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Ottmar Hitzfeld: FC Bayern im Champions League-Finale 60:40-Favorit

Ottmar Hitzfeld räumt dem FC Bayern im Champions-League-Finale die größeren Chancen ein. Zudem sei das deutsche Finale kein Zufall: die Bundesliga habe aufgeholt.

London. "Der FC Bayern ist aufgrund dieser Bundesligasaison 60:40 Favorit", sagte Ottmar Hitzfeld im Interview mit dem Kicker und mutmaßte: "Vielleicht ist Bayern um zehn Prozent stärker."

"Die Münchner haben Borussia Dortmund wieder klar den Rang abgelaufen", so der Nationaltrainer der Schweiz, der über das Finale der Königsklasse sagte: "Für die Bayern wäre da eine Niederlage gegen Dortmund fatal."

Spanischer Final-Gegner wäre einfacher

"Für Bayern wären Real Madrid oder Barcelona im Finale leichter gewesen, allein schon wegen der Favoritenrolle", sagte Hitzfeld und betonte: "Bayern kann den größten Erfolg der Vereinsgeschichte feiern und einen Konkurrenten klar hinter sich lassen, national wie international."

"Wenn das nicht gelingt, ist die Enttäuschung riesig", so der Erfolgstrainer, der mit dem BVB (1997) und den Bayern (2001) die Champions League gewann. Die Generation um Lahm und Schweinsteiger "hätte es jetzt verdient". Besonders die Neiderlage im Finale 2012 gegen Chelsea wirke noch nach: "Man kann es nur mit Titeln verarbeiten."

Hitzfeld: FC Bayern stabiler als BVB

"Offensiv haben beide Teams große Qualitäten", blickte Hitzfeld auf die Begegnung am 25. Mai in London voraus und sagte: "Ein Finale entscheidet aber oft die generelle Stabilität, da machen die Bayern den besseren Eindruck."

Die Erfahrung spiele ebenfalls eine Rolle, so Hitzfeld mit Blick auf seinen Trainerkollegen Jupp Heynckes, der 1998 mit Real Madrid in der Champions League triumphierte. "Wenn man das schon erlebt hat, weiß man, was auf einen zukommt und kann besser mit Druck umgehen." Doch auch Jürgen Klopp habe seine Vorzüge: Er sei "unverbraucht und hat weniger zu verlieren."

Zur brisanten Personalie Mario Götze sagte Hitzfeld: "Er verkörpert jetzt schon Weltklasse, das geht nur mit einer starken Psyche." Götze wechselt nach der Saison zu den Bayern und absolviert im Wembley-Stadion sein letztes Spiel für den BVB - ausgerechnet gegen den neuen Arbeitgeber. "Das ist eher Motivation für ihn", so Hitzfeld.

Generell attestierte der 64-Jährige, dass die rein deutsche Finalpaarung kein Zufallsprodukt sei. Mit Blick auf die Halbfinalpartien gegen Real und Barca sagte Hitzfeld: "In Europas Vereinsfußball ist eine Wachablösung erfolgt"

"Diese Saison muss nun bestätigt werden - und damit rechne ich fest. Der deutsche Fußball ist im Vormarsch", ist Hitzfeld überzeugt.

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