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Marco Reus ist einer der großen Hoffnungsträger beim BVB. In der Champions League präsentierte er sich am Dienstagabend zum ersten Mal - mit Höhen und Tiefen und Luft nach oben.

Dortmund. Am ersten Spieltag der Champions League konnte Borussia Dortmund gegen Ajax Amsterdam mit 1:0 gewinnen. Marco Reus lieferte bei seinem Debüt in der Königsklasse eine eher durchschnittliche Partie ab.

Er bemühte sich, er lief viel, doch offenbar machte sich bei Marco Reus auch Nervosität breit. Goal.com fasst seine Champions-League-Premiere zusammen:

GLÜCKLICHE BORUSSEN
In der ersten Phase ließ der Ex-Gladbacher ab und zu durchblitzen, zu welchen Aktionen er imstande ist. Das Freilaufen gelang ihm von Beginn an. Leider konnte er selten größere Akzente damit setzen. In der achten Minute spielte Mats Hummels einen langen Pass von der Mittellinie vorn den Strafraum, Reus stand richtig, kam bei der Ballannahme aber ins Stolpern und konnte den Ball nicht kontrollieren. Auch als Gündogan den Ball in der 18. Minute mittig vor dem Sechzehner auf Reus spitzelte, war ein Abwehrspieler vor dem Youngster am Ball.  

Wo ist die Leichtigkeit hin?

Die Champions League ist eben auch Kopfsache. Das war heute ein Problem beim Königsklasse-Debütanten. Als Schmelzer seinen Kollegen in der 29. Minute perfekt bediente, brach dieser durch eine Lücke und verstolperte im vollen Lauf den Ball. Doch mit einem Zuckerpass auf Schmelzer (31.) und einem unfreiwillig scharfen Freistoß in der 38. Minute konnte er zumindest in Ansätzen wieder aufholen – wäre da nicht dieser Fehlpass gewesen. In der 43. Minute setzte abermals Gündogan Reus in Szene, doch dieser spielte das Leder genau in die Füße eines Gegenspielers.

Frei nach dem Motto „Wenn ich nichts mache, mache ich nichts falsch“, zog sich Dortmunds Offensivflitzer ungewohnt schüchtern in der zweiten Halbzeit zurück. In der 52. Minute hätte er dann aber doch fast getroffen, als sein flacher, guter Schuss fantastisch von Keeper Vermeer pariert wurde. Mit einem gekonnten Pass in den Lauf von Schmelzer untermauerte Reus in der 77. Minute noch einmal sein ausgeprägtes Spielverständnis.



Fazit: Marco Reus zeigte viel Lauffreude und bewies schon in seinem ersten Spiel in der Champions League, dass er vom taktischen Verständnis und der Technik her zu den Großen zählt. Heute Abend leistete sich der 23-Jährige aber zu viele Konzentrationsfehler, die ihm in Prestige-Duellen gegen Manchester City oder Real Madrid negativere Schlagzeilen bringen könnten.

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