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Bayern-Coach Heynckes: Schweinsteiger spielt in einer Liga mit Iniesta, Xavi und Busquets
Die Bayern-Fans erwarten in Basel eine Trotzreaktion. Die Protagonisten selbst geben sich im Vorfeld selbstkritisch, aber auch optimistisch - und der Coach vermisst seinen Leader.
Von Claas Philipp
Dabei sollten die Münchener gewarnt sein: Basel hat in der Gruppenphase sensationellerweise Manchester United ausgeschaltet, ein Spaziergang ist also nicht zu erwarten. „Basel darf man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Wenn man wie Manchester das Ganze zu locker angeht, dann erlebt man sein blaues Wunder“, warnt auch Mario Gomez am Dienstag auf der Pressekonferenz zum Spiel vor dem kommenden Gegner.

Selbstkritische Bayern
Nach dem durchwachsenen 0:0 beim SC Freiburg braucht Bayern in der Königsklasse dringend ein Erfolgserlebnis, um die Unruhe nicht zu groß werden zu lassen. „Wir wissen, dass wir im Jahr 2012 bislang nicht überragend gespielt haben. Wir haben Vieles von dem vermissen lassen, was wir uns vorgenommen haben. Nichtsdestotrotz müssen wir nach vorne schauen“, erklärte Gomez. „Gegen Freiburg waren wir nicht aggressiv und haben dem Gegner den Ball überlassen. Wir müssen nicht immer denken, dass wir den Gegner spielerisch zerstören können. Das darf nicht passieren, speziell nicht einer Mannschaft wie uns. Das Freiburg-Spiel hat uns ein Stück zurückgeworfen.“
Kroos fordert Kompaktheit
Dennoch ist der Knipser zuversichtlich was das Duell gegen Basel angeht: „Wir werden sicherlich gut vorbereitet sein und den Gegner analysieren. Wenn wir unser Potential abrufen, dann werden wir die Runde überstehen.“ Teamkollege Toni Kroos kennt dafür das Erfolgsrezept: „Wir müssen defensiv gut stehen. Wir haben eine Mannschaft, die in Basel immer ein Tor schießen kann. Wir wollen kein Gegentor bekommen, dann gewinnen wir das Spiel.“

Mit Hinblick auf die jüngsten Misserfolge stellt Kroos klar: „„Das was war, können wir nicht mehr ändern. Wir müssen den Kampf annehmen, was die läuferische Einstellung betrifft.“ In der letzten Saison waren die Bayern in der Champions-League-Gruppenphase schon einmal in Basel zu Gast, seinerzeit drehte man einen 0:1-Rückstand noch in einen 2:1-Sieg um. „Letztes Jahr haben wir hier gespielt, da hat man schon gemerkt, dass es hier nicht einfach ist“, erinnert sich Kroos, der aber auch am Selbstverständnis der Münchener keinen Zweifel lässt: „Wir haben den Anspruch, oben zu stehen.“
Heynckes warnt
Auch sein Trainer Jupp Heynckes hat größten Respekt vor den Schweizern: „Es ist nichts Neues, wenn ich sage, dass der FC Basel nicht umsonst im Achtelfinale steht. Mir hat die Basler Mannschaft imponiert.“ Der Coach sieht sein Team für die kommende Aufgabe aber bestens vorbereitet, zumal keine Ausfälle zu verkraften sind: „Wir haben gestern Nachmittag gut trainiert. Ich kann auf alle Spieler zurückgreifen.“ Der 66-Jährige hofft auf eine Trotzreaktion: „Wir müssen wieder eine Topleistung abrufen und zu einem selbstverständlichen Fußballspiel kommen.“

Das Schwächeln der Bayern macht Heynckes vor allem an einer Personalie fest: Bastian Schweinsteiger. Der Leader fällt nach wie vor verletzt aus. „Ohne ihn war das zuletzt nicht so einfach“, so der FCB-Coach. „Bastian Schweinsteiger spielt für mich in einer Liga mit Andres Iniesta, mit Xavi, mit Sergio Busquets.“ Sein Vertreter David Alaba habe zwar „das Talent“ ihn zu ersetzen, „nur Schweinsteiger war mit zwanzig auch noch nicht so weit.“
„Man sollte den FC Bayern nicht unterschätzen“
Heynckes‘ Optimismus tut das aber keinen Abbruch: „Ich bin mir sicher, dass wir morgen wieder zu einem guten Spiel finden werden. Eines kann ich sagen: Man sollte den FC Bayern nicht unterschätzen.“ Er gibt aber auch zu: „Die Kritik ist berechtigt und die müssen wir auch respektieren.“ Nun gilt es, die Kritiker verstummen zu lassen.
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