Shinji Kagawa: „Vielleicht hatten wir zu wenig Vertrauen in uns“

Der Dortmunder ist nach dem bitteren Aus in der Vorrunde der Champions League ebenso geknickt wie seine Kollegen und sieht einen Unterschied zwischen Europa und der Bundesliga.

Von Gregor Becker

Borussia Dortmund, Shinji Kagawa
Getty
Dortmund. Das Wunder blieb aus. Nach der glanzlosen 2:3-Niederlage von Borussia Dortmund gegen Olympique Marseille, belegt der deutsche Meister nur Platz vier in der Champions League-Gruppe F. Für Shinji Kagawa, der nach dem Gegentor in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit einen „emotionalen Kollaps“ ausmachte, war es eine bittere Erfahrung.

Individuelle Klasse war ausschlaggebend

Der Japaner sieht in der individuellen Stärke der Spieler europäischer Spitzenteams den Hauptunterschied zur Bundesliga. „Die Spieler von Marseille haben eine unglaubliche individuelle Stärke und sie spielen sehr geschickt. In der Bundesliga gibt es viele Vereine, die mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung auftreten. Bei Arsenal oder Marseille  marschieren starke Spieler vorneweg und haben ebenfalls starke Spieler dahinter. Wir sind dagegen als Mannschaft stark. Aber die Gegner hatte alle das 'gewisse Etwas', das uns heute fehlte“, erklärte Kagawa gegenüber Goal.com.

Fehlendes Selbstvertrauen?

„Wir hätten gegen Olympiakos und Arsenal gewinnen müssen, kamen aber nicht zu Toren und sind dann jeweils in der zweiten Halbzeit auseinandergefallen. Aber in der Champions League braucht man über 90 Minuten Durchhaltevermögen, Stärke und den Willen Tore zu erzielen und dieses Levels haben wir nicht erreicht. Vielleicht hatten wir einfach nicht genug Vertrauen in uns selbst“, suchte der 22-Jährige nach Gründen für das klägliche Scheitern seiner Dortmunder in der „Königsklasse“.

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