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Nach dem Sieg gegen die Leverkusener ist der Präsident wieder milde gestimmt. Dennoch fordert er höchste Konzentration, denn der Titel in der Königsklasse genießt nun Priorität.

München. Präsident Uli Hoeneß vom FC Bayern München hat angesichts eines 20-Punkte-Vorsprungs auf Borussia Dortmund in der Bundesliga den Gewinn der Champions League als neues Ziel ausgegeben. Am Samstag konnte der 61-Jährige beim 2:1-Erfolg in Leverkusen zudem eine Leistungssteigerung der Mannschaft im Vergleich zu den letzten Wochen erkennen.

„Bärenhunger“ auf den Champions-League-Titel

In einem Interview mit der Bild erklärte Hoeneß: „Die Hauptkonzentration liegt auf der Champions League. Wir wollen die Champions League gewinnen. Wir sind hungrig auf diesen Titel – haben sogar Bärenhunger darauf.“ Dieses Ziel sah der Präsident zuletzt gefährdet, als die Mannschaft gegen Fortuna Düsseldorf (3:2) und den FC Arsenal (0:2) nach viel medialem Lob zunehmend die nötige Konzentration vermissen ließ. „Das gefährdet unsere Ziele“, so der 61-Jährige.

Hoeneß stellte klar, dass man es sich „auf Dauer nicht erlauben könne, Spiele wie gegen Arsenal und Hoffenheim abzuliefern“ und nun zusehen wolle, „die Meisterschaft vernünftig zu Ende zu spielen“.

„Gegen die Jubelstimmung gegensteuern“

Besonders die öffentliche Anerkennung der starken Bayern-Leistungen war dem Präsidenten zuletzt ein Dorn im Auge. „Deshalb musste ich das Bild, das über den FC Bayern gezeichnet wurde, wieder

geraderücken und gegen die Jubelstimmung gegensteuern. Lasst uns doch am Ende der Saison richtig jubeln“, sagte Hoeneß und begründete: „Wir spielen mittlerweile auf so einem hohen Niveau, wo kaum noch Luft nach oben ist. Es ist verdammt schwer, die letzten fünf bis zehn Prozent immer wieder rauszukitzeln. Aber ohne die letzten Prozent wird es nichts.“

„Juve zuerst in München eine große Hausnummer“

Im Viertelfinale der Champions League trifft der FC Bayern auf den italienischen Rekordmeister Juventus Turin. Dabei findet das Hinspiel zunächst am 2. April in der Allianz-Arena statt. „Wenn wir erst in Italien spielen würden, wäre es mir lieber. Juve und zuerst in München ist eine große Hausnummer. Da reicht uns kein 1:1. Wir müssen zusehen, kein Gegentor zu bekommen. Ich glaube sogar, dass wir ziemlich deutlich gewinnen müssen, um ruhig nach Turin fahren zu können“, äußerte Hoeneß leichte Bedenken.

Sollte die Mannschaft jedoch so spielen, wie im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Borussia Dortmund (1:0), würde sich der Präsident „keine Sorgen machen“, dass man Juventus schlägt.

„Wir sind Meister“

National sei das Hauptziel ohnehin bereits erreicht: „Wir sind Meister. Jetzt können wir uns auf die Champions League und den DFB-Pokal konzentrieren. Mit der Meisterschaft haben wir die Ziele für diese Saison erreicht. Alles andere wäre die Sahne im Kaffee.“ Zudem habe man Dortmund „klar geschlagen“ und die „Machtverhältnisse nun mal in Deutschland geklärt“.

Sollte der Rekordmeister am kommenden Spieltag zu Hause gegen den Hamburger SV gewinnen und der BVB gleichzeitig beim VfB Stuttgart nur Unentschieden spielen oder verlieren, wären die Münchner bereits nach 27 Spieltagen rechnerisch Deutscher Meister.

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