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Im Vorfeld des ersten Akts der deutsch-spanischen Halbfinals in der Champions League ist Ottmar Hitzfeld optimistisch und weiß, worauf es für die Bayern ankommt: Messi stoppen.

München. Ottmar Hitzfeld hat als Vereinstrainer sowohl den FC Bayern München als auch Borussia Dortmund zum Champions-League-Titel geführt. Vor den Halbfinal-Hinspielen der deutschen Top-Klubs gegen den FC Barcelona und Real Madrid nahm der Schweizer Nationaltrainer Stellung zum Duell der Bayern mit den Katalanen und der Aussicht auf ein deutsches Endspiel.

„Die Chancen sind intakt. Das sind zwei Duelle auf Augenhöhe“, zeigte sich Hitzfeld im Interview mit der tz überzeugt, dass es am 25. Mai zu einem deutschen Finale in Wembley kommen könnte. Während der BVB gegen Real „nichts zu verlieren“ habe, elektrisiert den 64-Jährigen besonders der Vergleich zwischen den Bayern und Barca.

„Der Moment ist gekommen, da eine Wachablösung im europäischen Fußball stattfinden kann“, sieht Hitzfeld gute Voraussetzungen für den Finaleinzug des deutschen Rekordmeisters. „Bayern wirkt frischer und auch hungriger. Sie haben in den letzten Jahren keinen Titel geholt.“

Hitzfeld: FC Bayern im Finale Favorit

Sollten sich die Bayern durchsetzen, stünden sie „an Nummer eins in Europa. Dann hätten sie Barcelona überholt“, sagte Hitzfeld über die Bedeutung eines Weiterkommens und fügte an: „Natürlich wäre Bayern dann auch Favorit im Finale.“

Doch Hitzfeld warnte vor zu viel Optimismus: „Barcelona ist eine Mannschaft, die zu allem fähig ist, sie spielt seit Jahren auf hohem Niveau.“ Vieles sei bei den Katalanen abhängig von Weltfußballer Messi, so der CL-Sieger von 1997 und 2001: „Messi macht 30 bis 40 Prozent des Erfolges aus bei Barcelona.“

„Man muss ein Netz spinnen um Messi“

Als Beispiel nannte Hitzfeld das Viertelfinal-Rückspiel gegen Paris Saint-Germain: „Ohne Messi hatte Barca selbst zu Hause große Probleme.“ Messi kam nach einer Stunde beim Stand von 0:1 ins Spiel - letztlich krampften sich die Spanier durch ein 1:1 ins Halbfinale. Hitzfeld: „Mit ihm steigerten sich plötzlich auch die Mitspieler um 30 Prozent.“

„Man muss ein Netz spinnen um Messi, in dem er sich verfängt“, so Hitzfeld, der beschrieb, wie man den Argentinier in den Griff bekommen kann: „Es kommt auf die Laufarbeit der gesamten Mannschaft an.“

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