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Pep Guardiola: "Es sind nicht die Titel, die einem Trainer zu Prestige verhelfen"

Der spanische Star-Trainer krempelt den deutschen Rekordmeister derzeit nach Strich und Faden um, auch in Sachen Mentalität: Titel, so Guardiola, seien nicht das Wichtigste.

München.  Um es mit den Worten des deutschen Sängers Peter Fox zu sagen: "Alles neu" beim FC Bayern München. Denn Pep Guardiola, der neue Trainer des Rekordmeisters, lässt beim Triple-Sieger keinen Stein auf dem anderen.

Der Spanier hat seine ganz eigenen Methoden - und Ansichten: Dem 42-Jährigen, der zuvor mit dem FC Barcelona alles gewann, was es zu gewinnen gibt, gehe es bei seinem Engagement beim FC Bayern nicht vorrangig um Titel. Eine gewagte Aussage, denn in München werden Trainer vor allem an ebendiesen gemessen.

Guardiola: "Nicht Titel verhelfen einem Trainer zu Prestige"

Guardiola hingegen sieht das anders: "Es sind nicht die Titel, die einem Trainer zu Prestige verhelfen", so der Spanier am Donnerstag nach dem 2:1-Sieg gegenüber der Münchner Abendzeitung.

"Titel sind schön, aber am Ende geht es nur darum, dass die Spieler irgendwann zu dir sagen: ,Trainer, du hast mich echt nach vorne gebracht. Ich habe viel gelernt.' Das ist das größte Glück eines Trainers", fuhr der Star-Trainer fort.

Lahm: "Wir sind mitten in der Entwicklung"

Die Akteure des Triple-Siegers müssen tatsächlich viel lernen: Das zuvor so erfolgreiche System wurde von Guardiolas favorisiertem 4-1-4-1 abgelöst. Und auch bei der Aufstellung experimentiert der Spanier und versetzt beispielsweise Verteidiger Philipp Lahm ins Mittelfeld oder Mittelfeldspieler Javi Martinez in die Abwehr.

Umstellungen, die Zeit brauchen. "Wir sind mitten in der Entwicklung", mahnte Kapitän Philipp Lahm und Claudio Pizarro merkte an: "Ich hatte noch nie einen Trainer, der so viel verändert hat."

Dass die Erfolge dennoch nicht ausbleiben dürfen, ist trotz der Worte von Pep Guardiola selbstverständlich. Es ist eben immer noch der FC Bayern.

EURE MEINUNG: Ist Guardiola mit seinen Ansichten in München allein?

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