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Anfang des Jahrtausends gab es bereits ein enorm spannendes Duell zwischen den beiden Teams. Nun folgt die Wiederholung in der Champions League mit einem alten Bekannten.

München. Die Auslosung der Champions League wurde durchgeführt und der FC Bayern München hat eine interessante und akzeptable Gruppe zugelost bekommen. Die Münchener treffen mit dem FC Valencia auf einen alten Bekannten, die weiteren Gegner heißen LOSC Lille und BATE Borisov.

Dritte Kraft in Spanien

Philipp Lahm hat ihn noch, den alten Respekt vor der dritten Kraft in Spanien. „Wir standen im letzten CL-Finale, da müssen wir die Gruppenphase überstehen. Valencia sehe ich noch als stärksten Gegner in dieser Gruppe, allerdings ist es für uns Pflicht, ins Achtelfinale zu kommen - am besten als Gruppenerster“, erklärte der Kapitän nach der Gruppenauslosung.

Zweimaliger CL-Finalist

Die Wahrheit ist, dass der FC Valencia weit davon entfernt ist, was er einmal war. In der Saison 1999/00 war man bereits im Finale der Königsklasse gescheitert, nur ein Jahr später gelang wieder der Einzug ins Endspiel. Dort traf man in einem höchst kuriosen Spiel auf den FC Bayern München. Die damalige Mannschaft von Valencia war eine Mannschaft, die allen europäischen Spitzenstandards entsprach. Dies zeigte sich auch im Gewinn der Meisterschaften 2001/02 und 2003/04 unter Rafael Benitez, der Hector Cuper kurz nach den europäischen Finalniederlagen ersetzte.

Kurioses Duell mit FCB

Die Partie zwischen dem FC Valencia und dem FC Bayern begann spektakulär. Nach nur drei Minuten bekamen die Spanier einen Handelfmeter zugesprochen. Kapitän Gaizka Mendieta schnappte sich den Ball und schoss halblinks ein, Oliver Kahn war fast dran. Nur vier Minuten später machte es Santiago Canizares auf der anderen Seite besser und wehrte den Versuch von Mehmet Scholl ab. Wiederum ein Handelfmeter war es, der zum Ausgleich führte. Stefan Effenberg schaffte es, nach 50 Minuten die Führung zu egalisieren. Im weiteren Verlauf fielen keine Tore und nach 120 Minuten kam es zum Elfmeterschießen.

Für die Bayern begann dieses negativ. Paulo Sergio vergab die Chance zur Führung, die im Gegenzug Gaizka Mendieta nutzte. Salihamidzic glich aus, Carew erhöhte. Zickler gelang das 2:2, während Zahovic verschoss. Da Andersson für Bayern und Carboni für Valencia ebenfalls scheiterten, blieb es beim 2:2, bis Stefan Effenberg zum 3:2 verwandelte. Ruben Baraja konnte ausgleichen, nach Lizarazus Treffer gelang Kily Gonzalez selbiges. Einen besonders wichtigen Elfmeter verwandelte Thomas Linke zum 5:4 und der gesamte Druck lastete auf dem argentinischen Innenverteidiger der Hafenstädter. Mauricio Pellegrino scheiterte mit einem strammen Schuss an Oliver Kahn, der sensationell die richtige Ecke erahnt hatte. Bayern war Champions-League-Sieger!



Parallelen zum Duell erkennbar

Pellegrino war der Pechvogel des Abends. Seit einigen Monaten ist der großgewachsene Argentinier nun Trainer bei Valencia. Bisher gelangen ihm Erfolge in der Vorbereitung über Porto und Tottenham sowie ein achtbares 1:1 im Santiago Bernabeu. Beim 3:3 gegen Deportivo La Coruna ließ seine Mannschaft nach phänomenaler erster Halbzeit im zweiten Durchgang jedoch erheblich federn.

Veränderungen bei Valencia

Valencia hat nach der Misswirtschaft unter Präsident Juan Soler von 2004 bis 2008 einiges an Substanz verloren. Mit dem Bau des neuen Stadions könnte eine Rückkehr zu glorreichen Tagen gelingen, vieles hängt aber auch davon ab, wie die Transfers von Spielern wie Sergio Canales oder Fernando Gago einschlagen. Das Team hat weiterhin einige Stars und Nationalspieler (Soldado, Jonas, Rami) aufzubieten, zur absoluten europäischen Spitzenklasse gehört man jedoch nicht mehr, auch wenn Valencia nur wenige Punkte genügen würden, um von Topf zwei in Topf eins aufzusteigen und den AC Mailand damit zu überholen.



Bayern Favorit in Gruppe F

Der FC Bayern geht nicht nur aufgrund einiger kostspieliger Neuzugänge (Martinez, Mandzukic, Shaqiri) als Favorit in diese Gruppe. Das letztjährige Finale hat bewiesen, wozu die Münchener fähig sind, und daher ist auch in diesem Jahr mit der Mannschaft von Jupp Heynckes als Titelanwärter zu rechnen. Die Spiele gegen Valencia dürften wohl als Hauptattraktion von Gruppe F gelten.

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