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Brilliante Bayern zeigen gegen Juventus, warum sie den Titel holen

Durch ihren zweiten Sieg gegen Juventus am Mittwochabend haben die Bayern einmal mehr gezeigt, warum sie die absolute Übermacht in Europa sind. Sind sie bereit für den Titel?

Kommentar
Von Kris Voakes

Es lag ein greifbares Gefühl von Unvermeidbarkeit in der Luft, als Mario Mandzukic am Mittwochabend das erste Auswärtstor für Bayern München gegen Juventus einnetzte. Sie waren schlicht und ergreifend das bessere Team wie schon acht Tage zuvor in der Allianz Arena und bewiesen dies, indem sie zweimal zurecht mit 2:0 siegten. Und falls die oft gebrauchte Phrase „Das bessere Team hat gewonnen“ auch am 25. Mai in Wembley ausgesprochen wird, müssten die Roten die Trophäe in die Luft stemmen.

In den vergangenen beiden Wochen haben die bayerischen Giganten einmal mehr gezeigt, dass sie das beste Team in Europa sind und selbstverständlich als Favoriten auf den diesjährigen Titel gehandelt werden müssen.

Ja, sie sind in vergangenen Spielzeiten regelmäßig an der letzten Hürde gescheitert – als die Niederlagen 2010 und gerade 2012 sie empfindlich getroffen haben – aber so, wie sie diese Saison auf nationaler Ebene die Konkurrenz weggehauen haben, sind sie gut vorbereitet, auch in Europa weiterhin ihre Leistung abzurufen.

MATCH FACTS | Juve 0:2 Bayern

ABSCHLÜSSE
AUFS TOR
BALLBESITZ
ECKEN

GELBE KARTEN
ROTE KARTEN
JUVE
10
7
43%
3
1
0
BAYERN
17
10
57%
7
1
0

Viele Beobachter benennen zu schnell Barcelona als Favoriten, einfach nur, weil sie noch dabei sind. Aber ebenso wie vor 12 Monaten zeigte die Blaugrana zuletzt bemerkenswerte Schwächen, die die meisten gerne übersehen, weil schließelich Lionel Messi Rot und Blau trägt.

Dieselben Kritiker ziehen die Bayern eben wegen der Ergebnisse der vergangenen Jahre nicht als Favoriten in Erwägung. Nur sehr wenige schenken der Idee Beachtung, dass der Deutsche Meister einfach hungriger und konzentrierter sein könnte. Dafür könnte die Niederlage im Finale letzte Saison gegen Chelsea gesorgt haben. Ebenso haben viele Bayern-Spieler kurz darauf die Schlappe im Halbfinale der EM 2012 gegen Italien mitmachen müssen.

Die harten Fakten zeigen, dass Bayern auf dem gesamten europäischen Kontinent die Nase vorn hat. Während das mehr pragmatische Real Madrid La Decima erreichen möchte, sind es die Roten, die Europa zu fürchten hat. Manuel Neuer und eine Abwehrkette inklusive Philipp Lahm, David Alaba und Dante wird selbst für einen Messi schwer zu durchbrechen sein. Bedenkt man die Unterstützung und Ausrichtung vor der Viererkette, wird es erst recht schwierig, denn Bayern verbringt nur wenig Zeit ohne Ball im Spiel.

In Ballbesitz sind sie wirklich furchteinflößend und zeigen, dass sie auch über längere Phasen höchste Geschwindigkeit gehen können. Der Fleiß und die Kunst am Ball von Javi Martinez und Bastian Schweinsteiger füttern die gefährlichen vier Offensiven, bestehend aus Topspielern wie Mandzukic, Thomas Müller, Toni Kroos, Franck Ribery, Mario Gomez oder Arjen Robben. Sie sind einfach die absolut beste Allrounder-Truppe, die man aktuell in Europa finden kann.

Die Angst bleibt, dass sie nicht die ihrer Leistung entsprechenden Lorbeeren bekommen und in sechs Wochen in London siegen. Sollten sie wieder scheitern, werden sie als liebenswürdige, aber zu belächelnde „Fast-Männer“ betitelt, denen manch ein Kritiker zu früh das Prädikat „erwachsen“ unterjubeln wollte.

Aber die Realität sieht weiß Gott anders aus und falls es einen fünften Triumph in der Champions League braucht, damit sie die Überschriften bekommen, die sie sich diese Saison mit ihrem phänomenalen Fußball verdient haben, dann sollten wir alle hoffen, dass es so kommt. In realistischer Betrachtung kann nur Bayern diese Trophäe verspielen.

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