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BVB-Sportdirektor Michael Zorc: „Das war das Beste, was wir bisher gespielt haben“

Nach dem Fußballfest im Estadio Santiago Bernabeu reifen die Dortmunder Jungs immer mehr zu Männern. In der Königsklasse gehören sie inzwischen zu den Königen.

Madrid. Borussia Dortmund gegen Real Madrid in Spanien. Eigentlich eine recht klare Angelegenheit, wenn man vor der Partie der Statistik vertraute. Die „Königlichen“ sind daheim eine Macht, doch die Elf von Jürgen Klopp beeindruckte Jose Mourinho und ganz Madrid.

„Das war das Beste, was wir bisher gespielt haben“

Was war das für ein Fest. Eine wahre Fußballshow, die am Dienstagabend seinesgleichen suchte. Zwei starke Teams zelebrierten in der Kathedrale des Fußballs das Spiel mit dem runden Leder. In der ersten Halbzeit beeindruckten die Dortmunder mit ihrem Offensivspiel und überrannten die Madrilenen. Nach der Pause kämpften sie leidenschaftlich um den Sieg, der am Ende „nur“ zur einem Punkt wurde. „Das war das Beste, was wir bisher gespielt haben“, schwärmte BVB-Sportdirektor Michael Zorc nach dem Spiel.

In den vergangenen zwei Jahren scheiterte der deutsche Meister stets früh in Europa, vor der Saison wetteten alle auf ein Ausscheiden in der Gruppenphase, doch nun ist man sensationell Gruppenerster vor Real Madrid. Manchester City enttäuscht und steht vor dem Aus, dieses Schicksal galt in den Augen vieler auch den Männern von „Kloppo“, jetzt gibt es Lob von einem der besten Trainer der Welt und die Adelung, sogar den ganz großen Wurf zu landen. Dazu reicht gegen Ajax ein Remis: „Jetzt wollen wir in Amsterdam den Einzug ins Achtelfinale perfekt machen“, so Robert Lewandowski nach dem Spiel auf der BVB-Vereinshomepage.

„Was unsere Fans heute abgeliefert haben, verursacht in zehn Jahren noch Gänsehaut“

Die Dortmunder Jungs reifen zu Männern. Sie spielen schnell, überraschen den Gegner und diese Gegner sind inzwischen nicht mehr der 1. FC Augsburg oder Werder Bremen, sondern Real Madrid und Manchester City. Sie erfreuen ihre Fans, beeindrucken die Kritiker, spielen atemberaubend, voller Leidenschaft und Wonne. Sie untermalten den Anspruch, dass der Sieg im heimischen Stadion keine Eintagsfliege war, sie haben bewiesen, im Konzert der Großen mitspielen zu können, wie es auch der Trainer der Schwarz-Gelben nur bestätigen kann: „Es war ein großes Spiel gegen einen großen Gegner in einer fantastischen Atmosphäre. Was unsere Fans heute abgeliefert haben, verursacht in zehn Jahren noch Gänsehaut.“



In der Königsklasse gehören sie zu den Königen

Doch bei allem Lob ist auch die BVB-Elf zu kritisieren. In der Königsklasse gehören sie zu den Königen, doch in der Bundesliga läuft es nicht rund. Sie schaffen es nicht immer, an die Erfolge in Europa anzuknüpfen. Am Wochenende heißt der Gegner Augsburg. Im beschaulichen bayerischen Schwabenland will der Meisterschaftsfünfte auch wieder in der Liga in die Spur kommen. Dass es dort zu Motivationsproblemen kommen könnte, glaubt Manndecker Mats Hummels keinesfalls, denn man will „in der Liga deutlich mehr zeigen als bisher. Mit der bisherigen Punktausbeute sind wir nicht zufrieden“.

Die Entwicklung des BVB geht weiter nach oben. Nach den Lehrstunden in Europa und den parallelen Meisterstücken in der Bundesliga folgt nun die Mannwerdung im internationalen Geschäft. Vielleicht gelingt die Krönung in der Champions League, das Zeug hat der BVB, wenn nicht in dieser Saison, dann in den kommenden.

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