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Mesut Özil spricht im Interview über das Champions-League-Halbfinale gegen Borussia Dortmund, seine Teamkollegen Cristiano Ronaldo und Iker Casillas und seine eigene Entwicklung.

Madrid. Am kommenden Mittwoch steigt das zweite Champions-League-Halbfinale zwischen Borussia Dortmund und Real Madrid. Der Mittelfeldregisseur der Königlichen, Mesut Özil, gab nun im Interview die Marschrichtung für die kommenden Partien vor: „Wir sind Real Madrid – und das wollen wir auch zeigen. Wir richten uns nicht nach dem Gegner, sondern wollen unser Spiel durchziehen. Wir fahren nach Dortmund um zu gewinnen – und wollen uns erst gar nicht aufs Rückspiel verlassen“, sagte er vollmundig.

Nach zuletzt zwei verlorenen Halbfinals gegen Barcelona und Bayern soll es im dritten Anlauf endlich mit der Endspielteilnahme klappen: „Das Finale ein drittes Mal zu verpassen, wäre schon ziemlich blöd. Dieser Knoten muss unbedingt platzen. Deshalb wird jeder von uns 200 Prozent geben. Wir arbeiten das ganze Jahr schon auf diesen Finaleinzug hin“, gab Özil im Kicker zu.

Werden ein anderes Real erleben

Zwar konnte Madrid in der Gruppenphase keines der Spiele gegen die Dortmunder gewinnen, doch Özil ist sich sicher, dass wir ein besseres Real sehen werden: „Jetzt sind wir noch einmal reifer geworden, haben zuerst Manchester und danach Galatasaray ausgeschaltet. Wir wollen unbedingt die Champions-League gewinnen. Wenn man sich unseren Kader anschaut, haben wir ganz klar die Qualität, jeden Titel zu holen“, erklärte er.

In Bezug auf die aktuelle Form der beiden Mannschaften sagte der 24-Jährige: „Zuletzt im Viertelfinale gegen Malaga hat man gesehen, welche Probleme sie (Borussia Dortmund, Anm.d. Red.) plötzlich bekamen. Für uns bei Real läuft es jetzt seit Monaten sehr gut, in den letzen Wochen klappte fast alles.“

Leben Legenden oder die Einfachheit des Fußballs

Zu den medialen Dauertehmen bei den Königlichen gehören vor allem auch die Absetzung von Iker Casillas als Stammtorhüter und die Zukunftsplanungen von Cristiano Ronaldo. Doch Özil sieht das Ganze „Theater“ sehr professionell: „Das darf uns Spieler nicht interessieren. Wir sind Profis. Wenn der Schiri anpfeift geht es nur darum: das Spiel bestimmen, das Spiel gewinnen, Titel holen. Deshalb sind wir alle bei Madrid“, erklärte der Deutsch-Türke.

Dass Cristiano Ronaldo „einer der besten Spieler, wenn nicht der Beste der Welt“ ist und Casillas „eine lebende Legende“, gab Özil ohne Umschweife zu. „Der Trainer entscheidet jedoch, wer spielt und wenn man Erfolg haben will, muss man das akzeptieren. Um so gut miteinander spielen zu können, muss man als Gruppe einen guten Zusammenhalt haben. Und den haben wir. Intern sind wir eine Familie“, erklärte Özil auf die Frage, ob die Dauer-Querelen im Team die Leistung beeinflussen.

Den nächsten Schritt machen

Auffällig war, dass Özil in den letzten Wochen sich auch vermehrt in die Torschützenliste der Madrilenen eintragen konnte. Zuletzt traf er gleich doppelt beim 3:1-Sieg über Betis Sevilla. „Wir haben den Torabschluss oft trainiert, das macht einen selbstbewusster vor dem Tor. Im Moment macht es einfach sehr viel Spaß in dieser Mannschaft zu spielen. Aber ich gebe weiterhin lieber Vorlagen, spiele gerne die entscheidenden Pässe“, beschrieb er seine eigenen Vorstellungen.

Madrid und Özil scheinen also in bestechender Form für das Hinspiel in Dortmund zu sein. Bleibt abzuwarten, welche Maßnahmen sich der BVB gegen den Spielmacher einfallen lassen wird. In seiner aktuellen Form wird das eine Schlüsselaufgabe für die Borussia.

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