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Nuri Sahin hofft auf weitere Leistungssteigerungen bei Borussia Dortmund. Auch die neuen Spieler werden dabei helfen, noch erfolgreicher zu spielen.

Dortmund. Nuri Sahin gab im Interview Einblicke in seine Entwicklung bei Borussia Dortmund. Dabei hofft er vor allem auf mehr Spielzeit in der Champions League und auf einen spannenderen Kampf um den Titel. Nach seinem Wechsel von Real Madrid kommt der Deutsch-Türke zumindest immer besser in Tritt.

"Meine Verpflichtung im Januar war ein Vorgriff auf die neue Saison. Das war im Sinne des Vereins und auch für mich eine perfekte Situation. Im Moment bin ich froh, dass ich nach zwei Jahren endlich mal wieder eine komplette Vorbereitung mitmachen kann", freute sich Sahin im Interview mit dem Kicker.

Mit seiner Saisonleistung für den BVB zeigte er sich insgesamt zufrieden, auch wenn er sich in der Champions League mehr Einsatzzeit erhofft hatte: "In der Liga habe ich fast jede Partie bestritten. Dass ich in der Champions League nicht von Anfang an spielen würde, war mir klar. Die Mannschaft hat unglaublich gut funktioniert in diesem Wettbewerb und eine überragende Vorrunde hingelegt. Ich wusste, dass ich mich einreihen muss. Und damit konnte ich gut umgehen," so Sahin.

Es läge jedoch auf der Hand, dass er "in der neuen Saison nun auch die ganz großen Spiele machen möchte. Davon träumt doch jeder Profi. Ich kann meinen Teil dazu beitragen, dass wir einen höheren Level erreichen. Das muss mein Anspruch sein."

Neuzugänge kommen meinem Spiel entgegen

Besonders die Neuzugänge Pierre-Emerick Aubameyang und Henrikh Mkhitaryan kommen dem spielintelligenten Deutsch-Türken entgegen: "Mein fußballverrückter Cousin Tolga meint: Wenn Aubameyang auf dem Flügel spielt, ist das perfekt für mich. Ich kannte ihn schon vor seiner Verpflichtung, wusste aber nicht, dass er so schnell ist. Jetzt haben wir mit Aubameyang und Mkhitaryan zwei Spieler mehr, die in die Tiefe gehen können."

Man sähe "als Fußballer, ob jemand was drauf hat oder nicht. Von unseren drei Neuen bin ich absolut überzeugt. Man muss ihnen nur Zeit geben. Sie sprechen die Sprache nicht. Und mit Ausnahme von Sokratis kennen sie die Liga auch nicht so gut", erklärte Sahin weiter.

Champions League wird spannend

Nach dem deutsch-deutschen Finale glaubt Sahin, dass das vor allem "den Spaniern sehr weh getan hat. Das wird eine Reaktion auslösen. Ich bin sicher: Real Madrid und Barcelona werden sehr stark kommen im neuen Jahr." Aber auch die Engländer hätten "eine total verkorkste Champions-League-Saison gehabt. Sie alle werden wieder angreifen. Das macht die Sache für uns deutsche Klubs nicht einfacher", so Sahin.

Zwar bleiben für den 25-Jährigen die Spanier nach wie vor Favorit: "Sie haben den europäischen Fußball in den letzten sechs bis acht Jahren dominiert." Aber auch die Bundesliga sei "auf einem sehr guten Weg und wird weiter eine überrande Rolle spielen" können.

Meisterschaft ein Vierkampf?

Des weiteren hofft Sahin auf eine ausgeglichenere Meisterschaft. "Spanische Verhältnisse" hätte man in der Bundesliga aber nicht zu befürchten. So kommt ihm beispielsweise Bayer Leverkusen "in den Saisonprognosen immer zu schlecht weg. Die sind absolut nicht zu unterschätzen. Auch Schalke stellt ständig den Anspruch, unter die ersten vier zu kommen – und uns anzugreifen. Die Liga wird immer stärker; ich kann mir nicht vorstellen, dass Bayern und Dortmund einsam ihre Bahnen ziehen", so der türkische Nationalspieler abschließend.

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