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Real Madrid - eine galaktische Mannschaft?
Wer seine Chancen nicht nutzt, bekommt früher oder später ein Tor eingeschenkt. Dieser alten Fußballerweisheit fielen die Madrilenen zum Opfer. Und der Tatsache, dass die Galaktischen keine Galaktischen mehr sind.
von Erik BRÜHLMANN
Madrid. So hatte man sich das bei Real Madrid bestimmt nicht vorgestellt: 1:1 gegen Außenseiter Olympique Lyon, das Aus im Achtelfinale der Champions League - zum sechsten Mal in Folge. Nie war es unnötiger als an diesem Abend.
Erst Top ...
In Halbzeit eins musste man richtiggehend Angst haben um die Franzosen. 16 Sekunden dauerte es bis zur ersten Real-Chance durch Kaka, 6 Minuten bis zum Tor durch Cristiano Ronaldo. Die restlichen 39 Minuten spiete nur noch Real Madrid. Allein Higuain versiebte vier Großchancen, der Gast aus Lyon kam kaum zum Luft holen. Im Grunde war die Frage nur, wie hoch die Spanier das Spiel gewinnen würden. Galaktisch war die Vorstellung, nicht mehr und nicht weniger.
... dann Flop
Nach dem Pausentee jedoch hatte man das Gefühl, dass eine andere Mannschaft in Weiß auf dem Platz stand. Kaum mehr echte Torgefahr, fahrige Angriffe, Ungenauigkeiten allerorten. Was war geschehen? Die Franzosen griffen 20 Meter weiter vorne an. Das allein genügte, um die Madrilenen völlig aus dem Konzept zu bringen. Da erfrechte sich ein Gegner, nicht in Ehrfurcht zu erstarren, und schon war die ganze Königliche Herrlichkeit dahin.
Zu viele Häuptlinge
Ein Problem der Madrilenen ist, dass zu viele egozentrische Führungsspieler auf dem Rasen stehen. Ronaldo ist unbestritten und unantastbar. Kaka wäre gern unbestritten und unantastbar, steht aber derart im Schatten von Ronaldo, dass er zu verkrampft versucht, besser zu sein. Van der Vaart wäre gern ein Führungsspieler, aber ein guter Auftritt (am vergangenen Wochenende) macht eben noch keinen Starkicker. Higuain? Offenbarte seine Fähigkeiten als Chancentod. So viel Ego auf dem Platz verträgt kein Team auf Dauer, besonders nicht, wenn Oberhäuptling Ronaldo schon kurz nach der Pause sein "Das ist doch alles Mist hier"-Gesichtchen aufsetzt.
Und die Abwehr
Abwehr? Wer braucht so was schon? Als Verteidiger kann man sich schließlich weder Ruhm noch Ehre erspielen. Genau in diesem Mannschaftsteil fehlt ein Häuptling, wie das Ausgleichstor bewies. Allesamt standen die Königlichen da und bewunderten den Kurzpassangriff, den Pjanic souverän abschloss. Ein gutes Team ist Real Madrid natürlich alleweil. Ein großes vielleicht auch. Aber ein galaktisches? Dieser Lack ist nach dem gestrigen Abend endgültig ab.
Eure Meinung: Ist Real noch galaktisch?
Erst Top ...
In Halbzeit eins musste man richtiggehend Angst haben um die Franzosen. 16 Sekunden dauerte es bis zur ersten Real-Chance durch Kaka, 6 Minuten bis zum Tor durch Cristiano Ronaldo. Die restlichen 39 Minuten spiete nur noch Real Madrid. Allein Higuain versiebte vier Großchancen, der Gast aus Lyon kam kaum zum Luft holen. Im Grunde war die Frage nur, wie hoch die Spanier das Spiel gewinnen würden. Galaktisch war die Vorstellung, nicht mehr und nicht weniger.
... dann Flop
Nach dem Pausentee jedoch hatte man das Gefühl, dass eine andere Mannschaft in Weiß auf dem Platz stand. Kaum mehr echte Torgefahr, fahrige Angriffe, Ungenauigkeiten allerorten. Was war geschehen? Die Franzosen griffen 20 Meter weiter vorne an. Das allein genügte, um die Madrilenen völlig aus dem Konzept zu bringen. Da erfrechte sich ein Gegner, nicht in Ehrfurcht zu erstarren, und schon war die ganze Königliche Herrlichkeit dahin.
Zu viele Häuptlinge
Ein Problem der Madrilenen ist, dass zu viele egozentrische Führungsspieler auf dem Rasen stehen. Ronaldo ist unbestritten und unantastbar. Kaka wäre gern unbestritten und unantastbar, steht aber derart im Schatten von Ronaldo, dass er zu verkrampft versucht, besser zu sein. Van der Vaart wäre gern ein Führungsspieler, aber ein guter Auftritt (am vergangenen Wochenende) macht eben noch keinen Starkicker. Higuain? Offenbarte seine Fähigkeiten als Chancentod. So viel Ego auf dem Platz verträgt kein Team auf Dauer, besonders nicht, wenn Oberhäuptling Ronaldo schon kurz nach der Pause sein "Das ist doch alles Mist hier"-Gesichtchen aufsetzt.
Und die Abwehr
Abwehr? Wer braucht so was schon? Als Verteidiger kann man sich schließlich weder Ruhm noch Ehre erspielen. Genau in diesem Mannschaftsteil fehlt ein Häuptling, wie das Ausgleichstor bewies. Allesamt standen die Königlichen da und bewunderten den Kurzpassangriff, den Pjanic souverän abschloss. Ein gutes Team ist Real Madrid natürlich alleweil. Ein großes vielleicht auch. Aber ein galaktisches? Dieser Lack ist nach dem gestrigen Abend endgültig ab.
Eure Meinung: Ist Real noch galaktisch?
Goal.com-Flutlicht
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