Javi Martinez enttäuscht in Baryssau: Dem Spanier fehlt es an Ideen und Tempo

Der Neuzugang enttäuschte am Mittwochabend - gegen BATE fehlte es dem Spanier an Ideen, Durchsetzungskraft und Tempo.
Minsk. Der FC Bayern versagte gegen den Außenseiter BATE Baryssau in nahezu allen Bereichen. Die Gäste aus München bekamen von Beginn an große Probleme und konnten zu keiner Zeit des Spiels an die tollen Leistungen aus den letzten Wochen anknöpfen. Allen voran enttäusche Neuzugang Javi Martinez, der in der 58. Spielminute nach einem unauffälligem Auftritt ausgewechselt wurde.

Martinez statt Schweinsteiger

Bayern-Trainer Jupp Heynckes entschied sich im defensiven Mittelfeld in Baryssau für das Duo Luiz Gustavo/Javi Martinez. Somit musste Bastian Schweinsteiger erst einmal den Platz auf der Reservebank einnehmen. Der Spanier bekam damit, wie schon gegen den VfL Wolfsburg und Valencia, die Chance von der ersten Minute zu überzeugen. In diesen beiden Spielen konnte der ehemalige Bilbao-Akteur jedoch nur bedingt überzeugen und wurde jeweils knapp 20 Spielminuten vor Schluss ausgewechselt.

Ohne Glanzpunkte
Martinez wirkte von der ersten Minuten an sehr verkrampft und ohne die Leichtigkeit, die jeder Bayern-Fan und vor allem Trainer Heynckes von ihm erwarten. Der Ball wurde leichtfertig im Mittelfeldzentrum abgegeben, und man ermöglichte somit schnelle Konterversuche für BATE. Knapp acht Wochen nach Saisonbeginn merkt man, dass es ihm an Abstimmung und Risikobereitschaft fehlt. Der Spanier wirkt oftmals sehr zurückhaltend und spielt eher einen sicheren Pass nach hinten, als einen gefährlichen Steilpass oder einen Diagonalball in die Spitze.

Martinez konnte in seinen 58 Spielminuten weder einen Torschuss für seine Kollegen vorbereiten, noch selbst zum Torabschluss kommen. Im Vergleich: Sein Mittelfeld-Partner Gustavo bereitete zwei Tormöglichkeiten vor und glänzte zudem mit einem Torschussversuch.

Gustavo deutlich präsenter

Das defensive Mittelfeld-Duo bestehend aus Schweinsteiger und Gustavo macht bei den Bayern zurzeit wohl mehr Sinn. Der ehemalige Hoffenheimer zeigte sich gestern deutlich präsenter, was allein schon die Passstatistik aussagt: Gustavo spielte insgesamt 71 Pässe, von denen nur zehn nicht beim Mitspieler angekommen sind - Martinez kam lediglich auf 37 genaue Zuspiele. Damit spielte zusammen mit Stürmer Mandzukic und Offensivspieler Müller die wenigsten Pässe im Bayern-Team.

Am Wochenende empfängt der FC Bayern die TSG 1899 Hoffenheim. Martinez wird sich wohl das Spielgeschehen zunächst einmal von der Bank aus ansehen müssen.

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