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Borussia Dortmund auf dem Weg ins Finale: „Haben einfach unser Spiel gespielt“

Die Vorzeichen waren nicht gut – und trotzdem wurde es für den BVB ein jetzt schon legendärer Europapokal-Abend. Vier Tore gegen Real hätte niemand für möglich gehalten.

Dortmund. Eine Niederlage wäre für Borussia Dortmund leicht zu erklären gewesen. Die Unruhe nach der Bekanntgabe des Wechsels von Mario Götze zu Bayern München hätte als Rechtfertigung dienen können, die gestörte Konzentration vor dem großen Halbfinal-Spiel in der Champions League gegen Real Madrid. Doch es kam alles ganz anders – und damit viel besser für den BVB, der mit einem 4:1 (1:1) einen Riesenschritt in Richtung des Endspiels im Londoner Wembley-Stadion machte.

Können statt Glück

Es war eine überragende Leistung der Dortmunder gegen die „Königlichen“ – und doch nur die Hälfte der Arbeit auf dem Weg ins Finale, wie die BVB-Spieler hinterher in der Mixed Zone betonten. „Wir haben heute nur einen Schritt gemacht“, erklärte Stürmer Robert Lewandowski, der selbst auf dem Weg zur internationalen Anerkennung als Weltklasse-Stürmer gleich mehrere Riesensätze machte. Vier Tore gelangen dem Polen, wobei „gelingen“ eher das falsche Verb ist, denn mit Glück hatten seine Treffer viel weniger als mit Können zu tun. Lewandowski machte seine Tore einfach.

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„Richtig geil“

„Das war überragend – aber nicht nur für mich, sondern für die ganze Mannschaft. Das war richtig geil“, freute sich Lewandowski über seinen historischen Abend. „Im Halbfinale vier Tore, das passiert nicht oft. Das war ein tolles Spiel von Robert“, lobte auch Jakub Blaszczykowski seinen Teamkollegen. Lewandowski rettete mit seinem Viererpack auch BVB-Innenverteidiger Mats Hummels vor dem ganz großen Grübeln, denn der Patzer des Abwehrspielers ermöglichte Real kurz vor der Pause das 1:1 – und damit den einzigen Stimmungskiller an einem schwarz-gelben Jubelabend.

„Wir sind zurückgekommen“

Nach der Pause gab der BVB Gas und Lewandowski traf noch drei Mal. „Nach dem Schlag vor der Halbzeit haben viele gedacht, dass Real jetzt für die zweite Halbzeit richtig im Spiel ist, aber wir sind zurückgekommen“, sagte Blaszczykowski hinterher und fügte hinzu: „Wir haben einfach unser Spiel gespielt.“ Das Dortmunder Spiel war an diesem Abend zu viel für Real, aber entschieden ist das Duell um den Final-Platz damit noch nicht. Und das betonten auch die Dortmunder Kicker.

Schwer vorstellbar

„Wir haben die Erfahrung schon machen können, dass wir dort gespielt haben. Es wurde in der zweiten Halbzeit mit den Fans von Madrid im Rücken wirklich unangenehm“, erinnerte sich auch Linksverteidiger Marcel Schmelzer an den Druck der „Königlichen“, die beim 2:2 in der Gruppenphase in der zweiten Hälfte einen Rückstand aufholten. Jetzt benötigt Real mindestens drei Tore, um die Dortmunder noch ausschalten zu können. Das ist grundsätzlich durchaus möglich für Madrid, aber nach dem Mittwochabend schwer vorstellbar.

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