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Jürgen Klopp und Frank de Boer sind beide junge, erfolgreiche Trainer. Beide sind mit ihrer Mannschaft Meister im eigenen Land geworden. Nun treffen sie in der CL aufeinander.

Dortmund. Für Ajax Amsterdam und Borussia Dortmund geht es am heutigen Dienstag endlich los in der Champions League. Sowohl Jürgen Klopp als auch Frank de Boer freuen sich auf das Spiel, wissen aber auch, dass man es nicht unbedingt verlieren sollte. Schließlich treffen die beiden Mannschaften in der Gruppe der Landesmeister noch auf Real Madrid und Manchester City.

Gegen Ajax Amsterdam kann der BVB übrigens auf fast den gesamten Kader zurückgreifen. Nur Patrick Owomoyela wird fehlen. „Nach dem Spiel am Samstag gegen Leverkusen waren meine Jungs zwar müde, aber wir haben uns gut regeneriert. Jetzt bündeln wir alle Kräfte für das Spiel“, erklärte Klopp auf der Pressekonferenz. Auch sein Pendant Frank de Boer wird auf seinen gesamten Kader zurückgreifen können: „Alle, die ich mitgenommen habe, könnten auch spielen.“

Das Spiel entscheidet noch nichts

In den Medien wird das Spiel als wohl entscheidendes in der Gruppe angesehen. Die allgemeine Meinung ist klar: Wer in der Gruppe noch was reißen will, muss das Spiel gewinnen. Das sieht Jürgen Klopp aber ganz anders. „Wir spielen Fußball und haben sechs Gruppenspiele. Da hängt nicht alles von einem Spiel ab. Der Druck muss aus diesem Spiel rausgenommen werden. Es hängt nicht alles vom Spiel gegen Ajax ab. Es ist eine reizvolle Gruppe und wir wollen und gut präsentieren“, erklärte Klopp.

Beide Teams wollen dem Spiel ihren Stempel aufdrücken

Wie er mit seiner Mannschaft das Spiel gestalten will, ist ganz klar, dennoch hat er Respekt vor den Niederländern. „Wir haben einen Weg für uns gewählt, wie wir Fußball spielen wollen. So werden wir auch weitermachen. Es begegnen sich zwei Mannschaften auf Augenhöhe, die beide versuchen werden, dem Spiel ihren Stil aufzudrücken. Ajax hat hochtalentierte, junge Spieler im Team, die aus der Ajax-Schule stammen. Sie haben insgesamt ein wahnsinniges Repertoire an guten Spielern. Sie spielen extrem stark nach vorne, sind schnell und taktisch einwandfrei. Das wird eine echte Herausforderung “, sagte der Trainer. Das zeigte die Mannschaft auch im Abschlusstraining, in dem jeder Spieler seine enorme Stärke am Ball unter Beweis stellen konnte.

„Dortmund spielt variabel“

Frank de Boer weiß seinerseits die Stärken von Borussia Dortmund einzuordnen. „Borussia leistet viel Arbeit. Sie spielen einen sehr energischen Angriffsfußball. Gerade die Abwehr ist sehr stark, da sich beide Außenverteidiger gerne in den Angriff mit einschalten. Wir wollen aber unser eigenes Spiel aufziehen“, erklärt der ehemalige Nationalspieler.

Keine guten Auftritte in Europa

In den letzten beiden Jahren sind die Borussen eher schlecht als recht im europäischen Wettbewerben klar gekommen. Das weiß auch Sebastian Kehl: „Wir haben unsere Lehren aus den Spielen in den letzten Jahren gezogen. Die Mannschaft ist aber weiter. Das hat man auch in den entscheidenden Spielen in der vergangenen Saison gesehen. Wir wollen mit unserem Spiel zur guten Stimmung im Stadion beitragen. Ich freue mich auf morgen.“

Dass der BVB sich übrigens immer wieder für die schlechteren Leistungen rechtfertigen muss, nervt Jürgen Klopp. „Das wir den nationalen Erfolg immer wieder mit unserer internationalen Schwäche vergleichen müssen, ist schlimm. Es ist normal, dass nicht immer alles auf einmal klappen kann. Wir sollten einfach weniger Fehler machen“, sagte der Trainer.

Ajax hat Erfahrung eingekauft

Ajax hat sich in der Sommerpause unter anderem mit Ryan Babel und Christian Poulsen verstärkt. Das soll vor allem der Erfahrung der Mannschaft dienen. „Ryan bringt die Erfahrung mit. Wichtiger ist aber, dass er Leistung bringt“, sagte de Boer. „Christian Poulsen ist wichtig für die Mannschaft. Seine Erfahrung bringt das Team weiter“, ergänzt Siem de Jong.

Klopp und de Boer: Freunde?

Jürgen Klopp und Frank de Boer verstehen sich übrigens sehr gut. „Frank ist ein angenehmer Zeitgenosse. Ich habe mich einen ganzen Abend zusammen mit ihm, di Matteo und Casper unterhalten. Da haben wir sogar unsere Handynummer ausgetauscht. Er ist ein angenehmer Zeitgenosse“, erklärte der Double-Trainer. Auf die Frage, ob man sich denn über das Spiel ausgetauscht hätte, hatte Klopp eine kurze Antwort: „Nein, wir haben eh keine Geheimnisse. Wir wissen alles über alle.“

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