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Der frühere Bundesliga-Torschützenkönig aus Brasilien warnt Borussia Dortmund vor der südamerikanischen Offensivkraft von Champions-League-Gegner Schachtjor Donezk.

Hamburg. Giovane Elber, der ehemaliger Stürmerstar von Bayern München und dem VfB Stuttgart, hat Borussia Dortmund vor den acht Brasilianern im Kader von Champions-League-Gegner Schachtjor Donezk gewarnt. Außerdem erklärt er die Anreize für einen Brasilianer, ins ferne Europa zu wechseln.

„Donezks Brasilianer nicht ins Spiel kommen lassen“

„Borussia Dortmund hat sicherlich eine sehr starke Mannschaft. Aber wenn sie die Brasilianer gewähren und ins Spiel kommen lassen, dann wird es für den BVB richtig schwierig, Schachtjor zu bezwingen", sagte der 133-fache Bundesliga-Torschütze im Interview mit bundesliga.de. Dennoch glaubt er, dass die Schwarz-Gelben knapp ins Viertelfinale einziehen werden: „Dortmund wird den Heimvorteil im Rückspiel nutzen.“

Geld lockt Brasilianer nach Osteuropa

Als Brasilianer und Südamerika-Scout des FC Bayern kennt Elber die südamerikanische Mentalität sehr genau und kann nachvollziehen, warum mittlerweile gleich acht Brasilianer in Donezk Fußball spielen: „Geld spielt die entscheidende Rolle.“ Mittlerweile komme jedoch noch ein zweiter Faktor hinzu, warum Donezk fast schon eine Kolonie geworden ist: „Da die brasilianische Gemeinschaft vor allem in Donezk schon sehr groß ist, ist man als neuer Spieler auch nicht isoliert.“

Champions League als Sprungbrett

Neben dem vielen Geld gebe es aber noch ein weiteres Motiv für einen Brasilianer nach Donezk zu wechseln: „Viele wollen vielleicht nur ein oder zwei Spielzeiten dort bleiben und dann zu einem anderen großen Verein in Europa wechseln. Die Teilnahme an der Champions League macht die Sache interessant.“

In die brasilianische Nationalmannschaft schaffen es aber nur sehr wenige Brasilianer, die in Osteuropa ihr Geld verdienen. Elber weiß warum: „Diese Spieler haben keine Lobby. Wenn sie eingeladen werden und nicht sofort einschlagen, sind sie raus.“ Wer dagegen bei Barcelona, Madrid, Manchester oder Bayern unter Vertrag stehe, habe einen Bonus.

Bundesliga zu stark für Brasilianer?

In der Bundesliga spielen mittlerweile nur noch 20 Brasilianer. Zu Elbers aktiven Zeiten waren es in der Spitze mehr als doppelt so viele. Für Elber liegt der Grund auf der Hand: „Die Bundesliga ist sehr viel stärker als vor zehn, 15 Jahren. Die Qualität ist größer und diese Qualität müssen brasilianische Spieler erst einmal mitbringen, damit sie für die Bundesliga-Klubs interessant werden.“ Allerdings sei dies aus seiner Sicht auch nur eine Phase. Sobald die Selecao wieder bessere Leistungen bringe, „sehen wir auch bald wieder mehr Brasilianer in der Bundesliga.“


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