Flop of the Match: Kenny Miller

Kenny Miller braucht Veränderungen. In den letzten acht Jahren wechselte er insgesamt acht Mal den Verein. Dabei waren es vor allem Leihgeschäfte, die den Angreifer sportlich voranbringen sollten. Mittlerweile ist er aber bei den Glasgow Rangers gelandet und dort soll er nun dazu beitragen, dass sein Verein sich sportlich mehr und mehr etabliert. In der schottischen Liga ist das geglückt, in Europa aber konnte auch er nicht für eine Wende sorgen.

Kenny Miller - Rangers (PA)
(dw) Glasgow. Am Ende hingen die Köpfe tief bei den Glasgow Rangers. So sehr hatten sie vor dem Spiel noch gehofft, dass eventuell, unter Umständen, womöglich noch nicht das letzte Wort in dieser Gruppe gesprochen sein könnte. Am Ende aber mussten die Schotten eingestehen, dass es für das internationale Geschäft derzeit auch nicht reicht. Zu schwach waren die Heimspiele verlaufen und zu behäbig agierte die Mannschaft gegen den VfB Stuttgart. Daran konnte auch Kenny Miller im Sturm nichts ändern.

Keine Bindung, kein Glaube

Dabei hätte doch er die Erfahrung gehabt, um dem Spiel den eigenen Stempel aufzudrücken. Aber genau das gelang ihm nicht. Er hing bis zu seiner Auswechslung komplett in der Luft, konnte sich nicht in das Spiel einfinden. Sicherlich fehlte es auch an der notwendigen Unterstützung aus dem Mittelfeld heraus, aber dennoch investierte Miller viel zu wenig. Auf der anderen Seite war mit Jeronimo Cacau ein Spieler auf dem Platz, der sich in allem Mannschaftsteilen den Ball zu erkämpfen versuchte. Das sah man bei Kenny Miller nur sehr selten. Stattdessen verließ er sich zu sehr darauf, dass noch etwas außergewöhnliches geschehen könnte. Sorecht schien ihm der Glaube an eine erfolgreiche Wende selbst zu fehlen. Und selbst wenn er dann einmal gut in einer Szene agierte, so machte er das prompt mit einem Fehlpass oder einen anderen individuellen Fehler wieder kaputt. Das war schlichtweg zu wenig.

Sonderbare Vergangenheit

Und dennoch werden sie ihn bei den Rangers nicht vom Hof jagen. Zu wichtig war er in den letzten Wochen und Monaten für seine Mannschaft gewesen. Vor allem als Führungsspieler und Lautsprecher fällt er normalerweise auf. Das kann er sich auch erlauben. Denn er hat eine sehr besondere Vergangenheit. Unter anderem ist er seit vielen Jahrzehnten wieder der erste Spieler gewesen, der sowohl für Celtic Glasgow, als auch für Glasgow Rangers kickte. Á propos Celtic: In der Liga traf er erst kürzlich gegen seinen Ex-Klub doppelt beim 2:1-Sieg. Damit ist national die Stellung seines Klubs gesichert. Nur international konnte er noch nicht für eine deutliche Steigerung der Qualität sorgen.

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