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Lionel Messi humpelt mit dem FC Barcelona ins Halbfinale - Weltfußballer als „Retter“ gefeiert

Lionel Messi humpelt mit dem FC Barcelona ins Halbfinale - Weltfußballer als „Retter“ gefeiert

Lionel Messi y David Beckham. Barcelona-PSG

Barca hat sich zum sechsten Mal in Folge für das Halbfinale der Champions League qualifiziert. Gegen Paris musste der angeschlagene Lionel Messi aber den rettenden Joker spielen.

Barcelona. Der Auftritt von Lionel Messi war kurz, aber spektakulär. Der Weltfußballer humpelte auf den Rasen, reanimierte den Patienten FC Barcelona, verhalf ihm zum 1:1 (0:0) gegen Paris St. Germain und damit zum sechsten Einzug ins Halbfinale der Champions League in Folge. Die Medien feierten den Argentinier euphorisch als „Retter“, und Radio Marca kam zu der Erkenntnis: „Der beste Fußballer der Welt ist Messi, der zweitbeste ein hinkender Messi.“

Barcelona war nach dem 2:2 im ersten Duell im Viertelfinal-Rückspiel gegen die Franzosen durch Javier Pastore mit 0:1 (50.) in Rückstand geraten, bevor Trainer Tito Vilanova seinen von Oberschenkel-Problemen geplagten Superstar in der 62. Minute einwechselte. Wenig später zog der Argentinier, den Ball gewohnt eng am Fuß, eines seiner unnachahmlichen Dribblings in den Strafraum an und spielte David Villa frei, der wiederum für den Torschützen Pedro (71.) auflegte. „Meeessi, Meeessi!“, hallte es anschließend von den Rängen.

„Messi regiert sogar als Hinkefuß“, schrieb die Sportzeitung Marca, denn es war nicht zu übersehen, dass der 25-Jährige nicht rund lief und sich nach jedem Ballkontakt eine Pause gönnte, scheinbar teilnahmslos über das Feld spazierte, um sich zu schonen. Doch wenn Messi im Spiel war, herrschte in der bis dahin stabilen PSG-Abwehr höchste Alarmstufe.

„Selbst wenn er zur Hälfte lahm ist, seine Präsenz auf dem Platz genügt, um uns und unser Spiel zu beeinflussen“, sagte der spanische Barca-Nationalspieler Gerard Piqué. „Der Geist Messis war, was Barca benötigte. Der Argentinier rückte Barca ganz nahe an das Finale in Wembley“, befand El Mundo Deportivo, und die Sporttageszeitung Sport resümierte: „Eine kleine Dosis Messi benötigte Barca zur Rettung.“



Doch lange sah es nach der ersten Heimniederlage in der Königsklasse seit 21 Spielen oder dreieinhalb Jahren aus. Denn Barcelona kreiste mit 63 Prozent Ballbesitz im Stile einer Handballmannschaft um den Strafraum der Pariser, zelebrierte sein Tiki-Taka, allerdings ohne eine zündende Idee und Konsequenz im Abschluss - bis Messi kam. Ohne ihren Ausnahme-Fußballer, der bisher im laufenden Wettbewerb 8 und in Spaniens Primera Division 43 Treffer erzielte, läuft bei Barca derzeit offenbar nicht viel.

Sport schrieb von einem „unbekannten Barca gegen ein besseres Paris St. Germain“. Die Erleichterung im weiten Rund des mit 80.000 Zuschauern gefüllten Camp Nou war beim Schlusspfiff entsprechend groß. Am Ende wurde Messi neben dem Torschützen Pedro beim Stelldichein der Weltstars als Held gefeiert. Dagegen schlich der ungeliebte ehemalige Barca-Profi Zlatan Ibrahimovic, von den Fans mit einem gellenden Pfeifkonzert empfangen, zusammen mit dem eingewechselten David Beckham mit hängendem Kopf vom Feld.

Der dreimalige Champions-League-Sieger aus Barcelona schaut nunmehr gespannt am Freitag zur Auslosung Richtung Schweiz nach Nyon, Erzrivale Real Madrid sowie Bayern München oder Borussia Dortmund können der kommende Gegner werden. „Es fühlt sich an wie ein Duell der spanischen mit der deutschen Liga, aber ich habe keinen Wunschgegner“, sagte Barca-Sportdirektor Andoni Zubizarreta. „Egal, ob wir gut oder schlecht spielen, wir haben gezeigt, dass wir die Runde überstehen können.“

Aber offenbar nicht ohne ihren Superstar Messi.

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