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Ab jetzt kann Mesut Özil den Dortmundern nur das Beste wünschen. Er schaut jetzt lieber wieder auf die Belange der Madrilenen. Kehl gibt zu, dass der Fußball vergessen wurde.

Madrid. Am Abend spielte Borussia Dortmund bei Real Madrid 2:2 unentschieden. Trainer Jürgen Klopp war nach dem Spiel noch sehr aufgewühlt, aber lobte seine Mannschaft für ihre Leidenschaft und ihr Können gegen einen Gegner wie Real Madrid. Auch Michael Zorc musste zugeben, dass die schwächere zweite Hälfte den Ausgleich in letzter Minute durch Mesut Özil rechtfertigte. Der späte Torschütze selbst war mit dem Punkt vollkommen zufrieden.

„Es war ein normales – ein außergewöhnliches Fußballspiel. Normal in dem Sinne von zwei Mannschaften, die mal richtig Gas gegeben haben, die sich alles abverlangt haben“, fasste Klopp nach dem Spiel die gesehene Partie am Sky-Mikro zusammen. „Meine Mannschaft hat eine erste Halbzeit gespielt, die unfassbar gut war, und eine zweite Halbzeit, in der der Gegner umgestellt hat, die unheimlich leidenschaftlich war.“

Wenn wir noch einmal durchgekommen wären...“

In dieser „leidenschaftlichen“ zweiten Hälfte musste Borussia Dortmund beinahe 45 Minuten lang einer Daueroffensive des spanischen Meisters Stand halten. „Uns hat im einen oder anderen Moment die Entlastung gefehlt“, schloss Klopp und konnte doch nicht umhin zu spekulieren: „Wenn wir noch einmal durchgekommen wären, hätten wir den Dritten gesetzt!“

„Es ist natürlich bitter, wenn man kurz vor Schluss den Ausgleich bekommt. Aber aufgrund der zweiten Halbzeit ist das Unentschieden für Real verdient“, konnte Michael Zorc wenige Augenblicke nach Spielschluss bereits konstatieren. Sebastian Kehl brachte die Schwäche der zweiten 45 Minuten auf den Punkt: „In der zweiten Hälfte haben wir zeitweise das Fußballspielen vergessen. Aber wir können mit diesem Ergebnis leben.“

Özil zufrieden mit dem Punkt

„Natürlich war unser Ziel, das Spiel zu gewinnen. Es war natürlich unglücklich – wir lagen 2:1 zurück, aber man muss auch Dortmund ein Kompliment machen“, resümierte der Mittelfeldstratege nach der Partie. „Sie haben wirklich bis zur letzten Minute gekämpft. Letztendlich können wir zufrieden sein. Wir haben ja auch spät das 2:2 gemacht, somit können beide Mannschaften zufrieden sein.

Den Ausgleich in der letzten Minute der regulären Spielzeit schoss der deutsche Nationalspieler selbst: „Ich freue mich natürlich, dass ich ein Tor gemacht habe. Ich freue mich auch für die anderen beiden Spieler [Reus und Götze, Anm. d. Red.], die ein Tor gemacht haben, weil ich mit ihnen sehr gut auskomme. Ich wünsche Dortmund für die Zukunft alles Gute“, beendete Özil verbindlich seine Analyse. Das Kapitel Dortmund ist für Özil geschlossen: „Wir schauen jetzt auf uns.“

 

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