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Der Trainer des Rekordmeisters gibt sich bescheiden und lobt seinen Kontrahenten in den höchsten Tönen.

München. Am heutigen Freitag war die abschließende Pressekonferenz vor dem großen Champions-League-Finale zwischen dem FC Bayern München und dem FC Chelsea. Neben Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger war auch Trainer Jupp Heynckes anwesend und war wie immer sehr bescheiden und entspannt.

Robben fit

Eine gute Nachricht gleich zu Beginn: „Ich gehe davon aus, dass Arjen morgen von Anfang an spielen wird. Dass er vorgestern nicht trainiert hat, war eine Vorsichtsmaßnahme“, gab er Entwarnung.

Daten sprechen für sich

Den Gegner möchte Heynckes nicht kleinreden: „Wir spielen morgen gegen eine Mannschaft, die nicht nur riesige Erfahrung hat, sie haben eine sehr gute Spielorganisation, sie haben sehr gute Spieler. Wenn ich den Weg von Chelsea sehe: Benfica und Neapel besiegt, zu Hause 1:0 gegen Barcelona, in Barcelona 2:2 und 60 Minuten in Unterzahl. Ich denke, dass die Daten doch Warnung genug sein sollte.“

„Chelsea hat sehr erfahrene Spieler, Spieler, die in der englischen Liga über Jahre hinweg herausragende Leistungen gebracht haben. Mit Petr Cech haben sie einen Top Keeper. Drogba ist über viele Jahre ein absoluter Topspieler in der Premier League. Manchmal übertreibt er es natürlich auch mit seiner Schauspielerei. Es gibt auch noch Torres, Lampard, Mata, Sturridge, Kalou, das sind Spieler, die absolutes Topniveau haben. Wir dürfen uns nicht auf einen Spieler konzentrieren“, warnt Heynckes vor einer Fokussierung auf den Ivorer.

Sicherheit geht vor

„Wir müssen morgen versuchen, unser Gehäuse dicht zu halten, dann man hat auch gute Chancen, das Finale zu gewinnen. Das wird auch ein dramatisches Spiel, das ist doch ganz klar. Beide Mannschaften werden den Erfolg suchen, ich glaube nicht, dass Chelsea so ultradefensiv spielen wird, wie gegen Barcelona. Man muss die Spielweise von Barcelona sehen. Morgen wird es ein Topspiel werden, jeder wird auf seine Art versuchen, zu gewinnen“, fügt er hinzu.



Überragende Saison

Ich habe der Mannschaft ganz klar gesagt, wenn mal vom letzten Samstag absehe, dass wir eine überragende Saison gespielt haben. Daran sieht man schon, dass national eine Mannschaft besser war. Ich habe damit überhaupt keine Probleme. Ich finde es klasse, wie Dortmund in diesem Jahr Fußball gespielt hat. Aber ich sage es nochmal, wir haben eine Champions League gespielt, die überragend war. Ich habe mir alles nochmal angesehen, und da sehen sie Spielzüge und Tore; das ist vom Allerfeinsten. Natürlich wäre der krönende Abschluss ein Sieg bei uns im Stadion“, lobt er sein Team.

Einen speziellen Spieler wollte Heynckes nicht hervorheben: „Man muss die Wettbewerbe unterscheiden. In der Champions League haben viele Spieler am Erfolg beigetragen, deswegen möchte ich keinen Spieler herausheben. Wir haben sehr viele Nationalspieler und es wäre nicht klug von mir, jemand hervorzuheben.“

Gute Chancen für Tymoshchuk

Viele fragen sich, wer im Finale neben Boateng die Innenverteidigung bilden wird: „Bei mir haben sehr viele Spieler eine Chance, von Anfang an zu spielen. Anatoliy ist ein hervorragender Profi und hat in diesem Jahr viele Spiele mitgemacht und allein aufgrund der Personalsituation hat er große Chancen, morgen von Anfang an zu spielen.“

Heynckes über Di Matteo


„Wenn ich Präsident wäre, würde ich mit ihm weitermachen"

- Jupp Heynckes über Di Matteo
Lob für Di Matteo

„Ich bin überhaupt nicht überrascht. Wenn man seine sportliche Karriere betrachtet, sieht man, dass er ein
sehr ruhiger und intelligenter Spieler war, natürlich hat er mit seinen italienischen Wurzen seine Ideen vom Fußball reingebracht. Es ist wieder ein Team auf dem Platz zu sehen und das ist sein Verdienst. Ganz wichtig im heutigen Fußball ist die Kommunikation zwischen Trainer und Spieler. Er hat seine Sache hervorragend gemacht, es spielt keine Rolle, ob er gewinnt oder verliert. Auf dem Trainerposten brauchen sie Kontinuität . Es geht um Harmonie und Respekt zwischen Trainer und Spieler, deswegen spricht nichts dagegen, dass er weitermacht. Auf mich macht er einen sehr guten Eindruck und wenn ich Präsident wäre, würde ich mit ihm weitermachen“, lobt er den Italiener.

Heynckes bescheiden

Die Vorbereitungen auf das große Fußball-Fest laufen bereits auf Hochtouren, Heynckes will sich davon nicht blenden lassen: „Ich teile die Euphorie nicht, dass Bayern der Favorit ist. In diesem Finale gibt es keinen Favoriten. Wir tun gut daran, sehr bescheiden zu sein und versuchen, unsere Champions League Tradition fortzusetzen, wir haben überragende Heimspiele absolviert, und das wollen wir morgen fortsetzen. Wir haben einen klitzekleinen Vorteil, dass wir im eigenen Stadion spielen und jeden Grashalm kennen. Das kann ein Vorteil sein“, so die bescheidenen Worte des Trainers.

Elfmeterschießen nicht gut für das Herz

„Ich hoffe, dass wir das vermeiden können. Das wäre das dritte Elfmeterschießen in dieser Saison, da weiß ich nicht, ob mein Herz das übersteht“, scherzte er.

„Elfmeterschießen hat nichts mit Talent zu tun, sondern ganz einfach mit der mentalen Stärke eines Spielers und der absolute Wille, ein Tor zu erzielen. Das hat deutsche Mannschaften immer ausgezeichnet, willensstark zu sein und auf Details fokussiert zu sein“, ließ er abschließend verlauten.

Eure Meinung: Stimmt ihr den Aussagen von Jupp Heynckes zu?

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