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Es war ein Spiel wie gemacht für die ganz Großen – und ein Auftakt wie gemalt für „CR7“. Dass er am Ende als einer der großen Verlierer dasteht eint ihn mit seinem Widersacher Messi.

Madrid. Es hätte sein Abend werden sollen – und sogar beinahe müssen: Cristiano Ronaldo drückte der ersten Hälfte des am Ende tragisch im Elfmeterschießen verlorenen Rückspiels der Champions-League-Halbfinals gegen Bayern nicht nur seinen Stempel auf, nein, er verpasste ihr sein Brandzeichen: Der wichtigen Elfmeter in der 6. Minute: Sicher verwandelt! Das tolle Anspiel von Mesut Özil in der 14. Minute: Perfekt vollstreckt!

Reals gerissener Faden

Mit diesem Doppelpack im Rücken begann dann jedoch bereits ganz langsam das heutige Schicksal Ronaldos seinen Lauf zu nehmen. Madrid zog sich zurück, überließ den Bayern das Mittelfeld und schlug so viel zu wenig Kapital aus den Defensiv-Löchern, die die deutschen Gäste heute mehr als einmal zeigten. Und in dieser Phase riss auch der Spielfaden des Portugiesen, der außer schwachen Freistößen kaum mehr etwas beizutragen hatte zum Angriffsspiel der Madrilenen.

Ronaldos Fehlschuss: Ein böses Omen

Fußball ist eben manchmal auch große Oper, mit allen dramatischen Volten, die auch auf den Bühnen dieser Welt zu bestaunen sind. Den ersten Elfmeter wollte er ebenso sicher wie den im Spiel verwandeln, ganz schwach geschossen war der nicht, aber Neuer, der Teufelskerl, hatte die Ecke geahnt und war rechtzeitig losgehechtet – denkbar bitter und ein schlechtes Omen für die Königlichen, die dieses Penaltyschießen dann mit Pauken und Trompeten vergeigten.

Dominanz war plötzlich weg

Ob Jupp Heynckes mit seiner Einschätzung nach Abpfiff bei Sky recht hatte?  „Ich denke, dass auch Real Madrid das Spiel schon vorher unterschätzt hat. Nach dem 2:1-Sieg gegen Barcelona war für die Umgebung klar, dass sie in das Finale der Champions League einziehen.“ Schwer zu sagen, aber spätestens nach der 2:0-Führung war dies der Fall, danach kam Real nie mehr richtig zum Zug, konnte keine echte Dominanz mehr aufbauen, und schließlich musste das tragische Ende in Form von Neuers Fäusten den letzten Hoffnungen auf ein Finale in München den Garaus machen. Ob Ronaldo daran wächst? Große Spieler ziehen Stärke aus solch epochalen Niederlagen – das ist „CR7“ zu wünschen, und Ironie des Schicksals: Er sitzt in einem Boot mit Lio Messi, dem gestern unter anderen Umständen ganz Ähnliches widerfuhr.

Eure Meinung: Wie habt Ihr Ronaldos 120 Minute plus Elfmeterschießen heute gesehen?

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