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Ob nun „The Special One“ oder „The Only One“, darüber ist sich Mourinho selbst nicht ganz sicher. Was er aber mit Sicherheit weiß, ist, dass der BVB ernstgenommen werden muss.

Madrid. Jose Mourinho, Trainer vom spanischen Rekordmeister Real Madrid, betonte, dass er Borussia Dortmund, Champions-League-Gegner der Königlichen in der Gruppe D, unter keinen Umständen unterschätze.

Dortmund auf einem Level mit Manchester City?

Auf die Frage, ob Manchester City der Hauptkonkurrent in der Gruppe der Madrilenen sei, gab der Portugiese folgendes zu Protokoll: „Da bin ich mir nicht sicher. Borussia Dortmund ist immerhin zweimal in Folge Meister in Deutschland geworden“, so der Meister-Coach gegenüber der AS.

Der deutsche Doublesieger sei in den Augen des Erfolgscoaches eine „gut organisierte und eingespielte Mannschaft“, auch seien „Stadion und Fans sehr beeindruckend, die ihre Mannschaft stets bis zum Ende anfeuern.“

Gepaart mit den Erfahrungen, die der BVB bereits in der Königsklasse sammeln konnte, wäre das eine gefährliche Mischung, vor der man auf der Hut sein müsse.

Gruppe D die stärkste der Champions-League

Es stünde außer Frage, so der 49-Jährige, dass die Gruppe D, die nur aus Landesmeistern ihrer jeweiligen Länder bestünde, die attraktivste und sogleich die schwerste sei. Nur wenige Teams besäßen das Niveau, dieser Gruppenkonstellation spielerisch die Stirn zu bieten.

„Allenfalls Juventus Turin könnte bei dem Niveau in dieser Gruppe mithalten“, so Mourinho. Juve war im gleich Lostopf wie Ajax Amsterdam, nun müssen aber die Niederländer in der Todes-Gruppe antreten. Dann machte der portugiesische Top-Trainer doch noch einen Schwenk auf Manchester City und konnte sich einen Seitenhieb nicht verkneifen.



Mit Geld allein kann man keine Tradition kaufen

Es sei offensichtlich, dass Manchester City, mit einem Scheich aus Abu Dhabi als Investor, soviel Geld ausgäbe, um den Titel in Europas höchster Spielklasse in den Händen zu halten. Doch genauso eindeutig wäre es, dass die Millionen und die Titel, die damit vielleicht gekauft werden können, niemals reichen würden, um die geschichtlich, über Jahrzehnte gewachsene Europapokal-Tradition zu erwerben, wie sie Vereine, wie Real Madrid, der FC Barcelona oder auch Bayern München ihr Eigen nennen.

Und wo schon einmal der Name des großen Erzrivalen aus Barcelona gefallen war, nahm sich „The Special One“ dem besonderen Verhältnis auch zugleich an.

Madrid und Barcelona pushen sich zu Höchstleistungen

Der ehemalige Spielleiter von Inter Mailand unterstrich den ewigen Wettbewerb der Katalanen und den Blancos, die sich immer wieder gegenseitig herausfordern, um festzustellen, wer der Beste ist. Das sei der Hauptgrund von Mourinho gewesen, als er sich 2010 entschied, zu Real zu wechseln. Und der Coach der Madrilenen ist sich sicher, egal welche Mannschaft auf der Welt auch in der Primera Division mitspielen würde, nie käme diese an den beiden spanischen Großmächten vorbei.

„Wir reden hier über Barcelona und Real Madrid, zwei großartige Teams. Pick dir irgendein Team auf der Welt heraus und es würde es nicht schaffen, unter die ersten zwei zu kommen“, so der ehrgeizige Trainer weiter.

„Das Leben wäre in jeder anderen Liga viel leichter. Irgendeine Liga, in der du dich nicht mit Barcelona messen musst, wäre einfacher. Barca ist der Hauptgrund, warum Madrid jetzt da steht, wo wir sind, weil die Blaugrana die Messlatte so hoch gelegt haben.“



Barcelonas Ära vorbei, aber nicht seine Zeit

Mourinho fügte an: „Die Ära, in der Barcelona die Titel in Reihe gewann sind vorbei, aber ihr Zyklus ist noch nicht beendet. Sie sind immer noch ein herausragendes Team und das ist auch Madrid. Die Rivalität zwischen Madrid und Barcelona ist ein Segen für den Fußball. Ich habe zwar keine Zahlen zur Hand, aber ich bin mir sicher, dass der spanische Supercup mehr Zuschauer hatte als viele Champions-League-Spiele im letzten Jahr.“

Real gewann, unter ihrem ambitionierten und stets erfolgshungrigen portugiesischen Trainer, den Supercup aufgrund der Auswärtstor-Regelung, nachdem man die 2:3 Hinspiel-Niederlage mit einem 2:1 Heimspiel-Erfolg wettmachte.

Nun schauen Jose Mourinho und seine Los Blancos auf den Champions-League-Start am 18. September und fiebern auch den Duellen mit dem BVB am 24. Oktober in Dortmund und am 6. November vor heimischer Kulisse in Madrid entgegen. Und auch hier zählt am Ende für Mourinho nur eins, der Titel.

EURE MEINUNG: Kann der BVB Madrid gefährlich werden? Und hat Real Barcas Vorherrschaft gebrochen?
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