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Fußballfans aus aller Welt blicken gespannt nach Wembley. Auch die internationalen Medien haben die beiden deutschen Finalteilnehmer unter die Lupe genommen.

London. Vor dem Champions-League-Finale zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund blickt die internationale Medienwelt gespannt auf die deutschen Teams. Goal.com liefert einen Überblick zu den Pressestimmen im Vorfeld des Duells in Wembley.

Italiens Sportblatt Corriere dello Sport blickt auf den einzigen italienischen Protagonisten auf dem Spielfeld: Schiedsrichter Rizzoli. Dieser ist der erste italienische Referee in einem Champions-League-Finale seit 2000. Ebenso sei er bereits im vergangenen Jahr für das Endspiel zwischen Bayern und Chelsea vorgesehen worden und erst wenige Wochen zuvor aufgrund einer schwerwiegenden Fehlentscheidung im Mailänder Derby aussortiert worden.

Kagawa und Kurt Landauer in den englischen Medien

Die englische The Sun lässt den Ex-Dortmunder Shinji Kagawa zu Wort kommen. Der 24-Jährige möchte im nächsten Jahr mit seinem Team Manchester United das Finale erreichen, auch weil sein alter Verein ihn "inspiriert und motiviert" habe. Zudem berichtet der japanische Star, dass er jedes Spiel des BVB verfolgt habe und nach jeden Sieg seine ehemaligen Kollegen beglückwünschte.

Die britische Daily Mail porträtiert die Geschichte des FC Bayern seit der Zeit des Nationalsozialismus, als der jüdische Präsident des Vereins, Kurt Landauer, auf Druck des Nazi-Regimes zurücktreten musste und später in Konzentrationslager Dachau verschleppt wurde.

Die New York Times entschied sich im Vorfeld für einen Bericht über die Champions-League-Hymne, 1992 komponiert von Tony Britten. Der Komponist von Werbe-Jinglen berichtet, dass der Auftrag damals für ihn einer wie jeder andere gewesen wäre und ihn etwa einen Monat Arbeit beansprucht hätte. Das Stück, das auf Georg Friedrich Händels "Zadok the Priest" von 1727 basiert, ist in den drei offiziellen Sprachen der UEFA verfasst und wird zum 21. Mal bei einem Champions-League-Finale erklingen.

Klopp: "Das hier ist kein Supermarkt"

In der spanischen Sportzeitung AS erscheint eni Interview mit Jürgen Klopp. Der Dortmunder Choach äußert sich unter anderem über das Interesse an seinen Spielern Gündogan und Hummels: "Die ganze Welt will unsere Stars. Aber das hier ist kein Supermarkt." Ebenso berichtet er, dass er seinen Spielern Bilder vom Torjubel der Barca-Mannschaft zeigt: "Obwohl sie alles gewonnen haben in den letzten Jahren, sind sie immer noch hungrig und feiern jeden Treffer wie verrückt. Ein Vorbild für jeden Fußballspieler."


Die spanische Sportzeitung Marca stellt in einer Umfrage die Spieler von Dortmund und Bayern gegenüber. Obwohl die Leser in den meisten Duelle die Münchener Spieler stärker einschätzen, gewinnt ein Borusse seinen Vergleich am deutlichsten: 89,2% der spanischen Leser halten Lewandowski für stärker als Bayerns Stürmer Mandzukic.

Das dritte spanische Sportblatt El Mundo Deportivo bietet im Videoformat einen Vorbericht, bei dem die halbe Redaktion zu Wort kommt. Hier zweifelt zum Beispiel Vize-Chef Francesc Aguilar an den Worten Beckenbauers, dass Bayern, wenn sie normal spielen, nicht zu schlagen seien: "Wenn ein Team Bayern schlagen kann, dann ist es Borussia Dortmund."

Das Finale der Champions League ist die Henne, die später goldene Eier legen soll"

Malaga Hoy fokussiert den wirtschaftlichen Aspekt des Spiels, denn das deutsche Finale sei "die Henne, die später goldene Eier legen soll". Schließlich steige auch mit diesem Spiel das Interesse am deutschen Fußball unheimlich. Marketingexperten analysieren die zukünftigen Vermarktungsmöglichkeiten der Bundesliga durch die gesteigerte Aufmerksamkeit.

Argentiniens tägliche Sportzeitung Ole liefert in diesen Tagen zweimal ausführliche Analysen und Statistiken zu den beiden deutschen Finalteilnehmern. Heynckes' Team beschreibt man als "Beispiel für Organisation, konstantem Druck, schnellem Umschalten auf die Defensive, hohem Ballbesitz und gleichzeitiger Konterstärke". Dazu komme eine bewundernswerte körperliche Fitness.
Bei Jürgen Klopps Mannschaft schwärmt Ole von der Intensität sowohl in der Offensive, wie auch in der Defensive. Schlüssel zum Erfolg sei dabei die hohe Laufbereitschaft der Spieler, die zudem den Gegner bei Ballbesitz immer mit zwei Mann angreifen.

Brasiliens größte Tageszeitung O globo berichtet über das englischsprachige Werbevideo des BVB "One Club. One Game. One Dream." Zwar irrt man sich, in dem man Dortmund in Norddeutschland verortet, erinnert dafür aber richtig an Dortmunds letzten internationalen Erfolg, als das Team 1997 nach dem Gewinn der Champions League auch im Weltpokal gegen Cruzeiro Belo Horizonte aus Brasilien triumphierte.

Bayerns Brasilianer auf der Bank: Marcelo Martins

Folha de Sao Paulo berichtet über den brasilianischen Fitnesstrainer der Bayern. Marcelo Martins, nicht zu verwechseln mit dem ehemaligen Stürmer des SV Werder Bremen, kam 2008 mit Jürgen Klinsmann aus den USA an die Säbener Straße. Nach dieser Spielzeit will Martins allerdings in seine Heimatstadt Rio de Janeiro zurückkehren, um in der Nähe seines alleinstehenden und erkrankten Vaters zu leben.

Yahoo-Spanien berichtet über Deutschlands Hassliebe zu Wembley.  Das Webportal erinnert an die Auftritte der Nationalmannschaft, die legendäre Niederlage im WM-Finale 1966 sowie aber auch an  den Halbfinalsieg gegen England 30 Jahre später beim Sieg der Europameisterschaft.

Solskjaers Trikot als Glücksbringer für den BVB

Eurosport Espana hat Dortmunds Glücksbringer im Vereinsmuseum entdeckt: Das Trikot von Ole Gunnaer Solskjaer von 1997, als der BVB im Halbfinale gegen Manchester United antrat. Schließlich war es eben jener Solskjaer, der Bayerns Last-Minute-Niederlage 1999 im Finale der Champions League besiegelte.

Depor.pe informiert, dass Bayerns Stürmer Claudio Pizarro über seinen Twitter-Account ein Finalticket unter seinen peruanischen Landsleuten in London verlost.

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