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Jupp Heynckes wünscht sich Finale gegen den FC Barcelona

Die Bayern-Akteure haben Respekt vor dem kommenden Gegner, geben sich aber auch gewohnt selbstbewusst. Coach Heynckes wünscht sich unterdessen ein Finale gegen Barca.

München. Am Mittwochabend ist es soweit: Der FC Bayern München gastiert im Halbfinale der Champions League bei Real Madrid, es gilt, den 2:1-Erfolg aus dem Hinspiel zu veredeln. Die Marschroute ist dabei klar: „Wir wollen ein ähnlich gutes Spiel wie in München machen“, erklärte Manuel Neueram Dienstag auf der Pressekonferenz vor dem Spiel.

Dass die Partie in Madrid kein Spaziergang wird, ist dem Nationalkeeper natürlich bewusst: „Auf mich wird viel Arbeit zukommen. Real wird vor heimischem Publikum auf Angriff spielen. Ich gehe davon aus, dass ich gefordert werde“, so Neuer, der aber gleichzeitig auch eine Warnung in Richtung Real losließ: „Denen ist aber auch klar, dass sie die Null halten müssen.“

Respekt vor Casillas

Für den 26-Jährigen wird es dabei zur Begegnung mit Iker Casillas kommen, der für viele der weltbeste Torhüter ist  - auch Neuer hält große Stücke auf sein Gegenüber: „Ich weiß von Raul, dass er ein sehr großes Idol für viele Spanier und eine Ikone bei Real Madrid ist. Er spielt seit Jahren auf Top-Niveau und zählt zu Recht zu den besten Torhütern der Welt.“

Kaum abwarten kann den Anpfiff unterdessen Bastian Schweinsteiger: „Ich freue mich auf die Mannschaft von Real Madrid“, blickte der Mittelfeldmann voraus. „Solche Spiele sind für mich das Highlight einer Saison. Man kann sich für das Champions-League-Finale qualifizieren, darauf arbeitet man hin.“

Zusätzliche Motivation Heim-Endspiel

Natürlich weiß Schweinsteiger um die hitzige Atmosphäre im Santiago Bernabeu: „Die Zuschauer in dem Stadion nehmen schon Einfluss auf das Spiel. In den ersten zwanzig Minuten wird es heiß hergehen, da gilt es dagegenzuhalten. Wenn das gelingt, werden die Zuschauer auch ein bisschen ruhiger.“ Die Tatsache, dass Bayern bei einem Erfolg in Madrid das Finale im eigenen Stadion austragen dürfte, spornt ihn besonders an: „Das ist eine zusätzliche Motivation für uns. Das hat noch keine Mannschaft geschafft.“

Die Bayern gehen nach dem Sieg im Hinspiel mit einem knappen Vorsprung in die Partie, dennoch geht Schweinsteiger davon aus, „dass wir ein Tor schießen müssen - und auch werden.“ Für einen Schuh-Klau, wie ihn Cristiano Ronaldo & Co. im Hinspiel erleben mussten, wäre der Sechser übrigens gerüstet: „Ich habe genügend Fußballschuhe mitgenommen.“

Schweinsteiger wird immer fitter

Nach seiner langen Verletzungspause war Schweinsteiger zuletzt noch nicht wieder ganz auf der Höhe, er betonte aber: „Es wird besser. Ich fühle mich frischer, ich bin nicht verletzt oder angeschlagen. Da Spiel in Bremen hat mir noch mal gut getan. Da ich seit November wenig Spiele gemacht habe, ist es schwierig, wieder in den Rhythmus zu kommen. Aber in so einem Spiel kann man das ausblenden.“

Startelf-Einsatz fraglich

Ob Schweinsteiger allerdings überhaupt von Beginn an auflaufen wird, ist noch offen, wie FCB-Coach Jupp Heynckes verriet: „Er hat am Samstag (beim 2:1-Sieg bei Werder Bremen, Anm. d. Red.) wieder 90 Minuten gespielt. Ich werde morgen früh die Entscheidung treffen, ob er von Anfang an spielt. Das werde ich nach meinen Eindrücken vom Training und nach einem Gespräch mit ihm entscheiden.“

Heynckes erwartet am Dienstag ein hochklassiges Spiel: „Wenn ich sehe, dass Real das Spiel beim FC Barcelona 2:1 gewonnen hat, hat das Aussagekraft genug. Real Madrid hat eine großartige Mannschaft mit fantastischen Spielern. Wir bewegen uns auf Augenhöhe mit Real Madrid, deswegen wird es ein Kampf der Giganten.“ Dabei ist er „sehr zuversichtlich“, was die Chancen seines Teams angeht: „Der FC Bayern ist nicht nur in einer guten Form, wir können uns auch punktuell auf ein Ereignis konzentrieren.“

„Das Spiel wird ein taktischer Leckerbissen“

Heynckes weiß: „Das Hinspiel-Ergebnis ist ein kleiner Vorteil. Auf der anderen Seite ist Real Madrid eine Mannschaft mit riesigem Offensiv-Potential. Aber wir haben ein hervorragendes Torverhältnis und in der Bundesliga ganz wenige Gegentore hinnehmen müssen. Das Spiel wird ein taktischer Leckerbissen. Beide Mannschaften werden versuchen, ihr Offensiv-Potential auszuschöpfen. Madrid muss wenigstens ein Tor machen, und wir sind in der Lage, zu jedem Zeitpunkt einen Treffer zu erzielen.“

Gelbe Karten kein Thema

Die Wertschätzung für sein Gegenüber ist unterdessen groß: „Ich habe großen Respekt vor Jose Mourinho, ein fantastischer Trainer.“ Der FCB-Coach, der auch schon bei den Madrilenen auf der Trainerbank saß, weiß natürlich um die beeindruckende Kulisse im Bernabeu, er glaubt aber: „Meine Spieler lassen sich nicht von dem Ambiente beeindrucken lassen, auch wenn die Atmosphäre natürlich klasse ist.“

Die Tatsache, dass sieben Bayern-Akteure gelb-vorbelastet in die Partie gehen und bei einer weiteren Karte im Finale gesperrt wären, sieht er nicht als großen Nachteil: „In solch einem Spiel kann man aggressiv spielen, ohne eine Gelbe Karte zu bekommen. Das werde ich meinen Spielern mitgeben. Aber es ist nie auszuschließen, dass man eine Karte bekommt.“

Wunschgegner Barca

Sollte es den Münchenern gelingen, ins Finale einzuziehen, hat Heynckes übrigens einen Wunschgegner: „Ich würde Pep Guardiola und dem FC Barcelona den Einzug ins Finale gönnen. Auch, wenn das in Madrid vielleicht nicht gerne gehört wird. Ich würde mir den FC Barcelona wünschen, wenn wir ins Finale einziehen.“ Die Katalanen müssen am Dienstagabend gegen den FC Chelsea ran und den 0:1-Rückstand aus dem Hinspiel wettmachen.

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