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Bitterer „Königsklassen“-Abgang für den FC Schalke 04

Die gute Ausgangslage aus dem Hinspiel war schon nach einer Halbzeit Geschichte. Am Ende nutzte auch ein starker zweiter Durchgang dem Bundesligisten nicht mehr.

Gelsenkirchen. Für den FC Schalke 04 ist die Saison 2012/13 in der Champions Leagueseit Dienstag Geschichte. Eigentlich hatte sich das Team von Trainer Jens Keller im Hinspiel bei Galatasaray Istanbul durch ein 1:1 eine tolle Ausgangslage für das zweite Aufeinandertreffen verschafft, doch nach dem 2:3 (1:2) vor eigenem Publikum müssen die Schalker nun zuschauen.

Der Knackpunkt

Auch der Start in die zweite Partie war gut: Roman Neustädter brachte Königsblau im Anschluss an eine Ecke in Führung. Dann aber lieferte S04 einen schwachen ersten Durchgang ab und half Galatasaray wieder zurück in die Begegnung. Die Schalker kassierten noch vor der Pause ein Weitschusstor von Hamit Altintop und einen Kontertreffer von Burak Yilmaz, der sich entscheidend gegen Benedikt Höwedes durchsetzte. Die schwache Schalker erste Hälfte war der Knackpunkt – das sahen auch die Beteiligten hinterher so.

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Die Gier fehlt

„Wir waren nicht bereit, die Extra-Meter zu machen. Die Gier nach Erfolg hat mir in der ersten Halbzeit gefehlt“, sagte Schalke-Kapitän Höwedes hinterher in der Mixed Zone. Galatasaray veränderte seine Taktik im Vergleich zum Hinspiel und zog Wesley Sneijder von links in die Zentrale. „Wir hatten mit einer anderen Aufstellung gerechnet“, sagte Höwedes zur Mittelfeld-Raute der Istanbuler und ergänzte: „Wir hatten nicht mit Sneijder auf der Zehn gerechnet, aber wir haben probiert, das Problem in den Griff zu kriegen.“


„Manchmal passiert das einfach“

Das gelang allerdings erst nach der Pause – und da stand es schon 1:2, sodass S04 zwei Tore zum Weiterkommen benötigte. Warum die „Königsblauen“ solch eine lange Anlaufzeit brauchten? „Manchmal passiert das einfach“, wusste Höwedes auch keine passende Antwort. „Manchmal bekommt man den Schalter nicht umgelegt“, so der Innenverteidiger. Erst in der zweiten Hälfte wurde es auch S04-Sicht ein leidenschaftlicher Auftritt, der mit ein wenig Glück zum Einzug ins Viertelfinale hätte reichen können.

Schwung abgebremst

Dieses Glück hatten die Gastgeber jedoch nicht, weil Gala-Keeper Fernando Muslera gegen Julian Draxler zwei Mal stark rettete. In der Schlussviertelstunde bremsten die Istanbuler mit einigen Verletzungsunterbrechungen und Auswechslungen den Schwung der Schalker ab, sodass nur in der Nachspielzeit die Gästeabwehr in Probleme kam. Die löste dann aber Umut Bulut mit dem 3:2-Siegtreffer – und danach jubelte nur noch Gelb und Rot statt Königsblau in der Arena.

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