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Fatih Terim mit Taktik- und Wechselfehlgriff bei der 0:3-Niederlage von Galatasaray Istanbul gegen Real Madrid

Wenn man die erste Hälfte Revue passieren lässt, muss sich der Eindruck erhärten, dass Coach Terim den falschen Spieler auswechselte und zu offensiv startete.

Madrid. Im Hinspiel des Viertelfinals in der Champions League hat sich Real Madrid in eine komfortable Situation für das Rückspiel in der kommenden Woche gebracht. Durch das 3:0 (2:0) gegen Galatasaray Instanbul im heimischen Estadio Santiago Bernabeu stehen die „Königlichen“ bereits mit einem Bein in der nächsten Runde. Doch welchen Anteil hatte Real und welchen Galatasaray selbst?

Offensive Taktik die überraschte

Mit einem 4-4-2-System und der Raute im Mittelfeld wollte Fatih Terim Real Madrid im eigenen Stadion überraschen. Doch er musste schnell lernen, Real ist eben nicht der FC Schalke 04 und Ramos ist kein Höwedes. Es bewegte sich bei den Löwen zwar gut nach vorne, aber dafür war man hinten offen, weil Eboue sich selbst eher als Halbstürmer denn als Verteidiger sah. Das schaffte hinten Räume, die ein Team wie Real böse abstraft.

Mit Sneijder ging der Druck nach vorne

Nein, Sneijders Spiel war nicht dazu angetan, dass man ihm applaudieren würde. Aber er verteilte die Bälle, war ballsicher und hatte das Auge für den Mitspieler. All das fehlte dem ehemaligen Realspieler Hamit Altintop. Verstolperte Bälle, Schussversuche ohne Fortune, Stockfehler und ähnliche Unarten häuften sich bei Hamit. Und doch musste Sneijder aus taktischen (?) Gründen weichen – und mit ihm ging jede Möglichkeit, etwas nach vorne zu bewegen.

Terim lag gleich mehrfach daneben

An den Problemen im Bereich der Verteidigung kann Terim nichts ändern. Da muss er mit dem Material arbeiten, welches er hat. Aber die Taktik, die war hausgemacht, wie auch der Wechsel von Sneijder und der Verbleib von Hamit hausgemacht waren. Da muss der Trainerfuchs vom Bosporus sich fragen lassen, ob er da gleich doppelt die korrekte Wahl getroffen hat. Liegt man bei Real 0:2 zurück und muss ein Tor machen, um die Chancen im Rückspiel zu wahren, geht man nicht in die Defensivrolle. Hopp oder topp, wie Terim bei der EURO 2008 spielen ließ, wäre sicher besser und erfolgversprechender gewesen.


EURE MEINUNG: Muss sich Terim die Niederlage mit auf die Kappe schreiben?

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