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"Mal sehen": Angeschlagener Götze bangt ums Finale

Mario Götze hat gegen Real Madrid einen Muskelfaserriss erlitten. Der 37-Millionen-Transfer wird am Samstag gegen seinen künftigen Klub fehlen - und vielleicht auch im CL-Finale.

Madrid. Mario Götze suchte Trost in den Armen von Jürgen Klopp, dann verschwand er mit gesenktem Kopf in den Katakomben des Bernabéu-Stadions. Ganze 14 Minuten dauerte für den 20-Jährigen das Halbfinal-Rückspiel bei Real Madrid, nach Schlusspfiff schlich er mit traurigen Augen und der Baseball-Kappe tief im Gesicht in Richtung Mannschaftsbus.

"Mal sehen. Weiß ich noch nicht", war sein einziger Kommentar über seine Verletzung in einem Spiel, das im schlechtesten Fall sein letztes für Borussia Dortmund gewesen war.

Drei bis fünf Wochen Pause zieht ein Muskelfaserris in der Regel nach sich, am Samstag (18.30 Uhr/Sky und Liga total!) gegen seinen künftigen Verein Bayern München wird der 37-Millionen-Euro-Transfer sicher fehlen. Und mit viel Pech auch im Champions-League-Endspiel am 25. Mai in Wembley. "Es wird für alles eng", sagte Trainer Klopp, der schon im Spitzenspiel am Samstag improvisieren muss: "Wir müssen schauen, wen wir auf den Platz stellen können. So viele sind das nicht mehr."

Immerhin: Auf seiner Facebook-Seite, wo Götze nach Bekanntgabe seines Wechsels noch übel beschimpft worden war, sammelten sich am Mittwoch in kürzester Zeit zahlreiche Genesungswünsche. "Gute Besserung! Die Physios werden es schon richten!!", hieß es dort, oder: "Werd ein ganz Großer - egal wo und danke für die schönen Jahre." Götze postete ein Foto aus der Kabine, auf dem er schon wieder ein wenig lächeln konnte. In der Hand: Ein T-Shirt mit der Aufschrift "Wembley calling!".

Überhaupt scheint der Sturm der Entrüstung rund um den Abschied in Richtung München ein wenig abgeflaut. Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Stern hat die große Mehrheit der Deutschen sogar Verständnis für den Schritt: 71 Prozent der Befragten äußerten Verständnis, unter den Fußballbegeisterten stimmen sogar 81 Prozent zu.

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Vor der Reise nach Madrid war Götze noch voller Tatendrang. "Ich freue mich auf das Spiel. Es gibt Schlimmeres, als mit einem 4:1 nach Madrid zu fahren", diktierte er in die Mikrophone. Doch die Partie war erst wenige Minuten alt, als Götze sich plötzlich an den linken Oberschenkel fasste, zur Seitenlinie humpelte und seinen Trainern und Betreuern unmissverständlich zu verstehen gab: Es geht nicht mehr. Zunächst lautete die kurzfristige Diagnose noch Zerrung, nach dem Spiel sprach Klopp erstmals von einem Muskelfaserriss.

Für den Edeltechniker Götze kam Kevin Großkreutz aufs Feld, mit dem der BVB Reals Sturmlauf aufhielt, so gut es ging. Allerdings auf Kosten weiter Blessuren: Kurz vor Schluss musste Sven Bender nach einem Tritt des Kroaten Luka Modric gegen den linken Knöchel minutenlang auf dem Feld behandelt und von Sanitätern mit der Trage vom Platz getragen werden. Neue Sorgen für Klopp ausgerechnet vor den wichtigsten Wochen der Saison.

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