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Die Rückkehr von Hamit Altintop nach Gelsenkirchen hatte an sich schon einen sehr emotionalen Charakter. Tragisch wurde es dadurch, dass er Schalkes Ausscheiden einleitete.

Gelsenkirchen. Im Rückspiel des Achtelfinals der Champions League empfing der FC Schalke 04 am Dienstagabend den türkischen Spitzenklub Galatasaray Istanbul. Nach dem 1:1  im Hinspiel in der Türk Telekom Arena, hatten es die Knappen und die Löwen jeweils selbst in der Hand, den Einzug ins Viertelfinale sicherzustellen. Und es war ein ehemaliger Schalker, ein echter Schalker Junge, der das Ausscheiden der Königsblauen bei der 3:2-Niederlage einleitete.

Auch im Ausland Schalker geblieben

Wie Hamit nach dem Spiel sagte, schlagen bei den Spielen gegen seinen Heimatverein Schalke 04 grundsätzlich zwei Herzen in seiner Brust. In Gelsenkirchen geboren, bei Schwarz-Weiß Gelsenkirchen das Fußball-Handwerk erlernt, bei Schalke 04 zu internationaler Klasse gereift – im Grunde muss er Schalker durch und durch sein. Und gerade er, der jetzt in der Heimat seiner Eltern spielt, setzte dem S04 den ersten von drei Todesstößen, die Galatasaray an diesem denkwürdigen und für Cimbom historischen Abend der Champions League erzielen konnte.

Hamit mit einem seiner stärksten Spiele für die Löwen

In etlichen seiner Spiele für den türkischen Meister aus Istanbul konnte Hamit nicht die Leistungen abrufen, die er sicher gerne selbst gezeigt hätte und die sein väterlicher Trainer Fatih Terim von ihm erwartet hatte. Hamit Altintop motivierte das in der türkischen Presse mit Anpassungsproblemen in der Megametropole Istanbul, die auf jeden neuen Bewohner absolut erdrückend bis einschüchternd wirken kann. Doch wie auf Knopfdruck war Hamit in der alten Heimat topfit – spielentscheidend fit. Nicht nur, dass er sicherlich sein bestes Spiel im Gelb-Roten zeigte, nein, er leitete auch das Ausscheiden seiner Schalker mit einem Hammertor ein!

Ein Tor wie ein Stich ins Herz seiner Schalker Freunde

Klebte ihm im Hinspiel bei seinem Lattentreffer noch das Pech an den Füßen, so konnte sich Hamit gegen seine Freunde aus Schalke befreien. Ein quer gespielter Freistoß leitete das Schalker Ausscheiden ein: Das, was ihn auch auf Schalke groß machte, nämlich Schüsse aus der Distanz, war das, was den Ausgleich für Galatasaray bedeutete. Aus gut 30 Metern sackte der Schalker Sohn das Leder ins Netz und setzte den Stich ins Herz der Schalker Fans. Galatasaray lacht, Galatasaray freut sich – nur Hamit wird, wenn er ehrlich ist, ein klein wenig mit den Schalkern weinen, auch wenn mit Galatasaray feiert.


EURE MEINUNG: Wird Hamit mit Schalke etwas weinen und wünschen ihm echte Schalker nun einen weiten Weg in der Champions League?

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