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Auch heute erinnert sich Martin Demichelis noch mit Wonne an seine Tage beim FC Bayern München. Mit dem FC Malaga ist er ebenfalls in der Königsklasse angekommen.

Malaga. Martin Demichelis und sein Verein FC Malaga stehen in der Champions League aktuell besser da als der FC Bayern München. Nach den ersten beiden Gruppenspielen stehen die Andalusier mit einem Torverhältnis von 6:0 und sechs Punkten da – ein fulminanter Start. Seinen Weggang aus München bereut Demichelis nicht, trotzdem schwärmt er auch heute noch in den höchsten Tönen vom FCB und freut sich über ihre derzeitigen Erfolge.

BATE war ein Ausrutscher

Aus alten Münchner Tagen kennt Demichelis die Champions League noch aus dem Effeff. Heutzutage mit Malaga ist die Königsklasse ein Geschenk: „Mit dem FC Bayern in der Champions League zu spielen war eine Verpflichtung, mit Malaga ist es ein Traum. Das erste Spiel haben wir gegen St. Petersburg 3:0 gewonnen. Die hatten gerade für 100 Millionen Euro Hulk und Witsel gekauft. Jetzt haben wir Anderlecht 3:0 besiegt“, resümierte Demichelis im Interview mit Bild.

Seine ehemaligen Kollegen vom FC Bayern mussten in der Champions League gerade einen herben Dämpfer hinnehmen. In Minsk verlor die Mannschaft um Philipp Lahm 3:1 gegen BATE Borisov. Für Demichelis stellt dies kein Problem dar: „Ach, so was passiert im Fußball mal. Kein Problem. Die Bayern werden klar weiterkommen und der Liga-Start war sensationell“, lobte Demichelis und fuhr fort: „Sie spielen für mich mit Barcelona den besten Fußball in Europa.“

Der Wahnsinn von Madrid

Im Halbfinale wurde Real Madrid letzte Saison von den Bayern im Bernabeu geschlagen, Demichelis ließ es sich nicht nehmen, seinen Ex-Kollegen vor Ort die Daumen zu drücken: „Das war der Wahnsinn. Nach dem Spiel wollten die Spieler, dass ich mit ihnen auf dem Feld feiere. Das konnte ich natürlich nicht bringen. Aber sie haben mir das Gefühl gegeben, als sei ich noch ein Teil von ihnen.“

Nach dem Spiel wurde der Verteidiger gebeten, mit den anderen beim Siegesbankett zu feiern: „Die Stimmung war grandios. Und obwohl so viele Menschen da waren, fand Rummenigge danach Zeit, um mit mir ausführlich zu reden. All das zusammen war mit die schönste Erfahrung, die ich außerhalb des Fußballplatzes je erlebt habe“, erinnerte sich der Argentinier stolz.

Doch auch allgemein soll der FCB die Nase vor den „Blancos“ haben: „Ja. Was die Spielanlage und die Attraktivität angeht auf jeden Fall. Real hat eine Mega-Truppe, die jeden 4:0, 5:0 vom Platz fegen kann. Aber die Spiel-Philosophie der Bayern ist in meinen Augen die bessere.“ Demichelis kennt nun beide Seiten. Seit mehreren Jahren begegnet er Madrid nun schon in der Primera Division, zuvor spielte er mit den Bayern auf höchstem Niveau.

Das Trauma vom „Finale dahoam“

Was das größte Fußballfest der Stadt München werden sollte, endete im Schlamassel. Die Bayern hatten sich ins Finale der Champions League im eigenen Stadion gekämpft, um gegen passive „Blues“ vom FC Chelsea das Elferschießen zu verlieren. „Der absolute Horror! Der Fußball ist manchmal einfach zu ungerecht. Es gab nichts, bei dem die Bayern Chelsea nicht überlegen waren. Selbst im Elferschießen führten sie. Und dann muss ausgerechnet Bastian diese Katastrophe passieren.“

Gerade von Bastian Schweinsteiger scheint Demichelis die allerhöchste Meinung zu haben: „Schweini ist ein Bayern-Mythos. Ich glaube nicht, dass sich jemand mehr mit diesem Klub identifiziert als er und ich kenne ihn verdammt gut. Aber er wird das überstehen und noch stärker werden. Bayern ist für mich in der Champions League wieder der Favorit zusammen mit Barca.“ Deswegen hofft Demichelis auch, dass er und Roque Santa-Cruz, der ebenfalls bei Malaga gelandet ist, erst im Viertelfinale auf die Bayern treffen.

 

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