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Lahm: Zwei deutsche Teams im Finale? Für uns eine Nebensache!

Bayerns Kapitän lässt sich von der schwarz-rot-goldenen Euphorie rund um das deutsche Finale nicht mitreißen. Er will gewinnen - und auch die WM 2014 hat er bereits im Visier.

Zürich. Für Philipp Lahm vom FC Bayern München ist die Tatsache, dass es in diesem Jahr in der Champions League zu einem deutschen Finale kommt, nebensächlich. Er fordert von seiner Mannschaft eine sichere Defensive, lobt Trainer Jupp Heynckes und blickt bis zur WM 2014 in Brasilien in die Zukunft.

Lahm: Trainer Heynckes hat alles Stars ruhig halten können

Trainer Heynckes sei im gesamten Saisonverlauf mit dem Team "außergewöhnlich ruhig umgegangen", so Lahm, der wenige Tage vor dem wichtigsten Spiel des Jahres zu Gesprächen über seine soziale Stiftung in Zürich weilte und sich den Fragen von FIFA.com stellte. Dass in einem Spitzenkader, wie die Bayern ihn haben, auch mal ein Star auf der Bank Platz nehmen muss, sei dank Heynckes kein Problem gewesen: "Jeder Akteur hatte das Gefühl, dass er wichtig für die Mannschaft ist. Nur so kann man in drei Wettbewerben erfolgreich Fußball spielen."

Um im Endspiel die Borussen zu besiegen, müsse trotz der Favoritenrolle "alles passen", denn in solchen Duellen entscheide häufig die Tagesform, versichert Lahm. Dabei sei es wichtig "defensiv gut" zu arbeiten, wie es die Mannschaft bereits die ganze Saison über getan habe.

Deutsches Finale? "Schön für den deutsche Fußball"

Dass es in diesem Jahr erstmals zu einem deutsch-deutschen Finale in der Champions League kommt, sei "schön für den deutschen Fußball", aber für die Spieler "eine Nebensache". Dennoch ist der generelle Aufstieg des deutschen Fußballs auch Philipp Lahm nicht verborgen geblieben: "Das Umdenken in Richtung Nachwuchs- und Jugendarbeit hat bereits vor einigen Jahren begonnen. Unsere Jugendzentren sind immer professioneller geworden, dadurch kommt die Entwicklung."

Auch der Nationalmannschaft bescheinigt er einen "sensationellen Kader". Im Hinblick auf die Weltmeisterschaft in Brasilien im kommenden Jahr freue er sich darauf, um den Titel mitspielen zu können. Aber bei aller Euphorie weiß der Außenverteidiger: "Ob es am Ende in Brasilien zum Titelgewinn reichen wird, hängt von vielen Kleinigkeiten ab."

"Der Fußball vereint die Menschen"

Für Lahm persönlich sei die Möglichkeit als Fußballer zu arbeiten ein Traum, denn er "liebe diesen Sport". Um benachteiligten Kindern Zugang zu Sport und Bildung zu ermöglichen, hat er 2007 die "Philipp-Lahm-Stiftung" gegründet. Hier werden Kinder in Deutschland, Südafrika und Mosambik gefördert: "Der Fußball vereint die Menschen. Überall auf der Welt wird gerne Fußball gespielt", so der 29-jährige. In den Projekten werde aber nicht nur gekickt, sondern ebenso stehe die gesunde Ernährung und die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder im Vordergrund.

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