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Geht es nach Bundestrainer Jogi Löw, stehen alle Teams im Champions-League-Halbfinale auf einer Ebene. Eine Vorherrschaft von spanischen und deutschen Klubs sieht er aber nicht.

Berlin. Fußball-Bundestrainer Joachim Löw kann in den deutsch-spanischen Halbfinal-Duellen in der Champions League keinen Favoriten erkennen.

„Keines dieser Teams ist als der schwächste Klub auszumachen. Jetzt kommt es auf Kleinigkeiten an“, sagte Löw in einem Interview mit der Tageszeitung Die Welt und widersprach damit Münchens Präsident Uli Hoeneß, der Borussia Dortmund als schwächste Mannschaft ausgemacht hatte.

Eine generelle Tendenz sieht der Bundestrainer im binationalen Halbfinale nicht. „Ich bin sicher, dass die Engländer mit Vereinen wie Manchester United und FC Chelsea bald wieder ganz vorne mit dabei sein werden. Und auch die Italiener sind in den vergangenen zwei, drei Jahren wieder besser geworden“, sagte der 53-Jährige. Zudem dürfe man Paris St. Germain nicht vergessen.

Unterschiede ideologisch, nicht national

Überhaupt schätzt Löw die Paarungen weniger als Nationenduelle, sondern eher als ideologisches Duell: „Beide Vereine haben unterschiedliche Philosophien. Real zum Beispiel legt immer viel Wert darauf, große Stars in den Verein zu holen. Barcelona versucht, 80 bis 90 Prozent seines Kaders mit selbst ausgebildeten Spielern zu füllen.“ Die Ausrichtung in München und Dortmund sei ähnlich unterschiedlich.

Auch auf Nationalmannschaftsebene rechnet der Bundestrainer nicht mit einem dauerhaften Zweikampf zwischen Deutschland und den Iberern. „Es wäre völlig verkehrt, nur noch in Spanien den einzigen Kontrahenten zu sehen“, sagte Löw. In Europa seien England, Italien, Spanien, Frankreich und die Niederlande „auf Augenhöhe“, ebenso Brasilien und Argentinien.

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