Carlo Ancelotti kritisiert Wolfgang Stark: „Elfmeter ein Geschenk“

Das Duell zwischen PSG und Barca endete mit 2:2. Die Gastgeber waren nach dem Spiel ob des späten Ausgleichs hocherfreut, auch wenn der Trainer auf den Schiedsrichter schimpfte.
Paris. Nach dem 2:2 zwischen Paris Saint-Germain und dem FC Barcelona stellten sich sowohl Trainer als auch Spieler den Medien. Während sich die PSG-Spieler vor allem über das Unentschieden freuten, ärgerte sich deren Trainer Carlo Ancelotti über den Schiedsrichter – Wolfgang Stark.

„Sanchez macht gerne Schwalben“

„Der Elfmeter war keiner, es war ein Geschenk des Schiedsrichters“, schimpfte der Coach nach dem Spiel gegenüber Canal + über den Unparteiischen. Doch auch der Gefoulte, Alexis Sanchez, bekam sein Fett weg: „Sanchez hat den Kontakt gesucht. Wir kennen ihn, er macht gerne Schwalben.“

Ansonsten war der Italiener mit dem Ergebnis und der Leistung seiner Truppe aber zufrieden. „Wir haben gezeigt, dass wir mit Barca mithalten können“, war er voller Stolz und befand, dass sein Team „in den ersten Minuten gut gespielt“ habe, danach sei es jedoch „komplizierter“ geworden.

Unter dem Strich habe man im Rückspiel noch alle Chancen: „Es ist immer noch möglich, weiterzukommen.“

„Ibra“ und Beckham zufrieden

Ähnlich sah es auch Matchwinner Zlatan Ibrahimovic, der nicht nur ein Tor erzielte, sondern auch eines vorbereitete. „Wir haben fantastisch gespielt. Wir hatten reichlich Gelegenheiten, vor allem in der ersten Hälfte. Nachdem sie aber getroffen hatten, wandelte sich das Spiel“, analysierte der Schwede.

Die Mannschaft habe jedoch „gute Moral“ bewiesen und „bis zum Schluss um den Ausgleich gekämpft.“ Deshalb sieht auch er gute Chancen auf das Erreichen des Halbfinales: „Wir haben eine gute Chance im Rückspiel.“

Zum Ergebnis äußerte sich auch Winterneuzugang David Beckham, der gegenüber ITV ebenfalls von einem gerechten Resultat gegen eine extrem starke Mannschaft sprach: „Ich denke, dass Unentschieden ist verdient. Es war klar, dass sie mehr Ballbesitz haben würden. Sie haben ein überragendes Team und sie haben sehr gut gespielt. Wir haben uns heute Abend ein Unentschieden verdient.“

Über seine Zukunft wollte der Engländer hingegen nicht sprechen. Auf eine mögliche Vertragsverlängerung des bis zum Saisonende gültigen Arbeitspapieres angesprochen sagte er: „Warten wir mal ab. Ich muss mich erst einmal von diesem Spiel erholen und möchte dann den Rest der Saison genießen.“

Roura vertritt erneut Vilanova

Aufseiten der Katalanen war es nicht etwa Tito Vilanova, der auf der Pressekonferenz erschien, sondern Co-Trainer Jordi Roura. Dies war jedoch schon im Vornherein so abgesprochen worden.

Der 45-Jährige ärgerte sich ob des späten Ausgleichs: „Wir haben gut gespielt. Am Ende hatten wir Pech. Es ist ein knappes Ergebnis, aber wir haben besser gespielt und hatten die Kontrolle.“

Der Co-Trainer hatte jedoch auch wie der PSG-Trainer etwas an Starks Leistung auszusetzen. Die Entscheidungen des Schiedsrichters seien „fragwürdig“ gewesen. „Ibras Tor fällt aus Abseitsposition und resultiert aus einer Ecke, bei der zwei unserer Spieler wegen einer schlechten Entscheidung fehlen“, ging der Spanier dabei ins Detail.

Mascherano fehlt „vier bis sechs Wochen“

Einer der beiden Spieler, die in jener Situation außer Gefecht gesetzt waren, ist Javier Mascherano, der ebenso, wie bereits zuvor Lionel Messi, verletzt vom Feld musste. Roura zu den Verletzungen: „Messi hat muskuläre Probleme und Mascherano wird uns wohl vier bis sechs Wochen fehlen.“

Unter dem Strich geht der Co-Trainer jedoch optimistisch ins Rückspiel: „Das Ergebnis ist gut für uns. Wir vertrauen unserem Team und unseren Fans.“


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