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Am Samstag spielt der BVB das CL-Finale und kann den großen Helden von '97 nacheifern. Roman Weidenfeller und sein Team werden dennoch unbeschwert ins Spiel gehen.

Dortmund. Roman Weidenfeller nahm sich vor dem Finale der Champions League in Wembley Zeit für ein ausführliches Interview und sprach über die Fehler von Borussia Dortmund an den letzten Spieltagen der Bundesliga, seinem neuen Standing national wie international und warum er im Eins-gegen-Eins die Nerven behalten kann. Außerdem mache es ihn stolz, dass inzwischen schon über eine Wahl zum Welttorhüter spekuliert wird.

Borussia Dortmund geht laut Roman Weidenfeller ohne Sorgen in das Finale: "In London wartet ein anderer Wettbewerb auf uns. Die Bundesliga ist abgeschlossen. Wir sind Zweiter geworden, das ist nach zwei Meisterschaften absolut positiv. Und diese Stimmung nehmen wir mit ins Finale. Wer sich dafür qualifiziert, hat es auch verdient", sagte er gegenüber kicker. Sorgen wegen der letzten Patzer in der Liga macht sich der Keeper nicht: "Wir streichen die Bundesliga komplett aus unserem Kopf. Aber natürlich sind wir selbstkritisch genug zu sagen, dass in den letzten zwei Begegnungen einiges gefehlt hat."

Statistik hin, Statistik her

Von Statistiken hält Roman Weidenfeller nicht viel. Er nehme sie "mit einem Auge wahr". Auch dass die Bayern neun Finals schon verloren haben, sage seiner Meinung nach "nichts über den Ausgang dieser Partie aus." Gute Vorbereitung ist am wichtigsten: "Natürlich setze ich mich intensiv mit den besten Schützen des Gegners auseinander. Wir haben umfangreiches Videomaterial, das im Vorfeld noch einmal gezeigt wird. Außerdem kennen wir die Bayern aus vielen Vergleichen. Wir werden gut vorbereitet sein."

Besonders zeichneten Weidenfeller diese Saison die Eins-zu-Eins-Situationen aus. Oft genug hielt er mit Seelenruhe den Kasten der Dortmunder frei: "Vieles hängt vom Gespür für die Situation ab. Ich habe den Bruchteil einer Sekunde Zeit, abzuwägen, ob ich stehen bleibe oder reagiere. Auch die Antrittsschnelligkeit kann darüber entscheiden, ob ich die Situation rechtzeitig bereinige."

Welttorhüter? Erstmal Fußball, bitte

Wo steht Roman Weidenfeller heute? Sein Image hat sich gewandelt. "Ich erfahre heute eine viel größere Anerkennung als noch vor ein paar Jahren. Trotz allem habe ich mich dem dynamischen Entwicklungsprozess der jungen Mannschaft angepasst." Nach seinen bemerkenswerten Auftritten in der Königsklasse wird sogar schon über die Wahl zum Welttorhüter spekuliert. Für Weidenfeller ist das erst einmal kein Thema: "Diese Einschätzung treffen andere. Allein, dass mir diese Frage überhaupt gestellt werden kann, macht mich unheimlich stolz. Ich lasse alles auf mich zukommen. Und erst einmal steht noch ein unglaublich wichtiges Spiel an."

EURE MEINUNG: Weidenfeller - der kommende Welttorhüter?

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