erfolge. Doch zum Ende seiner Zeit und seiner Karriere litt die Beziehung der beiden arg. Der Franzose beschwerte sich öffentlich über die wenige Zeit auf dem Platz, das ließ Hitzfeld nicht auf sich sitzen und suspendierte Sagnol. Wenige Monate später beendete der Abwehrmann seine Karriere verletzungsbedingt.

Ein Franzose in München. Das ist nicht erst seit Franck Ribery eine Erfolgsgeschichte. Vor ihm trug Willy Sagnol die französischen Farben in Bayern. Als junger Kicker spielte er unter Jacques Santini in der legendären Jugendabteilung von Saint-Etienne. Unter Chef Santini debütierte er früh in der zweiten Liga, wechselte anschließend zum AS Monaco. Hier feierte er zum Abschluss seiner Zeit in Frankreich die Meisterschaft.

Mit dem Titel im Gepäck suchte er sein Glück beim deutschen Rekordmeister Bayern München. Die Süddeutschen leckten ihre Champions-League-Wunden mit dem Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal. Doch mit Sagnol sollte auch zugleich der erste Titel in der Champions League her. Es folgten noch zahlreiche weitere, bei denen er zumeist als Stammspieler seinen Teil beitrug.

Ab 2007 begann sein Stern zu sinken. In dem Jahr litt er unter einem Meniskus- und Knorpelschaden, feierte nach Monaten der Pause im November sein Comeback, als er für seinen Landsmann Ribery eingewechselt wurde. In der folgenden Spielzeit haderte er zunehmend mit seinem Stand in der Mannschaft. Teileweise auch öffentlich, woraufhin er für das UEFA-Pokalhalbfinale gegen Zenit St. Petersburg suspendiert wurde. Schließlich beendete er im Januar 2009 verletzungsbedingt und einsatzlos in der Hinrunde zuvor seine Karriere.

Im Herbst 2009 begann Sagnol eine Ausbildung zum Sportmanager und ist seit 2011 beim französischen Fußballverband angestellt. Hier ist er als Manager für alle Nationalmannschaften zuständig und seit dieser Saison zudem für den vom FFF organisierten Pokalwettbewerb.

Stephane Chapuisat
In der Bundesliga: Von 1990 bis 1999

Vereine in Deutschland: Bayer Uerdingen, Borussia Dortmund

Einsätze:
228

Tore:
106

Erfolge:
Bundesliga-Aufstieg mit Ulm und Mainz
Dank Magath in der Bundesliga

Berühmt ist Felix Magath nicht nur für sein hartes Training, sondern auch für seine teils spektakuläre Transferpolitik. Immer wieder holte er aber auch Stars in die Bundesliga, so auch 1990 als Manager von Bayer Uerdingen. Magath lotste den jungen Schweizer Stephane Chapuisat nach Deutschland.

28. Mai 1997, München, Olympiastadion. Auf der Anzeigetafel blinkt die 71. Minute und der Name Lars Ricken. Gerade auf dem Platz, erzielte Ricken das 3:1 im Champions-League-Finale gegen Juventus Turin. Jeder erinnert sich an diesen Moment. Doch für wen kam Ricken in die Partie? Es war Stephane Chapuisat, der für ihn den Platz verließ und somit für den Triumph ausgewechselt wurde.

Bevor er mit Dortmund die Champions League gewinnen konnte, zauberte er im Viertelfinale gegen AJ Auxerre eine Fallrückzieher-Vorlage zum Kopfballtor von Karl-Heinz Riedle. Auch in den Jahren davor und danach traf er im schwarz-gelben Trikot wie am laufenden Band.

Mit einer Quote von 0,47 Treffern pro Spiel ist er der drittgefährlichste ausländische Spieler in der Bundesliga. Dabei ist er der torgefährlichste europäische Ausländer, denn vor ihm rangieren mit Claudio Pizarro und Giovane Elber zwei Südamerikaner. Zusammen mit ihm auf Platz drei steht mit Ailton ein weiterer Brasilianer.
Unter seinen Toren waren enorm wichtige, wie die drei gegen Juventus Turin im UEFA-Pokalhalbfinale 1993 oder im Viertelfinale der Königsklasse gegen Bayern. Gegen den drückend überlegenen Rekordmeister erzielte der Stürmer in der Verlängerung das 1:0. Im anschließenden "Torfall von Madrid" schieden die Titelverteidiger mit insgesamt 0:2 aus dem Wettbewerb aus.

Nach seiner Zeit in Dortmund ging er 1999 zurück in seine Heimat zu den Grasshoppers Zürich. Hier holte er seine erste Schweizer Meisterschaft und wurde im selben Jahr 2001 auch Torschützenkönig. Drei Jahre später wiederholte er mit den Young Boys Bern dieses persönliche Kunststück und wurde Vize-Meister. Noch immer steht er bei Bern unter Vertrag, allerdings nicht mehr als Spieler, sondern im Trainerstab unter Uli Forte als Chefscout.

Samuel Kuffour
In der Bundesliga: Von 1994 bis 2005

Vereine in Deutschland: FC Bayern München, 1. FC Nürnberg

Einsätze:
175

Tore:
7

Erfolge:
Dt. Meister 1997, 1999, 2001; Doublesieger 2000, 2003, 2005; DFB-Pokal 1998; Champions-League-Sieger 2001; Weltpokal 2001; Ligapokal 1997-2000 und 2004
In jungen Jahren nach Europa

Mit 14 Jahren nahm er 1991 bereits an der U17-Weltmeisterschaft teil. Hier rückte er schon in den Fokus einiger europäischer Topklubs. Erst griff der FC Turin zu, später schließlich Bayern München.

Samuel Kuffour wagte bereits mit 15 den großen Schritt von Ghana nach Europa. Zuerst spielte er zwei Jahre in der Jugend des FC Turin bis schließlich Bayern München auf ihn aufmerksam wurde. Ab 1993 spielte er in München, ein Jahr später auch für die erste Mannschaft der Münchner.

Mit den Bayern erlebte er den Champions-League-Sieg und die Erfolge Borussia Dortmunds Mitte/Ende der Neunziger Jahre hautnah mit. Auch beim dramatischen Finale der Königsklasse 1999 war er unmittelbar beteiligt, um zwei Jahr später endlich den Titel zu erringen. Beim Weltpokal 2001 schoss er im Finale das goldene Tor zum Titel.

Nach dem Double 2005 wechselte der inzwischen eingebürgerte Kuffour nach Italien zum AS Rom. Nach einer Saison in der Hauptstadt, einer Spielzeit beim AS Livorno und einem halben Jahr auf der römischen Bank wechselte er zum Traditionsklub Ajax Amsterdam in die Niederlande. Hier konnte er die für ihn vorgesehe Rolle als Ersatz für Jaap Stam nicht ausfüllen. Nach nur wenigen Monaten wechselte er in seine Heimat und beendete 2009 seine Karriere.

Seitdem lebt er in Accra und kümmert sich dort um Immobilien. Zudem kickt er noch immer mit Freunden, unter anderem mit dem früheren Bundesliga-Torschützenkönig Anthony Yeboah und dem Ex-Wolfsburger Charles Akonnor.

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