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Spielbericht Champions League: ZSKA Moskau – VfL Wolfsburg
Der VfL Wolfsburg hat den sicher scheinenden Einzug ins Achtelfinale aus den Händen gegeben. Nach ihrer Führung hielt die Veh-Elf den Druck von CSKA Moskau nicht mehr Stand und musste sich am Ende 2:1 geschlagen geben.
Von François DUCHATEAU
Moskau. Nach der Niederlage in Moskau muss der VfL Wolfsburg beim letzten Heimspiel ausgerechnet gegen Manchester United seine Chance auf die zweite Runde wahren.
PERSONAL & TAKTIK
Wie erwartet, sollte Obafemi Martins den gesperrten Grafite neben Edin Dzeko im Sturm vertreten, während Makoto Hasebe im Vergleich zum Wochenende Andreas Kahlenberg ersetzte, der keine Spielberechtigung für die „Königsklasse“ besitzt.
Auf russischer Seite fiel vor allem der Ausfall von Semberas ins Gewicht. Trainer Leonid Slutski vertraute stattdessen auf Rahimic im defensiven Mittelfeld. Während Tomas Necid als tiefe Spitze aufgeboten wurde, sollte Alan Dzagoev hängend agieren.
SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE
Wie erwartet wollte keines der beiden Teams dem anderen ins offene Messer laufen. Erst nach zwölf Minuten brach allmählich das Eis im kalten Moskau mit einem unplatzierten Dzeko-Kopfball aus kurzer Distanz nach Schäfer-Flanke und einem von Riether abgeblocktem Berezutskiy-Volley (16.). In der folgenden Szene fand der Ball dann endlich sein Ziel: Bei einem Martins-Pass tief in den Strafraum spekulierte die Russen-Abwehr auf Abseits, doch Edin Dzeko entwischte und wuchtete das Leder über Igor Akinfeev zur 1:0-Führung (19.). Fast wäre die prompte Antwort des agilen Krasic gefolgt, der nach einem Misimovic-Fehlpass mit hohem Tempo gen „Sechzehner“ wirbelte, sein Schuss jedoch abgefälscht wurde (22.).
Der Treffer machte die Partie offener, ZSKA Moskau drückte nun etwas auf die Tube, der VfL Wolfsburg versuchte mit kühlem Kopf die entstandenen Lücken auszunutzen, auch wenn beide Teams Probleme hatten, den finalen Pass richtig zu setzen. Nach gut einer halben Stunde konnte Dzeko solch einen quer in die Mitte spielen, nachdem der Bosnier sich auf rechts erneut im Duell behauptet hatte, doch Landsmann Misimovic setzte voll auf Risiko und verzog das Leder total (32.). In der 39. Minute hatten die Hausherren ihre beste Möglichkeit auf den Ausgleich als Madlung nach einer Ecke den Kopfball von Vasiliy Berezutskiy mitten im Strafraumgetümmel abblocken konnte, die Kugeldarauf bei Bruder Aleksey landete, der abzog, jedoch am glänzenden Diego Benaglio scheiterte, so dass es beim 0:1 zur Pause blieb.
SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE
Die Hausherren setzten nach dem Pausenpfiff mit einem Aldonin-Schuss von vor der Strafraumgrenze direkt ein Zeichen (47.), den Torjubel feierten wieder zunächst die Wolfsburger, nachdem Martins eine Querhereingabe ins Netz zimmerte. Der Treffer wurde jedoch aberkannt, da Dzeko seinen Fuß unnötig hinhielt, dabei jedoch im Abseits stand. Die Kugel wäre allerdings auch ohne seine Hilfe ins Tor gelangt (53.).
Statt sich zurücklehnen zu können begann der deutsche Meister zu schwimmen: Nachdem Mamaev alleine vorm Keeper an Benaglio scheiterte (55.), wusste wenig später Necid eine Halbflanke gegen die Laufrichtung des Schweizers ins Gehäuse zu köpfen (58.). Moskau hörte nicht auf: Zuerst setzte Dzagoev einen Schuss aus der Drehung am Tor vorbei (62.), ehe Milos Krasic mit einem Traumtor aus 25 Metern die Heimelf sogar in Führung brachte (66.).
Veh nahm zwar mit Martins einen Stürmer hinunter, der eingewechselte Ziani setzte dennoch die erste Antwort mit einem Torschuss, bei dem Akinfeev sich lang machen musste (74.). Auch Schäfer prüfte mit einem hinterlistigen Bogenschuss den russischen Nationalkeeper, der jedoch wiederum glänzend parierte (85.). Doch auch Benaglio durfte sich noch per Fußreflex gegenüber Dzagoev beweisen (88.). Auch bei dessen anschließenden dessen Fernschuss musste der „Eidgenosse“ sich lang machen, doch das Leder kullerte etwa einen Meter neben den Pfosten (89.). Auch ein letzter krampfhafter Schussversuch, sowie eine anschließende Ecke von Misimovic änderte nichts mehr an der Niederlage der „Wölfe“.
SCHLÜSSELSPIELER
Bei ZSKA lief alles üb Krasic, der sehr auffällig spielte, den Ball stets forderte und mit risikoreichen Überraschungen versuchte, dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Beim VfL Wolfsburg ließ sich Obafemi Martins stehts einen Tick zurückfallen, um den zweikampfstarken Edin Dzeko zu bedienen.
SCHLÜSSELSZENE
Statt sich nach 53. Minuten entspannt im Achtelfinale sonnen zu können, brachte Dzekos Fuß die „Wölfe“ in die Bredouille. Das vermeintliche 0:2 wurde wegen Abseits aberkannt – dabei wäre Martins’ Ball auch so reingegangen. Diese Kleinigkeit hat Wolfsburg den Abend vermiest.
SPIELER DES SPIELS: Milos Krasic
Nicht nur rechts, sondern überall zu finden. Schüttelte mit Elan erfrischend überraschende Ideen aus dem Fußgelenk und krönte seinen Abend mit einem Traumtor.
SCHIEDSRICHTER: Nicola Rizzoli (Italien) – Note: 9
Nahezu fehlerlos und selbst bei knappsten Abseitsentscheidungen lag der Italiener richtig.
Das Goal.com-Notensystem
SPIELNOTE: 7
Nach kurzer Abtastphase ein munteres Hin- und Her, bei dem es um alles oder nichts ging. Leider fehlte meist beim finalen Pass die letzte Konzentration, so dass einige gute Möglichkeiten nicht ausgespielt werden konnten. Generell war das Match aber die ganze Zeit offen, also spannend.
Das Spiel in der Goal.com-Statistik
FAZIT
Wolfsburg hat es nicht geschafft, die Führung runter zu verwalten und hatte zudem Pech, dass Torschütze Dzeko beim vermeintlichen 0:2 durch Martins den Fuß hinhält. Die Russen haben ordentlich Druck gemacht und letztendlich vielleicht auch verdient gewonnen. Nun steht der deutsche Meister vor der kniffligen Situation, den Einzug ins Achtelfinale daheim gegen Manchester United perfekt machen zu müssen.
Wie habt ihr das Match gesehen? Eine verdiente Niederlage? Wie stehen die Chancen aufs Weiterkommen für die Veh-Elf?
Moskau. Nach der Niederlage in Moskau muss der VfL Wolfsburg beim letzten Heimspiel ausgerechnet gegen Manchester United seine Chance auf die zweite Runde wahren.
PERSONAL & TAKTIK
Wie erwartet, sollte Obafemi Martins den gesperrten Grafite neben Edin Dzeko im Sturm vertreten, während Makoto Hasebe im Vergleich zum Wochenende Andreas Kahlenberg ersetzte, der keine Spielberechtigung für die „Königsklasse“ besitzt.
Auf russischer Seite fiel vor allem der Ausfall von Semberas ins Gewicht. Trainer Leonid Slutski vertraute stattdessen auf Rahimic im defensiven Mittelfeld. Während Tomas Necid als tiefe Spitze aufgeboten wurde, sollte Alan Dzagoev hängend agieren.
SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE
Wie erwartet wollte keines der beiden Teams dem anderen ins offene Messer laufen. Erst nach zwölf Minuten brach allmählich das Eis im kalten Moskau mit einem unplatzierten Dzeko-Kopfball aus kurzer Distanz nach Schäfer-Flanke und einem von Riether abgeblocktem Berezutskiy-Volley (16.). In der folgenden Szene fand der Ball dann endlich sein Ziel: Bei einem Martins-Pass tief in den Strafraum spekulierte die Russen-Abwehr auf Abseits, doch Edin Dzeko entwischte und wuchtete das Leder über Igor Akinfeev zur 1:0-Führung (19.). Fast wäre die prompte Antwort des agilen Krasic gefolgt, der nach einem Misimovic-Fehlpass mit hohem Tempo gen „Sechzehner“ wirbelte, sein Schuss jedoch abgefälscht wurde (22.).
Der Treffer machte die Partie offener, ZSKA Moskau drückte nun etwas auf die Tube, der VfL Wolfsburg versuchte mit kühlem Kopf die entstandenen Lücken auszunutzen, auch wenn beide Teams Probleme hatten, den finalen Pass richtig zu setzen. Nach gut einer halben Stunde konnte Dzeko solch einen quer in die Mitte spielen, nachdem der Bosnier sich auf rechts erneut im Duell behauptet hatte, doch Landsmann Misimovic setzte voll auf Risiko und verzog das Leder total (32.). In der 39. Minute hatten die Hausherren ihre beste Möglichkeit auf den Ausgleich als Madlung nach einer Ecke den Kopfball von Vasiliy Berezutskiy mitten im Strafraumgetümmel abblocken konnte, die Kugeldarauf bei Bruder Aleksey landete, der abzog, jedoch am glänzenden Diego Benaglio scheiterte, so dass es beim 0:1 zur Pause blieb.
SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE
Die Hausherren setzten nach dem Pausenpfiff mit einem Aldonin-Schuss von vor der Strafraumgrenze direkt ein Zeichen (47.), den Torjubel feierten wieder zunächst die Wolfsburger, nachdem Martins eine Querhereingabe ins Netz zimmerte. Der Treffer wurde jedoch aberkannt, da Dzeko seinen Fuß unnötig hinhielt, dabei jedoch im Abseits stand. Die Kugel wäre allerdings auch ohne seine Hilfe ins Tor gelangt (53.).
Statt sich zurücklehnen zu können begann der deutsche Meister zu schwimmen: Nachdem Mamaev alleine vorm Keeper an Benaglio scheiterte (55.), wusste wenig später Necid eine Halbflanke gegen die Laufrichtung des Schweizers ins Gehäuse zu köpfen (58.). Moskau hörte nicht auf: Zuerst setzte Dzagoev einen Schuss aus der Drehung am Tor vorbei (62.), ehe Milos Krasic mit einem Traumtor aus 25 Metern die Heimelf sogar in Führung brachte (66.).
Veh nahm zwar mit Martins einen Stürmer hinunter, der eingewechselte Ziani setzte dennoch die erste Antwort mit einem Torschuss, bei dem Akinfeev sich lang machen musste (74.). Auch Schäfer prüfte mit einem hinterlistigen Bogenschuss den russischen Nationalkeeper, der jedoch wiederum glänzend parierte (85.). Doch auch Benaglio durfte sich noch per Fußreflex gegenüber Dzagoev beweisen (88.). Auch bei dessen anschließenden dessen Fernschuss musste der „Eidgenosse“ sich lang machen, doch das Leder kullerte etwa einen Meter neben den Pfosten (89.). Auch ein letzter krampfhafter Schussversuch, sowie eine anschließende Ecke von Misimovic änderte nichts mehr an der Niederlage der „Wölfe“.
SCHLÜSSELSPIELER
Bei ZSKA lief alles üb Krasic, der sehr auffällig spielte, den Ball stets forderte und mit risikoreichen Überraschungen versuchte, dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Beim VfL Wolfsburg ließ sich Obafemi Martins stehts einen Tick zurückfallen, um den zweikampfstarken Edin Dzeko zu bedienen.
SCHLÜSSELSZENE
Statt sich nach 53. Minuten entspannt im Achtelfinale sonnen zu können, brachte Dzekos Fuß die „Wölfe“ in die Bredouille. Das vermeintliche 0:2 wurde wegen Abseits aberkannt – dabei wäre Martins’ Ball auch so reingegangen. Diese Kleinigkeit hat Wolfsburg den Abend vermiest.
SPIELER DES SPIELS: Milos Krasic
Nicht nur rechts, sondern überall zu finden. Schüttelte mit Elan erfrischend überraschende Ideen aus dem Fußgelenk und krönte seinen Abend mit einem Traumtor.
SCHIEDSRICHTER: Nicola Rizzoli (Italien) – Note: 9
Nahezu fehlerlos und selbst bei knappsten Abseitsentscheidungen lag der Italiener richtig.
Das Goal.com-Notensystem
SPIELNOTE: 7
Nach kurzer Abtastphase ein munteres Hin- und Her, bei dem es um alles oder nichts ging. Leider fehlte meist beim finalen Pass die letzte Konzentration, so dass einige gute Möglichkeiten nicht ausgespielt werden konnten. Generell war das Match aber die ganze Zeit offen, also spannend.
Das Spiel in der Goal.com-Statistik
FAZIT
Wolfsburg hat es nicht geschafft, die Führung runter zu verwalten und hatte zudem Pech, dass Torschütze Dzeko beim vermeintlichen 0:2 durch Martins den Fuß hinhält. Die Russen haben ordentlich Druck gemacht und letztendlich vielleicht auch verdient gewonnen. Nun steht der deutsche Meister vor der kniffligen Situation, den Einzug ins Achtelfinale daheim gegen Manchester United perfekt machen zu müssen.
Wie habt ihr das Match gesehen? Eine verdiente Niederlage? Wie stehen die Chancen aufs Weiterkommen für die Veh-Elf?
Goal.com-Flutlicht
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