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Wie schon gegen Mainz 05 pfiffen Schalke-Anhänger ihre eigene Mannschaft aus. Die Spieler gehen nun auf Konfrontationskurs und machen die „Fans“ mitverantwortlich.

Gelsenkirchen. Der FC Schalke 04 verschenkte im letzten Moment den zweiten Sieg im zweiten Gruppenspiel der UEFA Champions League. Gegen den französischen Meister Montpellier HSC sprang am Ende für die „Königsblauen“ nur ein 2:2-Unentschieden heraus. Doch nicht nur der verpatzte Idealstart, sondern auch die „Unterstützung“ der Schalker-Anhänger schlägt Trainer Huub Stevens und seinen Schützlingen auf das Gemüt.

Stevens kritisiert

Bereits während der letzten Partie im eigenen Stadion, beim Bundesligaspiel gegen Mainz 05, mussten einige Spieler der Schalker, allen voran Torhüter Lars Unnerstall, sich wundern, wieso um alles in der Welt sie von den eigenen „Fans“ ausgepfiffen werden, trotz einer komfortablen 3:0-Führung im Gepäck. Nach dem Spiel platzte Coach Stevens dann der Kragen und er schoss einige Giftpfeile in Richtung der eigenen Ränge.

„Fans“ – einfach unverbesserlich

Die Anhänger der „Königsblauen“ scheint dies jedoch nur wenig gekümmert zu haben, wiederholten sie doch ihr Verhalten beim Champions-League-Spiel gegen Montpellier erneut. Diesmal waren es aber die Spieler, die nach der Partie deutliche Worte fanden. „Die Fans haben uns in diesem Spiel beeinflusst. Das 2:1 war nicht in Gefahr, doch dann haben sie ein bisschen angefangen zu pfeifen, weil sie wollten, dass wir mehr nach vorn spielen“, erzählt der Torschütze zum zwischenzeitlichen 2:1 Klaas-Jan Huntelaar. „Dann sind wir auch ein bisschen mehr rausgekommen, das hat einige Male geklappt, einige Male nicht. Die Kontrolle war aber ein bisschen weg“, so der Mittelstürmer im Gespräch mit der WAZ.

„Es war ein bisschen schade“

Auch Kapitän Benedikt Höwedes konnte die Reaktionen der Fans nicht nachvollziehen: „Ich glaube nicht, dass es hilfreich ist, wenn die Fans nervös werden oder pfeifen. Dafür gab es keinen Grund. Wir haben den Ball kontrolliert, wir hatten nicht den unbedingten Druck, ein Tor zu machen. Wir haben trotzdem Torchancen kreiert, die wir leider nicht genutzt haben. Dann wurde das Publikum unruhig. Es war ein bisschen schade“, beschwerte sich der 24-Jährige.

Unnerstall in Schutz

Im Mittelpunkt des Pfeifkonzertes stand wie schon gegen Mainz Schalke-Keeper Lars Unnerstall. Die Mannschaftskollegen nahmen ihren Schlussmann jedoch nun in Schutz. „Wenn der Torwart sich entschließt, den Ball nicht sofort abzuwerfen und trotzdem sofort Pfiffe dafür kassiert, dann ist das nicht fair dem Keeper gegenüber. Und der Mannschaft auch nicht“, ärgert sich Höwedes.

Auch Huntelaar ist einer ähnlichen Auffassung. „Wenn wir nach vorn spielen können, dann wollen wir nach vorn spielen. Aber wenn es nur eine Lösung gibt, dann kann man besser auf Ballbesitz spielen“, erklärt der Holländer.

Unnerstall selbst konnte ebenfalls nur den Kopf schütteln – und gab der Anhängerschaft schlussendlich eine Mitschuld an der Punkteteilung: „Ich denke, dass wir durch die Pfiffe versucht haben, hektisch und blind nach vorne zu spielen, was gar nicht nötig war.“

EURE MEINUNG: Was sagt ihr zu den Aussagen der Schalker-Spieler? Und wie steht ihr zum Verhalten der sogenannten "Fans"?
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