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Spielbericht Champions League: FC Barcelona - VfB Stuttgart
Die Gesichter der Akteure leuchteten im weißen Scheinwerferlicht auf und die Champions-League-Hymne sorgte für Gänsehaut bei den 80.000 Zuschauern im Camp Nou. Die Kulisse war gigantisch, passend dazu boten die Gastgeber beim 4:0-Sieg über den VfB Stuttgart eine ansprechende Leistung. Der VfB kämpfte, war gegen den Fußball wie von einem anderen Stern, den Barca streckenweise zelebrierte, aber machtlos.
Von Dirian EL AMINE
Barcelona. 4:0 siegte der FC Barcelona vor heimischer Kulisse über den VfB Stuttgart. Die Schwaben kämpften über 90 Minuten und liefen sich die Lunge aus dem Leib. Doch der Fußballzauber der Katalanen zeigte den VfB-Akteuren ihre Grenzen auf.
PERSONAL & TAKTIK
Barca hatte im Mittelfeld gleich den Ausfall von Regisseur Xavi zu beklagen, Landsmann Sergio Busquets ersetzte den Mittelfeldmann. Für Stürmer Ibrahimovic agierte Pedro im Sturmzentrum. Beim VfB fiel Tasci aus. Der junge Niedermeier verteidigte damit neben Delpierre. Außerdem verzichtete Trainer Gross auf Gebhardt, stellte dafür Träsch im rechten Mittelfeld auf.
SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE
Der VfB Stuttgart zog sich früh in die eigene Spielhälfte zurück, versuchte früh zu stören und stand im Mittelfeld sehr kompakt. Auch Barcelona tastete sich erst langsam an das Spiel heran, kam nach 4 Minuten durch Pedro zum ersten Mal zum Abschluss. Nur wenig später näherte sich der VfB erstmals dem Tor der Gäste: Doch Kuzmanovics Schuss verfehlte das Ziel deutlich. Es dauerte nicht lange, da wurden den entschlossen und aggressiv auftretenden Schwaben ihre Grenzen aufgezeigt. Lionel Messi dribbelt sich in der 13. Minute durch die Hintermannschaft der Stuttgarter, lässt Kuzmanovic aussteigen und kommt zum Abschluss. Der stramme Schuss trifft den VfB mitten ins Herz und schlägt – unhaltbar für Lehmann – im linken oberen Eck des Kastens ein. 1:0 stand es also, das Spiel blieb temporeich und der VfB kämpfte.
Barca dagegen begann, das Spiel zu verwalten, schob den Ball durch die eigenen Reihen und versuchte, den Stuttgarter Defensivverbund mit Steilpässen zu knacken, was in der 22. Spielminute auch gelang: Messis schicker Pass auf Touré bringt die VfB-Abwehr in Verlegenheit. Der Ivorer spielt von links quer in den Strafraum, dort schiebt Pedro ein – in Sekundenschnelle kommt Barca zum zweiten Torerfolg. In der Folge machten die Katalanen die Räume eng und ließen den VfB nicht zum Spielen kommen. Nachdem Henry in Minute 29 eine Touré-Hereingabe knapp verpasst, verliert die Partie mehr und mehr an Fahrt. Lehmann (wegen Meckerns) und Progrebnyak (nach einem Foulspiel) sehen in der Schlussphase der ersten Halbzeit noch jeweils die gelbe Karte.
SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE
Christian Gross wechselte: Für Celozzi kam Gebhardt, Träsch rückte in die Abwehr. Die rechte Seite sollte damit offensiver werden. Stuttgart ging den zweiten Durchgang druckvoll an und riskierte mehr als in der ersten Halbzeit. Dennoch war die Mühe umsonst: Chancen hatte nur Barca. Touré verfehlte Lehmanns Kasten in der 56. Minute nur hauchzart. Nur wenige Minuten später gelingt den Katalanen durch ein Kunststück das 3:0. Alves steckt Pedros Pass mit der Hacke auf Messi durch, der Argentinier schließt nach einer Drehung um die eigene Achse ab, die Stuttgarter Defensive wird regelrecht vorgeführt. In der 66. Minute dann kommt mit Ibrahimovic ein vierter Stürmer, Barca will die Gäste platt walzen. Was folgte, war eine Gala: Messis Kopfball aus kürzester Distanz zwingt Lehmann zu einer Großtat (65.), in der 72.Minute versucht der Argentinier nach einer Alves-Flanke den Torabschluss, Niedermeier ist dazwischen. Dann verfehlt Dani Alves das Ziel per Kopf – Iniesta hatte die Flanke geschlagen. Der VfB, bei dem inzwischen Marica ins Spiel gekommen war, hatte keine Chance. Allein Keeper Lehmann verhinderte Schlimmeres. Mit der ersten Ballberührung schießt dann Barcas Bojan Krkic den finalen Treffer zum 4:0. Der VfB hat nach Kräften gekämpft - Molinaro lag gegen Ende der Partie ausgelaugt am Boden – doch gegen die Übermacht des FC Barcelona waren die Schwaben einfach nur chancenlos.
SCHLÜSSELSPIELER- & SZENEN
Barca zog sein Spiel vor allem über die Achse Alves, Touré, Iniesta und Messi auf. Der starke Alves sorgte immer wieder für Gefahr, Touré war in der Offensive sehr engagiert und setzte Messi in Szene. So auch beim 1:0, als der Ivorer erst durch einen Sprint die Gegenspieler auf sich zieht, Messi dadurch Räume schafft und zum finalen Pass ansetzt. Messi kann dank seiner Extraklasse mit einem tollen Dribbling und einem starken Schuss abschließen. Wichtig bei Barca: Das ständige Rochieren der Stürmer. War Messi doch nominell als Rechtsaußen aufgestellt, erzielte er seine beiden Treffer aus zentraler Position. Das System Barca ist schwer durchschaubar und einfach nicht zu verteidigen.
SPIELER DES SPIELS
Allmählich wird es langweilig, doch man ist wieder nicht an ihm vorbeigekommen, wenn es darum geht, den Spieler des Spiels zu küren: Lionel Messi war der Fixpunkt im Spiel des FC Barcelona. Er erzielte zwei Tore der Extraklasse – zwei Augenweiden.
SCHIEDSRICHTER: Alain Hamer – Note: 6,5
Der Luxemburger war anfangs in der Zweikampfbewertung etwas zu kleinlich, auch die gelben Karten verteilte er so manches Mal überzogen. Ansonsten lag er in seinen Entscheidungen stets richtig. Aufsehen erregte nur ein Rückpass vom Delpierre zu Torwart Lehmann. Hier hätte man auch auf indirekter Freistoß entscheiden können.
SPIELNOTE: 8,0
Barcas Fußballzauber und die kämpferisch sicherlich nicht zu unterschätzende Leistung des VfB machten aus dem Spiel eine ansehnliche und attraktive Partie. Es gab wenige Leerlaufphasen. Leider geriet das Spiel etwas einseitig, da der VfB sich keine nennenswerten Torchancen erspielte.
STATISTIK
Er ist der Spieler des Spiels, er ist der beste Fußballer der Welt und wenn er so weiter macht, dann wird aus ihm irgendwann der beste Fußballer aller Zeiten. Lionel Messi ist auch im Castrol-Ranking einfach unschlagbar, führt dieses mit 1004 Punkten vor Cristiano Ronaldo an. Bester Stuttgarter übrigens ist Cacau auf Rang 64 der Wertung.
FAZIT
Der VfB Stuttgart arbeitete, Barcelona spielte Fußball – und zauberte dabei so manchem VfB-Spieler einen staunenden Ausdruck ins Gesicht. Eine gelungene Vorführung der Katalanen unterstrich erneut die Ambitionen, den Champions-League-Titel als erster Klub zu verteidigen. Jens Lehmann machte sein letztes Europapokal-Spiel, hielt dabei stark. Molinaro verdiente sich einen Klaps von Barca-Trainer Guardiola. Für die übrigen VfB-Spieler blieb es bei der Lehrstunde.
Und was ist Eure Meinung zum eindrucksvollen 4:0? Schafft Barca die Titelverteidigung?
PERSONAL & TAKTIK
Barca hatte im Mittelfeld gleich den Ausfall von Regisseur Xavi zu beklagen, Landsmann Sergio Busquets ersetzte den Mittelfeldmann. Für Stürmer Ibrahimovic agierte Pedro im Sturmzentrum. Beim VfB fiel Tasci aus. Der junge Niedermeier verteidigte damit neben Delpierre. Außerdem verzichtete Trainer Gross auf Gebhardt, stellte dafür Träsch im rechten Mittelfeld auf.
SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE
Der VfB Stuttgart zog sich früh in die eigene Spielhälfte zurück, versuchte früh zu stören und stand im Mittelfeld sehr kompakt. Auch Barcelona tastete sich erst langsam an das Spiel heran, kam nach 4 Minuten durch Pedro zum ersten Mal zum Abschluss. Nur wenig später näherte sich der VfB erstmals dem Tor der Gäste: Doch Kuzmanovics Schuss verfehlte das Ziel deutlich. Es dauerte nicht lange, da wurden den entschlossen und aggressiv auftretenden Schwaben ihre Grenzen aufgezeigt. Lionel Messi dribbelt sich in der 13. Minute durch die Hintermannschaft der Stuttgarter, lässt Kuzmanovic aussteigen und kommt zum Abschluss. Der stramme Schuss trifft den VfB mitten ins Herz und schlägt – unhaltbar für Lehmann – im linken oberen Eck des Kastens ein. 1:0 stand es also, das Spiel blieb temporeich und der VfB kämpfte.
Barca dagegen begann, das Spiel zu verwalten, schob den Ball durch die eigenen Reihen und versuchte, den Stuttgarter Defensivverbund mit Steilpässen zu knacken, was in der 22. Spielminute auch gelang: Messis schicker Pass auf Touré bringt die VfB-Abwehr in Verlegenheit. Der Ivorer spielt von links quer in den Strafraum, dort schiebt Pedro ein – in Sekundenschnelle kommt Barca zum zweiten Torerfolg. In der Folge machten die Katalanen die Räume eng und ließen den VfB nicht zum Spielen kommen. Nachdem Henry in Minute 29 eine Touré-Hereingabe knapp verpasst, verliert die Partie mehr und mehr an Fahrt. Lehmann (wegen Meckerns) und Progrebnyak (nach einem Foulspiel) sehen in der Schlussphase der ersten Halbzeit noch jeweils die gelbe Karte.
SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE
Christian Gross wechselte: Für Celozzi kam Gebhardt, Träsch rückte in die Abwehr. Die rechte Seite sollte damit offensiver werden. Stuttgart ging den zweiten Durchgang druckvoll an und riskierte mehr als in der ersten Halbzeit. Dennoch war die Mühe umsonst: Chancen hatte nur Barca. Touré verfehlte Lehmanns Kasten in der 56. Minute nur hauchzart. Nur wenige Minuten später gelingt den Katalanen durch ein Kunststück das 3:0. Alves steckt Pedros Pass mit der Hacke auf Messi durch, der Argentinier schließt nach einer Drehung um die eigene Achse ab, die Stuttgarter Defensive wird regelrecht vorgeführt. In der 66. Minute dann kommt mit Ibrahimovic ein vierter Stürmer, Barca will die Gäste platt walzen. Was folgte, war eine Gala: Messis Kopfball aus kürzester Distanz zwingt Lehmann zu einer Großtat (65.), in der 72.Minute versucht der Argentinier nach einer Alves-Flanke den Torabschluss, Niedermeier ist dazwischen. Dann verfehlt Dani Alves das Ziel per Kopf – Iniesta hatte die Flanke geschlagen. Der VfB, bei dem inzwischen Marica ins Spiel gekommen war, hatte keine Chance. Allein Keeper Lehmann verhinderte Schlimmeres. Mit der ersten Ballberührung schießt dann Barcas Bojan Krkic den finalen Treffer zum 4:0. Der VfB hat nach Kräften gekämpft - Molinaro lag gegen Ende der Partie ausgelaugt am Boden – doch gegen die Übermacht des FC Barcelona waren die Schwaben einfach nur chancenlos.
SCHLÜSSELSPIELER- & SZENEN
Barca zog sein Spiel vor allem über die Achse Alves, Touré, Iniesta und Messi auf. Der starke Alves sorgte immer wieder für Gefahr, Touré war in der Offensive sehr engagiert und setzte Messi in Szene. So auch beim 1:0, als der Ivorer erst durch einen Sprint die Gegenspieler auf sich zieht, Messi dadurch Räume schafft und zum finalen Pass ansetzt. Messi kann dank seiner Extraklasse mit einem tollen Dribbling und einem starken Schuss abschließen. Wichtig bei Barca: Das ständige Rochieren der Stürmer. War Messi doch nominell als Rechtsaußen aufgestellt, erzielte er seine beiden Treffer aus zentraler Position. Das System Barca ist schwer durchschaubar und einfach nicht zu verteidigen.
SPIELER DES SPIELS
Allmählich wird es langweilig, doch man ist wieder nicht an ihm vorbeigekommen, wenn es darum geht, den Spieler des Spiels zu küren: Lionel Messi war der Fixpunkt im Spiel des FC Barcelona. Er erzielte zwei Tore der Extraklasse – zwei Augenweiden.
SCHIEDSRICHTER: Alain Hamer – Note: 6,5
Der Luxemburger war anfangs in der Zweikampfbewertung etwas zu kleinlich, auch die gelben Karten verteilte er so manches Mal überzogen. Ansonsten lag er in seinen Entscheidungen stets richtig. Aufsehen erregte nur ein Rückpass vom Delpierre zu Torwart Lehmann. Hier hätte man auch auf indirekter Freistoß entscheiden können.
SPIELNOTE: 8,0
Barcas Fußballzauber und die kämpferisch sicherlich nicht zu unterschätzende Leistung des VfB machten aus dem Spiel eine ansehnliche und attraktive Partie. Es gab wenige Leerlaufphasen. Leider geriet das Spiel etwas einseitig, da der VfB sich keine nennenswerten Torchancen erspielte.
STATISTIK
Er ist der Spieler des Spiels, er ist der beste Fußballer der Welt und wenn er so weiter macht, dann wird aus ihm irgendwann der beste Fußballer aller Zeiten. Lionel Messi ist auch im Castrol-Ranking einfach unschlagbar, führt dieses mit 1004 Punkten vor Cristiano Ronaldo an. Bester Stuttgarter übrigens ist Cacau auf Rang 64 der Wertung.
FAZIT
Der VfB Stuttgart arbeitete, Barcelona spielte Fußball – und zauberte dabei so manchem VfB-Spieler einen staunenden Ausdruck ins Gesicht. Eine gelungene Vorführung der Katalanen unterstrich erneut die Ambitionen, den Champions-League-Titel als erster Klub zu verteidigen. Jens Lehmann machte sein letztes Europapokal-Spiel, hielt dabei stark. Molinaro verdiente sich einen Klaps von Barca-Trainer Guardiola. Für die übrigen VfB-Spieler blieb es bei der Lehrstunde.
Und was ist Eure Meinung zum eindrucksvollen 4:0? Schafft Barca die Titelverteidigung?
Goal.com-Flutlicht
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