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Borussia Dortmund: Real Madrid im Visier, Wembley in Sichtweite

Die Vorbereitung auf das Halbfinale-Rückspiel in der Champions League gegen Real Madrid sind bereits in Gange.

Dortmund. Madrid im Visier, Wembley in Sichtweite - die Anspannung vor einem der wichtigsten Spiele der Vereinsgeschichte von Borussia Dortmund ist allerorten greifbar. Schon auf der Rückfahrt nach dem Liga-Pflichtsieg bei Fortuna Düsseldorf (2:1) kreisten die Gedanken von Jürgen Klopp auschließlich um Real Madrid. "Denn das wird kein Spaziergang, und wir müssen alles tun, dass es auch für den Gegner kein Spaziergang wird. Wir werden uns entsprechend vorbereiten", sagte der Trainer von Borussia Dortmund mit Blick auf das Halbfinal-Rückspiel der Champions League am Dienstag.

Die Konzentration auf das Highlight im Estadio Santiago Bernabeu, wo nach dem 4:1 im Hinspiel der zweite Einzug ins Finale der Königsklasse nach 1997 winkt, stellte die Schlagzeilen um den Transfer von Mario Götze zum möglichen Endspiel-Gegner Bayern München sowie die Spekulationen um einen eventuellen Abschied von Robert Lewandowski in den Hintergrund. "Wir konzentrieren uns auf das, was wir beeinflussen können. Denn wir sind noch nicht durch. Alles andere werden wir sehen", meinte Kapitän Sebastian Kehl.

Watzke äußert sich zu Personal-Diskussionen

Um den Trubel von der Mannschaft fernzuhalten, äußerte sich Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke am Wochenende zu den Personal-Diskussionen in diversen Gazetten. "Da wird ein Wahnsinn verbreitet, dass es einem manchmal schlecht wird. Aber diesen Geist kriegen wir alle nicht mehr in die Flasche", wurde der BVB-Boss in den Blättern der WAZ-Gruppe zitiert.

"Im Übrigen finde ich es befremdlich, dass in der Öffentlichkeit einen Tag nach einer Jahrhundertleistung, einem 4:1 gegen Real Madrid, eine Mannschaft, die dreimal so teuer ist wie unsere, nur noch darüber geredet wird, welche Spieler uns möglicherweise verlassen", kritisierte Watzke.

Klopp hat nur Real im Kopf

Coach Klopp bestätigte, dass seine "intelligente Mannschaft" das alles mit der Aussicht auf einen großen Coup nicht groß tangiere und sie auf Madrid fokussiert sei. "Ich habe nur noch Real im Kopf", bestätigte Kehl.

Klopp beschäftigte vielmehr die Sorgen um die angeschlagen Stammkräfte Lukasz Piszczek (Adduktoren-Zerrung), Ilkay Gündogan (Nacken-Beschwerden) und Götze (Hüftprobleme), die zum Gastspiel in Düsseldorf erst gar nich angereist waren. Besonders im Fall Piszczek könne es eng werden. Letzte Tests beim Abschlusstraining am Montagabend in Madrid sollen Aufschlüsse geben. Am Sonntagmorgen absolvierte der Pole ein leichtes Lauftraining.

In Düsseldorf gönnte er zumindest Jakub Blaszczykowski, Torschütze zum 2:0 nur 62 Sekunden nach seiner Auswechselung, Marco Reus und auch Lewandowski noch einen gut halbstündigen Einsatz. Doch für Lewandowski, gegen Real am vergangenen Mittwoch gleich vierfach erfolgreich, reichte es nicht, um seine Serie fortzusetzen. Der Pole geht mit zwölf Liga-Spielen in Folge, in denen er zumindest jeweils einmal traf, in die Statistik hinter dem legendären Gerd Müller (16 Spiele) ein.

"Man muss es ja nicht übertreiben. Ohnehin wird es in den nächsten fünf Jahren keinen geben, der die Serie knackt", meinte Klopp lapidar und hofft vielmehr auf die Treffsicherheit von Lewandowski in Madrid. Ein Auswärtstor würde wohl das sichere Ticket in Richtung London zum Finale am 25. Mai bedeuten.

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