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Borussia Dortmund spektakelt sich ins Halbfinale: „Heute musst du reingehen“

Zwei entscheidende Tore in den Schlussminuten – das kann in der Champions League nicht nur Manchester United. Der BVB drehte das Spiel zum Weiterkommen und startete die Party.

Dortmund. Als Norbert Dickel, Stadionsprecher von Borussia Dortmund, im Champions-League-Spiel gegen den FC Malagadas 1:2 durch Eliseu durchsagen musste, konnte man nicht nur die riesige Enttäuschung beim ehemaligen Borussen-Stürmer, sondern fast schon Tränen in der Stimme hören. Nach dem Ausgleich in der ersten Minute der Nachspielzeit gab es die große Aufmunterung durch Dickel – und nach dem ganz späten Siegtreffer zum Weiterkommen durch Felipe Santana gab es das komplette Ausrasten.

„Völlige Trance“

Und damit war Dickel im Stadion nicht allein. Einige Fans hatten sich beim Stand von 1:2 schon auf den Heimweg gemacht – und damit ein echtes Fußballwunder verpasst, das nach dem letzten Tor das Stadion wackeln ließ. „In völliger Trance“, fühlte sich BVB-Verteidiger Mats Hummels in den Schlussminuten, wie er hinterher in der Mixed Zone zu Protokoll gab. Als die Dortmunder ihren Spielplan änderten und es auf einmal mit der Brechstange – sprich: langen Bällen ins Sturmzentrum – versuchten, klappte es.

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„Wild bekommen“

„Es bleibt nichts Anderes übrig, als es volle Pulle zu versuchen, mit allen nötigen Mitteln“, sagte Hummels hinterher und nannte die Auswirkungen der Umstellung von Trainer Jürgen Klopp, der den zuvor lange verletzten Hummels einwechselte und dafür Felipe Santana als lange Anspielstation ins Offensivzentrum stellte. „Das Gute war, dass wir sie auch wild bekommen haben. In den letzten Minuten ist bei ihnen auch die Ordnung flöten gegangen. In einer Phase, in der wir zwei Tore machen müssen, darf kein ruhiges Spiel aufkommen“, lautete die Maßgabe, die mit der Umstellung verbunden war.

Unbemerkt

Und Santana war bei beiden entscheidenden Aktionen mittendrin: Beim 2:2 wurde sein Versuch noch von einem Abwehrspieler geblockt, bevor die Kugel zu Marco Reus kam, der zum Ausgleich einschob. Beim 3:2 stocherte der Brasilianer aus ganz kurzer Distanz, im Abseits stehend, den Ball über die Linie, wobei der Regelverstoß im allgemeinen Durcheinander unbemerkt blieb.

Startschuss für die Party

„Ich habe gedacht: ‚Dieser Ball ist meiner. Das geht nicht. Heute musst du reingehen’“, grinste Santana hinterher und ergänzte: „Gott sei dank war ich in der richtigen Sekunde am richtigen Platz.“ Das Tor war der Startschuss für eine Riesenparty im Stadion – und sogar die enttäuschten Malaga-Fans klatschten hinterher Beifall, als ihre Mannschaft schon lange den Rasen verlassen hatte. Auch für sie war es ein unvergessliches Erlebnis, für das sie sich bedanken wollten, auch wenn es aus Sicht der Spanier äußerst bitter abgelaufen war.

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