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Nach der ersten Niederlage der Saison bleibt der Präsident entspannt. Uli Hoeneß ist sogar zufrieden mit dem Spiel und lobt Neuzugang Sammer für dessen Kritik.

München. Trotz der 1:3-Niederlage am Dienstagabend gegen BATE Borisov ist Uli Hoeneß noch gut auf seine Mannschaft zu sprechen. Der FC Bayern München habe sogar ein fantastisches Fußballspiel abgeliefert, sagte der 60-Jährige gegenüber der TZ. Die Äußerungen von Sportdirektor Matthias Sammer sind ebenfalls ganz nach dem Geschmack des Präsidenten.

„Ungerechter Ausgang“

Nach neun Siegen in Folge verlor der haushohe Favorit ausgerechnet im Champions-League-Gruppenspiel gegen den Meister aus Weißrussland. Doch Hoeneß war mit dem Spiel zufrieden, nur das Ergebnis stimmte nicht: „Wir haben ein fantastisches Fußballspiel gesehen, mit einem – wie ich finde – ungerechten Ausgang. Wir haben es versäumt, das 1:0 zu machen, diese Riesenchance muss Toni rein machen. Und wenn wir 1:0 führen, läuft das anders.“

„Niederlage nicht dramatisch“

In dieser Saison war es erst der zweite Rückstand für die Bayern und der Präsident war mit der Reaktion der Mannschaft durchaus zufrieden: „Sie hat gut reagiert. Wir müssen aufhören zu glauben, dass das alles Landkundschaft ist! Ich finde die Niederlage nicht schön, aber auch nicht dramatisch.“

Den Finger in die Wunde

Zuletzt sorgte Trainer Jupp Heynckes für Aufsehen, als er sagte, dass er mit den Äußerungen von Matthias Sammer nicht immer einverstanden sei und vor allem die Kritik nach dem Sieg gegen Bremen nicht nachvollziehen kann. Doch Hoeneß stellt sich hinter den neuen Sportdirektor: „Ich habe das 30 Jahre lang gemacht. Ich finde, es ist total die Aufgabe des Managers oder Sportdirektors, dass er mal den Finger in die Wunde legt. Das ist doch verdammt noch mal sein Aufgabe!“

„Jupp ist empfindlich“

„Nicht hellwach, nicht gallig, sondern lätschern“, kritisierte Sammer noch vor kurzem die Bayern und Heynckes war damit nicht einverstanden. Doch von ganz oben gibt es Entwarnung: „Ich fand die Kritik weder in der Form noch in der Sache ungerechtfertigt. Damit fällt doch dem Jupp in keinster Weise ein Zacken aus der Krone. In keinster Weise! Wenn man etwas empfindlich ist, so wie es der Jupp eben manchmal ist, dann ist es klar, dass man sich darüber aufregt.“

Volle Rückendeckung für Sammer

Und der Präsident stellt sich weiter hinter den Neuzugang und erklärt warum Matthias Sammer sich auch kritisch äußern darf: „Ich habe kürzlich einen Satz gelesen: A-Führungskräfte holen sich A-Mitarbeiter und B-Führungskräfte holen sich B-Mitarbeiter. Und wenn ich mir A-Mitarbeiter hole, dann muss ich auch akzeptieren, wenn sie ihre Meinung äußern.“

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