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Bayern-Star Franck Ribery fiebert voller Enthusiasmus dem Champions-League-Spiel in Lille entgegen - unweit des Ortes, in dem er aufwuchs.

München. 1995, im Alter von damals nur 12 Jahren, wechselte Franck Ribery von seinem Heimatverein FC Conti Boulogne in die Jugend des OSC Lille. Dort verbrachte er vier Jahre, bis es ihn zu seiner ersten Profistation zog, dem US Boulogne.

Nun, 17 Jahre später, brennt Ribery darauf, erstmals seit seinem Wechsel zum FC Bayern München wieder zu seinem Jugendclub zurückzukehren, beim Champions-League-Spiel zwischen seiner neuen und alten Liebe am kommenden Dienstag.

„Ich kann es gar nicht erwarten. Meine Familie und viele Freunde werden da sein. Meine Jahre in der Jugend von Lille gehören zu den wichtigsten meiner gesamten Karriere, davon bin ich überzeugt“, sagte er in einem Interview auf der Homepage des OSC Lille.

Familie und Freunde im Umkreis von Lille

Riberys Heimatort, Boulogne-sur-Mer, liegt nur etwa 100 Kilometer von Lille entfernt. Seine Eltern leben dort heute noch, auch wenn Ribery ihnen einst ein Haus im Süden kaufen wollte, was diese aber dankend ablehnten. Einer von Riberys besten Freunden aus Jugendzeiten, Sebastien Pennacchio, ist heute Kapitän der Reserve des LOSC.

Spiel bereits in der Equipe Tricolore besprochen

In der Nationalmannschaft war das kommende Aufeinandertreffen von Lille und Bayern vergangene Woche bereits Thema, zwischen Ribery, Torwart Mickael Landreau und Mathieu Debuchy: „Natürlich haben wir darüber diskutiert. Für sie ist das Spiel genauso wichtig wie für mich und ich freue mich darauf, sie in Kürze wiederzusehen und gegen sie zu spielen.“

Rechtsverteidiger Debuchy ist dabei allerdings wegen eines Platzverweises aus dem Spiel gegen den FC Valencia gesperrt und kann erst im Rückspiel für Lille eingreifen.

Riberys erster Auftritt im neuen Stadion Lilles

Erstmals wird Ribery dabei im frisch eröffneten „Grand Stade de Lille“ spielen: „Ich freue mich darauf. Man hat mir viel Gutes über das Stadion erzählt. Es ist auch ein Symbol für die gute Arbeit des Vereins in den letzten Jahren“. Für Lille selbst war es bisher allerdings kein gutes Pflaster. Erst ein einziges Ligaspiel konnte man zu Hause gewinnen.

Druck nach Niederlage in Borisov
 
Nach der bisher einzigen Pflichtspielniederlage der Saison bei BATE Borisov (1:3) müssen auch die Bayern in der Champions League wieder punkten: „Es tut mir leid, das sagen zu müssen, aber ich hoffe, dass wir gewinnen. Das ist für unseren weiteren Weg extrem wichtig. Sowohl in Lille als auch zuhause müssen wir einen Sieg einfahren, da lastet schon ein hoher Druck auf unseren Schultern“, sagte Ribery.

Lille mit schwachem Saisonstart

Lille ist bisher nur sehr mäßig in die Saison gestartet. In der Champions League, für welche man sich erst in der Verlängerung gegen den FC Kopenhagen qualifizieren konnte, steht man mit null Punkten aus zwei Spielen auf dem letzten Gruppenrang.

Auch in der Liga befindet man sich aktuell mit nur zwei Siegen aus neun Spielen auf Platz 11, weit unter den Tabellenregionen, die der Verein trotz des Abgangs von Eden Hazard anpeilt.

Ribery warnt

Dennoch warnt Ribery vor den Stärken des kommenden Gegners: „Mit Hazard haben sie ihren besten Spieler der letzten Jahre verloren. Nun haben sie vielleicht nicht die großen Stars, aber ein sehr starkes Kollektiv und einen sehr guten Coach. Mit Salomon Kalou steht immerhin auch ein erfahrener Champions-League-Sieger der vergangenen Saison in ihrem Kader. Außerdem müssen sie nach ihrem schlechten Auftakt unbedingt punkten, um ihre Chancen auf ein Weiterkommen zu erhalten, sie werden also alles geben.“

Trotzdem ist Ribery überzeugt, dass der FC Bayern sich durchsetzen wird: „Wenn wir alles abrufen, werden wir es schaffen!“

EURE MEINUNG: Wie geht das Spiel der Bayern in Lille aus? Wird Ribery erneut der überragende Mann der Münchner?
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