thumbnail Hallo,
Landon Donovan im Trikot von L.A. Galaxy

Was macht eigentlich... Landon Donovan?

Landon Donovan im Trikot von L.A. Galaxy

Getty Images

Aus den Augen, aus dem Sinn? Nicht bei uns! Wir verraten Euch Woche für Woche, wie sich die Ex-Bundesliga-Stars im Ausland schlagen.

Berlin. Goodbye Deutschland! Spieler kommen und gehen, Spieler wechseln in die Bundesliga und Kicker verlassen Deutschlands höchste Spielklasse. Aber wie geht es den Profis, die nun im Ausland auf Torejagd gehen? Sind sie aufgeblüht oder nur noch Bankdrücker. Haben sie sich prächtig entwickelt, oder folgte ein Karriereknick?

Jeden Dienstag stellt Euch Goal.com im Rahmen von "Was macht eigentlich..." drei Ex-Spieler der Bundesliga vor und zeigt, wie es ihnen an anderer Wirkungsstätte ergeht.

Diego Placente
In der Bundesliga: Von 2001 bis 2005

Vereine in Deutschland: Bayer Leverkusen

Einsätze:
123

Tore:
3

Erfolge:
"Vize-Kusen" 2002
Der perfekte Taktiker

Bei Bayer Leverkusen genoss Diego Placente den Ruf einens großen Taktikers. Sein damaliger Trainer Klaus Toppmöller sagte er hätte ihn "am liebsten aus dem Taktiktraining heimgeschickt", da Placente schon alles wusste.

Mit immerhin drei argentinischen Meisterschaften im Gepäck stieg Diego Rodolfo Placente in den Flieger nach Deutschland. Der Abwehrspieler begann seine Karriere bei den Argentinos Juniors, jenem Klub, wo auch schon Größen des internationalen Fußballs wie Esteban Cambiasso oder Sergio Batista ihre ersten Schritte auf dem Grün taten. Berühmtester Schüler der Juniors war aber ein gewisser Diego Armando Maradona. Keine schlechte Schule, so viel war auch dem jungen Diego klar. Wie "Pibe de oro" auch, wechselte Placente in Argentiniens Hauptstadt, allerdings nicht zu den Boca Juniors, sondern zu River Plate.

In Buenos Aires angekommen, reckte er drei Meistertitel in den Himmel der Republica. Danach suchte er den Weg nach Deutschland und unterschrieb bei Bayer Leverkusen. Hier wurde er schnell Stammspieler und feierte in der Saison 2001/02 die Vize-Meisterschaft, den zweiten Platz im DFB-Pokal und die Finalteilnahme in der Champions League. Er war somit auch Bestandteil der berühmtgewordenen Elf "Vize-Kusens".

Als sein Kontrakt 2005 auslief schlug er ein Angebot des FC Everton aus und wagte das Experiment Celta Vigo, damals frischer Aufsteiger in die spanische Primera Division. Im September 2007 wurde sein Vertrag aufgelöst und er ging zurück in seine Heimat. Nach einem weiteren Stopp in Europa (Bordeaux), spielt er seit Januar 2008 wieder in Südamerika. Seit 2012 steht er bei seinem Jugendverein in Lohn und Brot.

Landon Donovan
In der Bundesliga: Von 2001 bis 2005 und 2009

Vereine in Deutschland: Bayer Leverkusen, FC Bayern München

Einsätze:
13

Tore:
1

Erfolge:
keine Titel im Herrenbereich
Meister mit Leverkusen?

Landon Donovan ging als 17-Jähriger aus seiner Heimat weg und wechselte zu Bayer Leverkusen. Hier wurde er 2000 Meister, allerdings "nur" als A-Junior.

Als junger Spieler wagte Landon Donovan den Sprung über den großen Teich und wechselte aus der verbandseigenen IMG Soccer Academy in Florida in die Jugend von Bayer Leverkusen.

Mit den A-Junioren feierte er die deutsche Meisterschaft. Damals zusammen mit ihm auf dem Platz: Champions-League-Sieger Tom Starke für die Werkself und für den Gegner Werder Bremen lief der heutige Mannschaftsführer der Leverkusener, Simon Rolfes auf. In der Jugend feierte der US-Amerikaner diesen Titel, den Sprung in die erste Mannschaft gelang ihm jedoch nicht. Seine Zeit in der Bundesliga war vor allem von einem Ausleihgeschäft in seine Heimat geprägt. Mit den San Jose Earthquakes holte er zwei Meisterschaften in den USA.

Seit 2005 steht er bei Los Angeles Galaxy unter Vertrag und spielte kurzeitig nochmals in Deutschland für Rekordmeister Bayern München. In den USA wird er vereehrt und ist unter anderen jener Spieler mit den meisten WM-Auftritten und WM-Toren für die US-Amerikaner.

Mark Schwarzer
In der Bundesliga: Von 1994 bis 1996

Vereine in Deutschland: Dynamo Dresden, 1. FC Kaiserslautern

Einsätze:
6

Tore:
0

Erfolge:
DFB-Pokalsieger 1996
Glücklos in Deutschland

Seine Zeit in der Bundesliga stand unter keinem guten Stern. Ein Highlight war zwar der DFB-Pokal-Erfolg 1996 mit den "Roten Teufeln", doch ebenso stieg er in seinen zwei Jahren in der Bundesliga auch zweimal ab.

Von Stuttgart aus gingen Doris und Hans-Joachim Schwarzer 1967 nach Australien. Hier wurde gut fünf Jahre später ihr Sohn Mark geboren, der aufgrund der Herkunft seiner Eltern auch über die deutsche Staatsbürgerschaft verfügt. Bereits früh interessierte sich der kleine Mark für Fußball, vor allem für den deutschen mit seinen Stars Karl-Heinz Rummenigge, Rudi Völler und Toni Schumacher. Vielleicht hat ihn Letztgenannter auch ermutigt eines Tages ins Tor zu gehen. Eines ist sicher, das erste Mal zwischen den Pfosten stand er, weil ihn sein Vater, damals Trainer der Schulauswahl, dorthin beorderte. Es mangelte schlicht an anderen Freiwilligen.

Nach ersten Stationen bei kleineren Klubs in Australien, wagte er 1994, bereits mit Nationalmannschaftsehren ausgestattet, den Schritt in die Heimat seiner Eltern. Er schlug ein Angebot von Borussia Dortmund aus und ging zu Dynamo Dresden, wo er gesetzt zweiter Mann hinter Stanislaw Tschertschessow sein sollte. Beim BVB wäre er nur dritter Mann gewesen, begründete er den Schritt nach Sachsen. Am 22. April 1995 feierte Schwarzer sein Debüt in der Bundesliga. Mit Talent gesegnet, konnte er es in jungen Jahren allerdings nicht immer zeigen und den Abstieg in die zweite Bundesliga auch nicht verhindern.

Schwarzer zog anschließend nach Kaiserslautern weiter, wo er 1996 den DFB-Pokal holte, aber auch zum zweiten Mal in nur zwei Jahren den bitteren Gang in die Zweitklassigkeit antreten musste. Sein nächstes Ziel hieß Englands First Division. Nach knapp sechs Monaten zog es den neuen Publikumsliebling Bradfords in die Premier League zum FC Middlesbrough, feierte mit den "Boros" einen Erfolg im Ligapokal und stieß sogar bis ins UEFA-Pokal-Endspiel vor.

Seit 2008 stand er beim FC Fulham unter Vertrag, wird den Londoner Klub aber nach der Verpflichtung von Maarten Stekelenburg in diesem Sommer verlassen. Ans Aufhören denkt der Rekordnationalspieler Australiens aber noch lange nicht: "Es war für mich keine große Überraschung und ich werde mich jetzt nach einem neuen Klub umsehen."

In der Premier League kann er auf die meisten Einsätze eines nicht-britischen Spielers zurückblicken und liegt in der Einsatztabelle der englischen Liga auf Rang acht.

Folge Fabian Biastoch auf

EURE MEINUNG: Wohin könnte Mark Schwarzer wechseln?

Bleibe am Ball und sei Teil des größten Fußball-Netzwerkes der Welt: Folge Goal.com auf
oder werde Fan von Goal.com auf !

Dazugehörig